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Karnak- Obelisk der Königin Hatschepsut

Karnak- Obelisk der Königin Hatschepsut

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Monika Jennrich


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Karnak- Obelisk der Königin Hatschepsut

Hatschepsut lies in Karnak vier Obelisken errichten, wovon zwei vollständig verschwunden sind.
Von den anderen Beiden steht nur noch der größte, aufrechtstehende Obelisk zwischen dem vierten und fünften Pylon.
Von dem anderen noch teilweise erhaltenen Obelisk liegt die Spitze an der Nord-West-Ecke des Heiligen Sees, wenige Meter von dem Skarabäus entfernt.
Auch diese Steine sind aus dem kostbaren Rosengranit hergestellt und wurden im Steinbruch bei Assuan geschlagen.
Die Szenen auf dem Fragment zeigen die Königin bei der Krönung.
Auf den Inschriften der Obelisken hat Hatschepsut ihre Gründe für den Bau und Zweck verewigt. Besonders hebt sie hervor, daß die Obelisken aus einem Stück gemeißelt und mit feinstem Gold überzogen wurden.
Wörtlich beschreibt sie es folgend:
"…….. [Der obere Teil ihrer Oberfläche] fein vergoldet, erhellen sie die Zwei Reiche wie die Sonne.
Niemals hat es seit Anbeginn der Welt Vergleichbares gegeben. ….."
Interessant ist die Inschrift auf den Ost- und Westseiten.
Hier vermerkt sie, daß sie die Obelisken dem Gedenken an ihren Vater Thutmosis I. und Amun gewidmet waren. Es wird allerdings auch so interpretiert, daß sie hiermit ihre Rolle als Pharaonin legitimieren wollte. (*1)

Die Spitze des liegenden Obelisken am Heiligen See trägt auch interessante Inschriften.
Über der Abbildung der Königin Hatschepsut befindet sich eine Beischrift zur dargestellten Relief-Szene. Amun segnet und schützt die kniende Königin und übergibt ihr hiermit die Herrschaft der Beiden Länder (Ober- und Unterägypten).
Wörtlich ist hier zu lesen:
""Sprechen der Worte (das ist eine übliche Einleitungsformel für direkte Rede) durch Amun-Ra, den Herrn des Himmels: "Ich habe das Königstum der Beiden Länder, das mt des Atum, meiner geliebten Tochter Maat-Ka-Ra (=Hatschepsut) übergeben", die in aller Zukunft am Leben erhalten wird wie Ra."" (*2)

jetzt kommt bitte niemand auf den Gedanken, ich hätte es übersetzt!

Habe es nur aus den genannten Quellen übernommen.
Bei der zweiten Inschrift habe ich das in runden Klammern zum Verständnis eingefügt.

(*1) Wilkinson, Richard H.; Die Welt der Tempel im alten Ägypten. London 2000.
(*2) Höber-Kamel; Kemet Zeitschrift – Jahrgang 10 - Januar 2001/Heft 1

Anmerkung:
Die Spitze des Obelisken habe ich zum besseren Betrachten aufrecht gestellt und den Hintergrund weg genommen und eingefärbt.

Kommentare 15

  • monif 4. September 2007, 12:31

    Hervorragende Doku und Bearbeitung!

    Liebe Monika... ich möchte mich mal für all deine schönen Bilder und dazugehörenden Beschreibungen bedanken. Dein Wissen über das alte Ägypten ist phänomenal!!!
    DANKE

    LG Moni
  • F A R N S W O R T H 28. August 2007, 13:53

    Ich hoffe Du hast Dich beim Aufstellen nicht verhoben!
    Toll, wie Du Deine Fotos hier hochlädst.
    Gefällt mir, lieben Gruß mario
  • Reinhold Müller 28. August 2007, 13:42

    Du mußt ja einige 10.000 Jahre alt werden, bis Du alle bearteiteten Steine der Region gesehen, fotografiert und vor allem auch so gut beschrieben hast.
    LG Reinhold
  • Marion Voege 27. August 2007, 14:37

    Deine Präsentation ist dir gut gelungen....so wie die Bearbeitung..:o))
    Text - Info...wie immer einfach spitze..
    Solche Aufnahmen mit reichlich Info...finde ich super interessant !!
    LG Marion
  • fot-as-hh 27. August 2007, 10:30

    die inschriften sind knacke scharf. super.
    lg
    andrea
  • H-Jürgen K... 26. August 2007, 20:50

    Wieder eine Deiner gut kommentierten Zusammenstellungen.
    Wirklich klar und informativ.
    Soviel hab ich 2001 als ich an dieser Stelle war nicht mitbekommen.
    LG. Jürgen
  • Monika Jennrich 26. August 2007, 19:19

    An Alle,

    möchte mich für die freundlichen Anmerkungen und das Interesse an meinen Bildern bedanken.
    Ich freue mich sehr darüber !

    @Frank,
    Du hast schon recht, mit Deiner Bemerkung, den Ausführungen der meisten Reisleiter sollte man mit Vorsicht begegnen.
    Auch dieser Aussage hier, mit dem "Feuerchen machen und kaltes Wasser drüber gießen", würde ich nicht trauen.
    Ich behaupte mal, das sind Schauergeschichten, worüber man nur Schmunzeln kann.
    Thutmosis III. hat z. B. den noch stehenden Obelisken ummantelt, an der Spitze ist noch zu sehen, daß später in der Amarnazeit die Figur und der Name von Amun getilgt wurde.
    Man brauchte also nicht solche Feuerspielchen zum ursurpieren.
    In der Literatur ist nur zu lesen, daß dieser Obelisk umgefallen und zerbrochen ist. Gründe davon werden nicht genannt, vielleicht auch nicht genau bekannt.
    Wie ich schon unter einem anderen Bild schrieb, gab es verschiedene Katastrophen, die diesen Tempel heimsuchten und zu der jetzt noch zu sehenden Zerstörung führte.

    Wenn man sich mal die verschiedenen Theorien zum Transport und Aufstellen der Obelisken durchliest, dann glaube ich kaum, daß man so einen Obelisken einfach ausbuddeln, umlegen würde, nur um ihn zerstören zu wollen. Dafür gab es keinen Grund und ob techn. möglich ???

    Lieben Gruß Monika.
  • Melanie Jo. 26. August 2007, 18:48

    Bohaaaaaaaaaa ist die Zeit vergangen.Schon viel zu lange ist es her das ich davor stand.
    Aber deine Aufname zeigt mir, wie all deine Aufnahmen von Ägypten, das es sich lohnt immer wieder dorthin zu fliegen.
    Wunderschön !!
    LG
    Melli
  • Ingrid Vetter 26. August 2007, 18:02

    Du zeigst hier eine sehr schöne Präsentation des Obeliken, aber auch dein Text ist wieder interessant und lehrreich.
    lG Ingrid
  • Jopi 26. August 2007, 16:41

    Das gefällt mir jetzt aber richtig gut!!
  • Helga Hack 26. August 2007, 12:13

    Sehr schön zusammengestellt und beschrieben! Das gefällt mir sehr gut!
    Lieben Gruß!
    Helga
  • Kerstin Jennrich 26. August 2007, 11:34

    tolles bild
    der rahmen sieht besser aus als das letztere
    lg dein kind
  • Frank Dro 26. August 2007, 11:24

    Eine klasse Aufnahme und wie immer hervorragende Doku. Laut Aussage unseres Reiseleiters (also mit Vorsicht zu genießen) 2003 wurde dieser liegende Obelisk zerstört. Man legte ihn wie links im Foto auf zwei Böcke, machte Feuer darunter und übergoß ihn dann mit kaltem Wasser. Durch den Temperatur-schock zerbrach er dann. Liegt vielleicht daran, daß man diese feinen Arbeiten schlecht überarbeiten und usurpieren konnte.
    LG Frank
  • Reinhard... 26. August 2007, 11:02

    Wohl einer der bedeutensten Obelisken der Gesichte, klasse präsentiert Monika!

    LG
    Reinhard
  • ReMo-49 26. August 2007, 5:15

    Hallo Monika, deine Bilder und speziell deren Bearbeitung werden immer besser. Mein Kompliment.
    Etwas enttäuscht bin ich allerdings dass die Übersetzung nicht von dir stammt, ist vermutlich schon ein paar Tage früher erfolgt, aber ich gehe davon aus, dass du deren Richtigkeit doch überprüft hast ;-))
    Liebe Grüße aus dem heißen Südwesten
    Reiner

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