Diese Website verwendet Cookies, um verschiedene Funktionalitäten bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Zugriffe zu analysieren. Durch die Nutzung dieser Website erklärst Du Dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Weitere Informationen  OK

Was ist neu?

Julie Sassoon

40. Freiberger Jazztage (23.04. – 28.04.2014)
Ort: Freiberg / Stadt- und Bergbaumuseum / Untermarkt
Datum: 26.04.2014 - 17:00Uhr
Julie Sassoon (GB)

Besetzung:
Pianistin Julie Sassoon - Solokonzert

Sie kam von der Klassik zum Jazz und von Manchester nach Berlin: Die britisch-jüdische Pianistin Julie Sassoon. Ihre deutschstämmige Familie, die im Dritten Reich vor der Nazi-Verfolgung nach England floh, hatte große Schwierigkeiten, Sassoons Umzug zu akzeptieren. Doch die Künstlerin hat noch nie den einfachen Weg gewählt.
Auch für ihre Kreativität dauerte es eine Weile, bis sie den passenden Ausdruck fand. So studierte sie zunächst sowohl Musik als auch Malerei, bevor sie sich schließlich ganz auf die klassische Musik konzentrierte. Wirklich glücklich machte sie diese Wahl allerdings nicht.
"Immer drehte sich bei mir alles um Klassik, aber als ich die Universität abschloss, dachte ich: 'Ich höre gar keine klassische Musik.' Miles Davis, Joni Mitchell oder Stevie Wonder - das sind die Künstler, die ich liebe. Ich spielte also nicht die Musik der Menschen, von denen ich wirklich beeinflusst wurde."
Julie Sassoon entschied sich für einen radikalen Bruch, wandte sich von der Klassik ab und begann, Jazz zu studieren. Gleichzeitig fing sie mit eigenen Kompositionen an - ein Risiko, das sie gerne einging. Sie nehme nie die sichere Straße, sagt sie über sich selbst.
Das Ergebnis sind wunderbar versponnene, fast schon mystisch wirkende Stücke wie etwa "New Life". Ihre Werke sind dabei immer Ausdruck dessen, was sie fühlt – auch und gerade in der Auseinandersetzung mit ihrer Mutter, die Sassoon als sehr dominant beschreibt. Sie sei orthodox erzogen worden, Religion habe eine große Rolle gespielt, sagt die Pianistin. Ebenso die Schoah: Die Eltern ihrer Großmutter wurden in Auschwitz ermordet, ihre Oma konnte zeit ihres Lebens nicht darüber sprechen, ohne zu weinen. So war der Holocaust zwar immer präsent – allerdings ohne, dass die Familie wirklich über ihn sprach.
www.deutschlandradiokultur.de


Hörbeispiel:
Julie Sassoon WHAT THE CHURCH BELLS SAW.... . = 17:15 min.
https://www.youtube.com/watch?v=_c0H3ojofe0

Julie Sassoon - 'New Life' (part 1) - Live at the Bflat, Berlin = 7:54 min.
https://www.youtube.com/watch?v=jXcszdxKKUg

Web-Seite: Julie Sassoon
http://www.juliesassoon.com/

Web-Seite der IG-Jazz Freiberg:
http://www.freiberger-jazztage.de/



Kommentare 9

  • TheRealMonti 19. Juli 2014, 13:45

    Sehr schönes, intensives Künstlerfoto das absolut überzeugt. Gefällt ausgezeichnet. LG Monti
  • Brigitte Specht 17. Juli 2014, 17:37

    ....Du hast sie in einem tollen sehr konzentrierten Moment hier aufs Foto gebannt...!
    Toll finde ich auch Deinen informativen Text dazu!
    L.G.Brigitte
  • MTfoto 17. Juli 2014, 5:51

    sehr konzentriert !
    tolles Bühnenportrait !
    + + +
    mit Gruss MT
  • Sigrid Springer 16. Juli 2014, 22:32

    klasse hast Du diesen Moment festgehalten und Ihre Mimik zeigt, das sie sehr vertieft ist, sehr interessante Doku

    LG Sigrid
  • rocktimes 2 16. Juli 2014, 21:18

    Fantastisches Lichtspiel und sehr gefühlvolle Szene...+++
    SG Martha
  • Martina Maise 16. Juli 2014, 18:27

    Eine feinfühlige Vorstellung - In Wort und Bild.
    Hier begeistert mich, das Spiel mit Licht und Schatten.
    Eine sehr gekonnte Aufnahme!

    LG Martina
  • Hans-Jürgen Schaller 16. Juli 2014, 16:33

    voll konzentriert
    und ja, das licht optimal gemeistert
    lg
  • Erwin Oesterling 16. Juli 2014, 12:59

    Hans-Joachim, das Licht hat hier ja extreme Einflüsse, die es Dir nicht einfach gemacht haben.
    Den Einsatz der Künstlerin hast Du hier vortrefflich dargestellt.
    Gruß Erwin
  • Herbert W. Klaas 16. Juli 2014, 12:42

    Hans , die Pianistin hast Du in einem optimalem Moment aufgenommen ! Sehr intensiv spielt sie ihre Musik , man sieht es ihr an .
    Auch die angehängte Totale finde ich sehr schön !
    LG Herbert