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Jette H.


Basic Mitglied, Bremen

~ Johanniskraut ~

Johanniskraut - auch Blutkraut, Hartheu,Herrgottsblut, Hexenkraut, Jageteufel, Johannisblut, Mannskraft, Sonnwendkraut, Stolzer Heinrich, Tausendlöcherlkraut, Teufelsflucht, Tüpfelhartheu, Tüpfel-Johanniskraut, Wildgartheil genannt.


Hält man ein Blatt des "Tausendlöcherlkrautes" gegen das Licht, dann sehen die Exkretbehälter wie kleine Löcher aus. Es galt daher vor allem als ein Heilmittel für Stich- und Schußverletzungen. Der Sage nach stammen diese Löcher vom Teufel, der aus Bosheit über die Macht, die dieses Kraut über böse Geister und über ihn selbst besaß, die Blätter mit Nadeln zerstochen haben soll.
Die "Blattnerven" werden als Nervensignatur gedeutet und zerreibt man eine Blüte zwischen den Fingern, so tritt blutroter Saft aus, Signatur für das Heilmittel gegen Blutarmut und Menstruationsbeschwerden. Der Legende nach stand die Pflanze unter dem Kreuz Christi und jede Blüte fing einen Tropfen seines Blutes auf.

Der Name "Stolzer Heinrich" (nicht zu verwechseln mit dem "guten Heinrich") ist auf die Heilwirkung zurückzuführen - in Depression getrunken, kann man anschließend wieder als "stolzer Heinrich" auftreten - und dann wieder braucht man vielleicht folgendes Rezept aus einer alten Handschrift:
So einer durch zauberische Liebe von Sinnen gekommen und unsinnig worden, dem kann man also helfen: "Nehmet Johanniskraut anderthalb Hand voll/ edlen Dorant zwei Hand voll/ und siedet dasselbige in drei Maß Wein/ davon laß den Kranken trinken abends".
Die aphrodisische Wirkung des Tees (10 g pro 1 l Wasser) oder des Johanniskrautweins (20 g der ganzen Pflanzen oder getrockneter Blüten in 1 l trockenen Weißwein eingelegt) entsteht durch das darin enthaltene Tannin, daß das Nervensystem, insbesondere im Genitalbereich, anregt..

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