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Was ist neu?

Klaus Arator


Pro Mitglied, Royal court

JEDEM DAS SEINE

Inschrift des Ausgangstores des KZ Buchenwald.
Es zeigt den Zynismus der Nazischergen.
Zynismus deshalb, weil die Schrift innen angebracht ist, so werden die Opfer noch nach dem Tode verhöhnt.

Da das Sprichwort hier auf so unglaubliche Art und Weise
missbraucht wurde, sollte man es nie mehr benutzen!!!


Leica Digilux2

siehe auch:

Vergessen, Verdrängen, Erinnern
Vergessen, Verdrängen, Erinnern
Klaus Arator

Kommentare 34

  • Gunnar Krebs 14. November 2009, 19:35

    der spruch hatte ursprünglich eine völlig andere bedeutung und wurde eigentlich von dem schwarzadlerorden in der latainischen version gebraucht.was die nazis draus machten zeigst du ja hier sehr eindringlich. sehr gute aufnahme.

    lg gunnar
    meine umsetzung des themas
    Zynismus
    Zynismus
    Gunnar Krebs
  • Hanna28 8. November 2009, 1:32

    Ich bin der Meinung, dass selbst die Redewendung nie ganz neutral war, bzw. beinhaltet sie ja gewissermaßen schon etwas Verachtendes - habe jedenfalls noch nie gehört, dass Jemand diese Worte gebraucht hat, um eine ehrliche, von Herzen kommende Toleranz auszudrücken.Im historischen Kontext betrachtet, haben die Nazis dieser Grundtendenz noch einmal ordentlich nachgeholfen - das Foto bringt mich fast zum Weinen, so etwas Abscheuliches den eigenen (Menschen-)Brüdern anzutun, ist eigentlich doch unvorstellbar, wäre es nicht geschehen. Eindrucksvolle Aufnahme, die einem diese schlimme Zeit wieder ins Gedächtnis ruft und einem die Macht der Worte vor Augen führt.
  • Klaus Arator 21. Juni 2007, 18:51

    @ Alle
    Ich bin doch recht froh, dass es so viele Menschen gibt, die die Erinnerung an diese Greueltaten bewahren, damit sie sich nicht nochmal wiederholen!
    @G.M.Pollmann: Dass es den Spruch schon vorher gegeben hat bestreitet keiner, aber mißbraucht in dieser menschenverachtenden Form haben es nur die Nazis!
    LG
    Klaus
  • C A L i s t o 21. Juni 2007, 15:06

    in der tat erschreckend, habe ich selbst diesen ausspruch bislang völlig unbedarft verwendet.
    in zukunft allerdings nicht mehr. thx!

    grüsse, calisto
  • El Brasso 20. März 2007, 16:05

    "Da das Sprichwort hier auf so unglaubliche Art und Weise
    missbraucht wurde, sollte man es nie mehr benutzen!!!"

    Tz, BILD-Niveau. Pseudo-Anteilnahme passt wohl auch sehr gut
  • GMPollmann 7. März 2007, 11:12

    um den einen oder anderen mal aufzuklären: der spruch wurde nicht erst von den nazis erfunden und stammt auch nicht ursprünglich vom tor in buchenwald. der begriff suum cuique wurde schon vor 1500 jahren von kaiser justinian als rechtsgrundsatz verwandt.

    also nicht zuviel der ehre an die nazis...:-)
  • Antonia W. 13. Februar 2007, 15:28

    stimmt schon. man sollte es nicht mehr nutzen

    wird man aber nocht.

    vergangen ist vergangen.. scheiße wars, gutzumachen ist es nie wieder.
    jedem das seine kann freiheit bedeuten.. in diesem fall mehrere arten der freiheit und nichtfreiheit..
  • Klaus Arator 6. Februar 2007, 12:31

    @Axel: Unter Ausgangstor ist gemeint, dass der Text nicht von außen, sondern nur von innen zu lesen ist.
    Selbstverständlich gingen die Bewacher dort ein und aus. (siehe die Baracken hinter der Schrift) Es ist richtig, dass da nur ein kleiner Teil der Insassen wieder raus kam, nach der Befreiung durch Einheiten der 3. US-Armee...
    LG
    Klaus
  • Kay Jung 6. Februar 2007, 7:50

    Das ist ja gerade der Zynismus, die verhönung der Opfer sogar nach dem Tod.
  • Axel Feuerberg 27. Januar 2007, 17:31

    Wenn man sich schon mit dem sensiblen Umgang mit Worten auseinandersetzt: Wieso eigentlich "Ausgangstor"? Viele Menschen sind ja wohl nicht aus Buchenwald "herausgegangen".
  • Danuschka 4. November 2006, 10:27

    Einfach nur zynisch! Ein weiterer Hohn gegenüber den Opfern!
  • AngelOne 30. März 2005, 17:37

    Welch furchtbar dunkle Zeit.
    Diesen Spruch verwende ich auch nicht mehr, seit ich davon weiß. Genauso wenig wie ich als Anmerkung je sagen könnte "Arbeit macht frei". Das sind gebrandmarkte Sprüche, die man nicht mehr verwenden sollte.
  • Stefan Negelmann 15. November 2004, 11:17

    Ich denke, es kann nicht oft genug erinnert werden - beiträge, wie der entfernte zeigen, wie viele banalisieren wollen und am liebsten die Geschichte umschrieben...

    Sprache IST auch Waffe - zu der des Dritten Reiches empfehle ich immer wieder ""LTI" - Lingua Tertii Imperii - von Victor Klemperer.

    Danke an klaus für das Bild und an Wolfgang für seine sehr treffenden Worte.

    Viele Grüsse
    Stefan
  • Klaus Arator 15. November 2004, 9:18

    Danke an die Admins, dass der Beitrag eines Falk Schaafs, der die Gräuel des Nazi-Regims hier verharmloste,
    gestrichen, sowie sein account gelöscht wurde.
    Das wichtigste war ja den acount zu löschen.

    Zum besseren Verständnis füge ich den entfernten Text nochmal ein:

    Zitat Falk Schaaf:
    "Habt ihr den Arsch offen?
    JEDEM DAS SEINE wird heute noch regelmäßig benutzt und
    jeder ist sich der bedeutung einig...jedem das seine!!!!

    Ihr könnt doch nicht jedem Spruch, der während der NS Zeit benutzt wird ein Verbot aussprechen. Wenn ihr das machen würdet, dann wäre der Deutsche Wortschatz schon um die hälfte geschrumpft.

    Die NS Zeit ist VERGANGENHEIT UND UNWIDERRUFLICH!!!!! Geht vorran mit eurem leben und trauert nicht den Taten nach, die eure Väter/Großväter vollbracht haben. Wisst ihr denn nicht, dass die meisten Deutschen überhaupt nichts von den KZ Lagern gewusst haben? Menschen in Weimar haben nichts von den Grauetaten in Buchenwald gewusst, obwohl das Lager nur ein paar Km entfernt lag.

    Ich bin kein NS Spinner oder ein besserwisser. Ich kann es
    nur nicht ab, dass Leute wie ihr, die höchstwarscheinlich
    noch nichtmal auf der Welt waren, ihrem Senf zu einem
    Thema abgeben worüber sie fast nichts wissen."
    MfG
    Falk "

    Jetzt kann sich jeder ein Bild machen warum wir nie müde werden dürfen gegen das Vergessen zu kämpfen!

    LG
    Klaus