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Was ist neu?

Frank Stefani


Free Mitglied, Farchant

Interessant ...


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Bekanntes
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Dass im Sommer die Sonne zur Mittagszeit sehr hoch am Himmel
steht, ist bekannt. Auch dass sie dann schon im Nordosten
aufgeht und erst im Nordwesten wieder unter. So kommt es
zu den langen Sommertagen, die uns viel Licht geben.

Im Winterhalbjahr ist das andersrum: Die Sonne geht erst im
Südosten auf und bereits im Südwesten wieder unter. Die Tage
sind kurz und die Nächte sehr lang. So ist das mit der Sonne.


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Unbekanntes
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Weniger bekannt ist, dass der Mond über's Jahr ebenfalls einen
ganz eigenen Rhythmus entwickelt. Seine Auf- und Untergänge,
seine Phasen und seine Kulminationshöhen wechseln nicht nur
über den vierwöchigen Mondzyklus, sondern auch im Jahreslauf.

Im Sommer wandert der Vollmond tief über den Horizont - so wie
im Winter die Sonne. Im Winter steigt er dagegen hoch hinauf,
um weit über unseren Köpfen die lange Nacht zu erhellen.

Anders bei den schlanken Mondsicheln, sie verhalten sich
genau gegenteilig: Im Winter schleichen sie niedrig über
den Südhorizont und bieten dadurch viele Gelegenheiten
für stimmungsvolle Relief- oder Silhouettenfotos:


Im Sommer stehen die schmalen Mondsicheln wiederum hoch am
Himmel und können nur während der Auf- und Untergangszeit
zusammen mit der Landschaft fotografiert werden. Vom selben
Standort aus gesehen, befindet sich das folgende Motiv 90 Grad
(eine viertel Drehung!) weiter westlich (rechts) als das vorige
Motiv. Ersteres liegt im Süden, das folgende im Westen:


Im SOMMER steht also die SONNE mittags am höchsten,
während der VOLLMOND tief unten bleibt.

Im WINTER steht die SONNE dagegen sehr niedrig,
während der Vollmond hoch hinauf steigt.

Die schlanken MONDSICHELN verhalten sich wie die Sonne.


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Nachvollziehbares
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Dass die Mondsicheln sich mit ihrer Himmelsbahn ganz ähnlich
wie die Sonne verhalten, ist leicht einzusehen: Was bedeutet
es denn, wenn wir eine Mondsichel sehen? Es bedeutet, dass
die Sonne den Mond sehr stark von der *Seite* her bescheint.
Der Mond steht also - von der Erde aus gesehen - in der Nähe
der Sonne, geht daher in der Umgebung der Sonne auf und unter.

Bei Vollmond dagegen steht der Mond *gegenüber* der Sonne und
bekommt volles Licht. Würden wir vom Zentrum des Mondes einen
Stab mitten durch die Erde stecken, dann würde dieser auf der
gegenüber liegenden Erdhälfte genau in Richtung der Sonne zeigen.

Die beschriebenen Phänomene sind zum Winteranfang und um
den Sommeranfang herum am deutlichsten zu beobachten. Dann
sind die betreffenden Positionen am extremsten. Zum Herbst-
oder Frühlingsbeginn nivelliert sich das: Tage und Nächte
sind ungefähr gleich lang, Sonne und Vollmond gleich hoch.


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Bilderlink
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Im vergangenen Juni, stand die Mondsichel ungefähr dort, wo heute der Vollmond war:


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Aufnahmedaten
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Canon 10D :: Zeit 1/100 sek :: Blende 6.3 :: ISO 100 :: Brennweite 200 mm (Faktor 1.6x)
Kurz vor Sonnenaufgang am 18.11.2004, Dunst und hochnebelartige Bewölkung

Kommentare 10

  • Sabine Luckner 8. Januar 2005, 1:48

    Frank, ein tolles Bild, vorallem mit dem Gipfelkreuz.. klasse zu sehen. Mit meinem Mond von vergangener Woche kann ich wohl nicht mithalten ;)
    Und Deine Erklaerungen sind gold wert... du uebertriffst Dich immer wieder selbst. Thks for sharing... Gruss Sabine
  • Stefan Rohloff 29. November 2004, 10:41

    Sehr schön hast du das beschrieben :-)

    Dass der Vollmond sich gegenläufig zur Sonne verhält hatte ich schon kapiert, dass die Sicheln aber ähnliche Bahnen wie die Sonne ziehen hatte ich mir noch nicht überlegt ...

    Danke und liebe Grüße, Stefan
  • MI M 29. November 2004, 6:59

    Hi Frank,

    In der Tat interessant...!
    Verstehst es immer wieder Sachen auszugraben, die einen geläufig zu sein scheinen, es aber in Wirklichkeit nicht sind...!
    Der leichte Schleier über dem Mond, gibt dem Bild etwas geheimnisvolles...!

    LG
    MIM
  • Kerstin Langenberger 28. November 2004, 20:21

    Ich liebe deine Erlärungen; du gibst dir immer so viel Mühe, uns nicht-Astronomen den Himmel verständlicher zu machen! Vielen, vielen Dank dafür!
    Das Foto gefällt mir übrigens deswegen so gut, weil es so wenig Fotos von einem verschleierten Mond gibt!
    Liebe Grüße aus dem dunklen Island - Kerstin
  • Conny Wermke 28. November 2004, 19:06

    Eine spannende und interessante Dokumentation!
    Deine Aufnahmen sind genauso beeindruckend wie die Texte dazu.

    LG Conny
  • Abstrakta Wahnsinn 28. November 2004, 17:33

    danke für die tolle erklärung, nun weis ich wenigstens, warum sich der mond im sommer oft hinter den herumstehenden häusern versteckt hält ;)))
    deine foto ist wiedermal sehr schön geworden, gewohnte qualität von dir :)) das motiv gefällt mir, weil ich den mond auch gerne mal fotografiere ;))
    lg kirsten
  • Au-delà des limites 28. November 2004, 17:20

    Sehr schönes Foto!
    Da wäre ich jetzt auch gerne.
    Vor Allem finde ich es aber immer wieder unglaublich, wie viel Mühe Du Dir mit den Beschreibungen gibst.

    Ein dickes Dankeschön!

    Gruß,
    --Achim
  • CA RA 28. November 2004, 16:45

    Klasse..... Deine Infos ;-)

    Gruß Carlo
  • Axel Stein 28. November 2004, 15:57

    Klasse Frank, ich freue mich immer wieder auf Deine schönen Bilder, aber auch ausdrückliche auf Deine interessanten und lehrreichen Anmerkungen dazu!
    Dankeschön :-))))
    LG,
    Axel
  • Dieter Hirschberg 28. November 2004, 14:59

    Frank ...ich liebe Deine erläuternden Texte zu Deinen Aufnahmen ! Klasse wie immer !

    Lieben Gruß

    Dieter

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Kategorie Natur
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