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Was ist neu?

Heiko Schulz ²


World Mitglied, Hannover

innere Leere

http://www.youtube.com/watch?v=ZDNr0NPFQWw


Innere Leere

Ein dunkler Stern, der fast verglüht war, traf einen anderen, der Feuer und Flamme war. Dieser andere Stern glühte voll Lebensfreude und erzählte vom Leben und all den Dingen, die das Leben so lebenswert machen. Der dunkle Stern merkte bald, dass ihm etwas wärmer wurde und bat seinen Besucher, doch etwas länger zu bleiben, weil ihm der Besuch so gut tat.
Und so blieb dieser helle Stern und erzählte und erzählte. Auf der Oberfläche des dunklen Sternes spiegelte sich der warme Schimmer seines Besuchers. Es fühlte sich wieder lebendig an.
„Bitte, bleibe bei mir. Mit dir ist das Leben viel angenehmer und es fühlt sich so warm an. Bitte bleibe. Ich kann ohne dich nicht sein.“
Da verspürte der helle Stern, dass ihm schauderte. Und er mochte auch nicht mehr seine Geschichten erzählen.
So flogen sie eine Weile stumm nebeneinander durchs unendliche All. Der dunkle Stern schimmerte leicht in den Strahlen seines Begleiters. Er fühlte sich lebendig.
„Versprich mir, dass du für immer bei mir bleibst!“
Da fühlte der helle Stern ein starkes, fast stechendes Brennen in sich und er hörte tief innen eine Stimme:
„Geh! Geh, bevor es zu spät ist.“
Und er verabschiedete sich von dem dunklen Stern.
Dieser musste erschrocken feststellen, dass seine gefühlte Lebendigkeit nur ein Spiegel eines anderen Lebens war.
So flog er weiter und auch die letzte Glut in ihm erlosch.

(© H. Sch.)

Kommentare 10

  • nyhr 23. Oktober 2009, 14:57

    Hallo Heiko,
    gegen diese Geschichte sträubt sich etwas in mir. Es hat eine Moral, die mir nicht gefällt. Ich denke an die mögliche Aussage, daß man sich von Menschen mit negativem Karma fernhalten sollte, was nur bedingt stimmen kann.
    Die Geschichte ist vielleicht auch zu stark für das Foto. Das Foto tritt dadurch in den Hintergrund.
    LG Karin
  • Marlise 18. Oktober 2009, 23:04

    Kein( Mensch ) Stern fühlt im anderen eine Schwingung
    mit,ohne dass er sie selbst in sich hat,
    wusste schon H.Hesse
    also gutenFlug
    (übrigens nyc ist leider schon Geschichte) lgr
  • Kerstin Schulz - Berlin 18. Oktober 2009, 10:43

    Traurig bekannt - und ein fast schmerzhaft passendes Bild dazu!
    Viele helle Sterne leuchten dann umso heller, um die Dunkelheit auszuleuchten - und verglühen dann selbst, wenn sie nicht aufpassen...
    Grüße Kerstin
  • gänseblühmchen 17. Oktober 2009, 23:23

    eine sehr traurig schöne geschichte..
    aber der dunkle stern hatte noch eine
    kurze zeit freude am leben ehe er verglühte..
    jeder hat sicher schon mal innere leere verspürt,
    da ist es schön wenn jemand leuchtendes dir hilft,
    nicht um sich, wie der stern, im anderen licht wohl zu fühlen,
    sondern um kraft zu schöpfen wieder selbst zu leuchten

    leuchtende grüße
  • bri-cecile 17. Oktober 2009, 21:44

    Schlimm, wenn man es selbst erlebt hat!!!!
    Schlimm jedoch für BEIDE Sterne!!!!!!!!!!!!!!
    Berührt mich (zu) seehhr!!!!!
    LG bri-cecile
  • Jürgen Hartlieb 17. Oktober 2009, 21:21

    Lass es nicht soweit kommen, schließlich dehnt jede Leere etwas aus, sonst könnte sie nicht existieren. Das macht sie abhängig von unsrer Wahrnehmung und erlaubt es- wie Du hier treffend zeigst - zu vergegenständlichen.
    Gruß Jürgen
  • Matthias Gallien 17. Oktober 2009, 21:02

    Leer.... innen und außen....
    LG Matthias
  • Zoom 61 17. Oktober 2009, 18:50

    Schöne Aufnahme.....traurige Geschichte !!
    Grüße Gabriela
  • D.Cemba 17. Oktober 2009, 17:32

    das ist bitter.....

    Sterne kann man nicht aufhalten...
    am besten man fängt selber an zu leuchten...
    Stark diese Perspektive !
    lg.
    Uli
  • Carmelo Bonanno 17. Oktober 2009, 16:57

    Gran belle geometrie.