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K.-H.Schulz


Pro Mitglied, Göppingen

Innenansicht vom Dom zu Speyer - Archiv

Knapp 20 Jahre nach der Vollendung von Speyer I ließ Heinrich IV. den Dom zur Hälfte einreißen, um ihn noch größer wieder aufzubauen: Im Mittelschiff wurde die Decke abgetragen, der Bau wurde um fünf Meter erhöht. Statt der flachen Holzdecke entstand das größte Kreuzgratgewölbe im damaligen Reichsgebiet, auch der Wandaufriss erfuhr entscheidende Veränderungen. Im Ostteil wurde der Bau bis auf die Fundamente abgetragen und auf bis zu acht Metern starken Fundamenten neu gegründet. Es blieben lediglich die unteren Geschosse der Chorflankentürme, sowie Teile des Querhauses erhalten. Die Krypta von Speyer I blieb nahezu unberührt.
Der Dom zu Speyer und die Bischofspfalz, um 1650
Im Todesjahr Heinrichs IV., 1106, war der neue Dom fertiggestellt: Mit einer Länge von 444 römischen Fuß (134 Meter) und einer Breite von 111 römischen Fuß (33 Meter) war er eines der größten Bauwerke seiner Zeit. In der Länge wurde Speyerer Dom von der Abteikirche von Cluny mit ihrer Vorkirche übertroffen, der umbaute Raum jedoch ist beim Speyerer Dom mit über 40.000 Kubikmetern größer. Diese Veränderungen unter Heinrich IV. sind in der Forschung als „Speyer II“ bekannt, wobei im heutigen Bau zwischen Bauteilen von Speyer I und Speyer II unterschieden wird
Am 7. August 1111, dem Tag des Begräbnisses Heinrichs IV. im Speyerer Dom, und am 14. August 1111 verlieh Heinrich V. den Bürgern der Stadt Speyer zwei Privilegien, die als Urkundeninschriften über dem Westportal des Doms angebracht wurden. Diese Inschriften sind nicht erhalten, es existiert aber eine Zeichnung, die sie zeigt. Im Jahr 2011, anlässlich des 950-jährigen Jubiläums, wurde eine Kopie der Texte über dem Hauptportal angebracht. Diese Kopie wurde aber mittlerweile wieder abgehängt.
Speyer zählte damals nur rund 500 Einwohner. Es hatte wohl machtpolitische Gründe, dass Kaiser Heinrich IV. einen derart großen Bau in dem nach heutigen Maßstäben winzigen Städtchen bauen ließ. Die römischen Kaiser hatten nicht nur weltliche, sondern auch kirchliche Macht. Der daraus resultierende Konflikt mit dem damals gerade erstarkten Papsttum kulminierte sodann im Investiturstreit zwischen Heinrich IV. und Papst Gregor VII. Die Größe und Pracht des Speyerer Doms unterstrich neben dem politischen insbesondere den religiösen Machtanspruch des Kaisers.

Kommentare 11

  • cubanacan 10. April 2014, 21:23

    Sehr schöne Dokumentation mit passend editiertem Text.
    In der Tat ist ist die Grablege der Salier nicht nur wegen Ihrer baulichen Wucht beeindruckend. Die geradezu reduzierte romanische Schlichtheit der Architektur offenbahrt die" Not" des damaligen Klerus auf eindrinliche Weise.
    Klasse Aufnahme auf "schwierigem Terrain"
    Auf alle Fälle, mehr als nur ein Kirchenbild.
    Sehr gut.
    VG
    C.

  • Otto Krb 6. April 2014, 22:53

    Sehr schöne Innenaufnahme, gut gewählter Blickwinkel...
    Liebe Grüße, Otto
  • Wolfgang Weninger 6. April 2014, 20:56

    dort möchte ich auch gerne hin, habe schon viel schönes davon gesehen
    Servus, Wolfgang
  • Vitória Castelo Santos 6. April 2014, 18:24

    Gefällt mir sehr gut!
    LG Vitoria

  • Sybille Treiber 6. April 2014, 17:40

    Die Aufnahme ist Dir gut gelungen, perfekt gemeistert das Spiel mit Licht und Schatten.
    LG Sybille
  • Doris Hellwig 68 6. April 2014, 17:25

    Das Foto gefällt mir ausgezeichnet eine exzellente Aufnahme von Dir!
    LG Doris
  • Fotofan9 6. April 2014, 17:17

    Aus schöner Perspektive hast Du ein tolle stimmungsvolle Aufnahme gemacht. LG Harald
  • Fred Welke 6. April 2014, 16:09

    Gewaltige Formen und Strukturen. Sehr beeindruckend. vg Fred
  • Linnemedia Fotos 6. April 2014, 12:39

    Sehr GUT ! Anzusehen
    G v Dieter
  • Sibille L. 6. April 2014, 11:37

    Eine schöne Innenaufnahme.
    Gefällt mir gut.
    LG Sibille
  • Günter K. 6. April 2014, 11:33

    es ergreift immer wieder beim besuch, diese zeitlose erhabenheit, diese tiefe ruhe und stille. man kann in sich "versinken". da gehe ich immer wieder mal gerne hin.
    lg günter