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Was ist neu?

Agora Bilddiskussion intensiv


Community Manager , Berlin

Innehalten

Die Spielregeln der Sektion Agora - Bilddiskussion intensiv findet Ihr hier: http://www.fotocommunity.de/info/Agora_-_Bilddiskussion_intensiv

Wer gerne selbst einmal ein Foto diskutieren lassen möchte, sende es bitte an: Bilddiskussion Intensiv@fotocommunity.net

Entstanden ist das Foto in Köln auf dem Bahnhofsvorplatz bei einer kleinen Fotosession gemeinsam einem fotocommunity Buddy.

Kommentare 22

    Die Diskussion für dieses Foto ist deaktiviert.

  • Agora Bilddiskussion intensiv 3. Juli 2011, 20:31

    Hier geht es weiter:

    Ich bedanke mich bei allen ganz herzlich für die rege sowie kritische Auseinandersetzung mit meinem Foto! Mich hat das weiter gebracht und motiviert. Vielen Dank! Tobias Dahm Tobias Dahm
  • Herbert Rieger 3. Juli 2011, 18:28

    Es gibt doch wirklich Kommentare, die einen das Fürchten lehren.
    Anmerkungen, die man eher als Anmeckerungen einordnen kann, sind dagagen noch harmlos.
    Solche Spitzenleistungen sind aber erforderlich um zu begreifen, wie unverhofft sich Katastrophen entwickeln können.
    Alles ist möglich.
  • Frau Ke 3. Juli 2011, 13:00

    am überraschendsten an dem Foto sind für mich die ruhenden Schuhe, z.B. rechts gut zu sehen. Hatte ich mir bis dahin nicht klar gemacht, dass die Füße beim Schreiten die längsten Ruhephasen "durchlaufen". Wenn ich bedenke, wie kurz ein Schritt dauert, überrascht mich, dass eine demnach gar nicht so lange Belichtungszeit ausreicht, um einen so deutlichen Wischeffekt zu erzeugen. Die Spielidee mit Ruhe/Bewegung/Belichtungszeit gefällt mir. Das vorliegende Ergebnis finde ich durchaus zeigenswert, es überzeugt mich aber nicht vollkommen. Woran das liegt, kann ich gar nicht genau bestimmen. Vielleicht ist es einfach die Silhouette der Hauptfigur, die ich, so breitbeinig frontal gestellt, nicht so ansprechend finde. Das schwarze Kabel - egal, wo es hinführt - und der ähnlich einem Patronengurt angebrachte Schultergurt lassen mich eher Militärisches als Meditatives assoziieren. Ich würde das Foto nicht durch schneiden beruhigen wollen, die diagonale Bewegung durch das Bild gefällt mir. Besser gefiele mir vielleicht (ausprobieren) eine Beruhigung durch mehr leeren Raum vorn. ... Randnotiz: erstaunlich viele junge Leute am Bahnhof unterwegs - ich dachte zunächst an ein Campusgelände. ... Die inhaltliche Deutung von Thomas Bregulla passt für mich sehr gut zu diesem Foto.
  • Kirsten 3. Juli 2011, 10:04

    spontan ein bild, das mich anspricht. das ich mir auch gern länger anschaue. gestolpert bin ich dann über die version von einsiedlerkrebs. die mich dann doch noch mehr anspricht. und dazu habe ich für mich beschlossen, dass das gut ist. dass die aufgeräumte version einfach klarer ist - was werbeagenturen ja auch zu nutzen wissen ;-) sicher noch deutliches verbesserungspotential - die idee aufgreifen und bei der aufnahme alles gewnüschte umsetzen. aber schon gut!
    lg
    kirsten
  • Thomas Bregulla 2. Juli 2011, 14:01

    Ich sehe das Bild als eine symbolische Darstellung der Vereinsamung in unserer Gesellschaft. Die Einsamkeit wird gesucht, mitten in der Menge, der Hektik, die uns mittlerweile fast überall umgibt. Es könnte eine Flucht sein, aber auch der dauerhafte Wunsch, den anderen zu entgehen. Fährt man in London in der Tube, ist es nicht nur "der gute Ton", Kopfhörer und etwas zu lesen zu haben, es wird schon fast erwartet. Schaut man die anderen im Wagen an, wird man schon beinahe als Privatspphäre Verletzer eingestuft.

    Die Bildidee finde ich gelungen, allerdings finde ich in der Umsetzung kleinere Schwächen. So sind mir die Verwischungen etwas zu ausgebrannt.
    Ein Schmankerl allerdings sind für mich die beiden "Socken" am oberen Bildrand, die ebenfalls "innehalten" zu scheinen. :)
  • Jens Lotz 2. Juli 2011, 12:20

    Warum nicht. Nicht jedes Bild muss harmonisch aufgebaut sein. Dieses hier erzeugt ästhetisches Unbehagen in mir, Kompliment an den Fotografen, denn. Hektik ist auch nicht harmonisch. Insofern finde ich den Verzicht auf gold,Schnitt hinsichtlich des Hauptmotiv`s oder gar die Platzierung in der Bildmitte als absolut passend für mich. Der Gegensatz zwischen Ruhe und dem wuseligen Drumherum wird sehr gut durch den Schärfekontrast wiedergegeben. Dies auch noch durch passende Farbkontraste gestützt, was auch für mich bedeutet, dass das Bild hier bei Wandlung in sw einen Teil seiner Wirkung verlieren würde. Auch der gedankenlos wirkende Schnitt mit den vielen unharmonischen Anschnitten stützt dies. So muss Unordnung sein!
    Was gefällt mir nun nicht so sehr. Der überstrahlte Hintergrund ist hier zwar ein passendes Gestaltungsmittel sowohl hinsichtlich Freistellung als auch um eine gewisse Agressivität der Umgebung auszudrücken, aber warum wird das nicht durch eine Überbelichtung beim Fotografieren gelöst, sondern durch nachträgliches Verschieben der Tonwertkurven.
    Und vielleicht ein Vorschlag für das nächste Mal. Auch ein Formkontrast könnte die Bildwirkung noch mehr stützen. Vielleicht den Hauptakteur sitzen lassen.
    Und der Kopfhörer könnte noch grösser sein, da sowieso nicht realitätsnah-übrigens warum auch? . Auch das verstärkt den Formkontrast noch mehr.
    Insgesamt hat der Fotograf eine passende Kongruenz zwischen seiner Intention und dem Bildtitel mit dem Foto erreicht. Das Bild gefällt mir zwar nicht, aber ich finde es gut umgesetzt.
    LG jens
  • Spukspecht 1. Juli 2011, 22:02

    Innehalten oder Abschotten, aufjedenfall "zur Ruhe kommen". Bei diesem Bild fällt mir das Sprichwort ein: "nur tote Fische schwimmen mit dem Strom". Ich finde das in dem Bild gut in Szene gesetzt.
    Das Verschwinden des Hintergrundes im Weis löst die Zentrale Person gut heraus. Das verwischte aller weiteren unterstreicht die Hektik, aus der sich der, ich sag mal, Darsteller herauszulösen versucht.
    Mich stört es da nicht, das die Person zum teil verdeckt ist. Was ich allerdings dabei suboptimal finde ist das leere Zentrum des Bildes. Meiner Auffassung nach, dreht sich die Welt mit ihrer Hektik weiter um mich, wenn ich innehalte.
    Bei einem Bild das mir so gewollt inszeniert und auch komponiert erscheint, hätte ich auch die innehaltende Person im Zentrum erwartet.
    Und was das Kopfhöhrerkabel angeht... Ich finde eher die Grösse, im Vergleich zu den heute winzigen mp3 playern Grotesk. Was jetzt aber nichts mit diesem Bild zu tun hat. ;-)
    Insgesamt ist das Bild für mich ein Treffer in Bezug auf die Aussage. Technisch gut gelöst, wenn auch mit kleinen Kompositionsfehlern.

    vg
    Karsten
  • Vera Böhm 1. Juli 2011, 5:24

    "Innehalten" als Titel? Also, ich sehe das eher als "Abschotten" und "Luken dicht machen" an. Das turnt vielleicht gerade diese Person an, die sich da im Mittelpunkt des Bildes befindet, aber nicht unbedingt mich!
  • Herbert Rieger 30. Juni 2011, 19:17

    Interessantes Bild, Darstellung von Hast und Turbulenz durch die Bewegungsunschärfe der vielen Menschen.
    Darin als "Fels in der Brandung" der Mann mit Kopfhöhrer, vermutlich ganz entrückt durch Musik ?
    Wirklich interessant.
  • GesineS. 30. Juni 2011, 14:53

    Sehr gelungen! und sehr ausdrucksstark, das gefällt mir am besten ;)
  • Manuela Kral (pippics) 30. Juni 2011, 8:52

    Das Bild hat mich auf den ersten Blick begeistert, da musste ich nicht einen Moment überlegen, ob es mir gefällt. Für mich ist es so, wie es ist, genau richtig. Die Farben, die angeschnittenen Menschen, die Bewegungsunschärfe, die im Weiß verschwindet, das alles passt wunderbar und verstärkt die Darstellung dieses unerträglichen Chaos und dieser unsäglichen Reizüberflutung, der wir täglich ausgesetzt sind. Die wohltuende Ruhe, die die Person im Mittelpunkt erlebt, kann ich förmlich spüren. Genau das würde ich auch gerne manchmal machen: einfach stehen bleiben und alles rundherum ausblenden.
    Gratuliere zu diesem außergewöhnlichen Bild, das ich mit echtem Wohlwollen betrachen kann/darf.

    LG Manu
    PS: das Problem mit dem Kabel könnte man leicht mit einer selektiven Tonwertkorrektur lösen, damit es sich vom Shirt besser abhebt.
  • Matthias von Schramm 30. Juni 2011, 7:14

    meine seherlebnisse der letzten jahre haben sich von dieser bildidee abgewendet. sie bleibt aber eine schlichte gute idee. der eine konzentrierte punkt, als paar oder als einzelner. drum herum der verzicht auf ordnung. aber beim mehrfachen hinsehen kommt dieser merkwürdige eindruck des schon oft gesehen auf (was freilich das problem des betrachters ist, aber in aller konsequenz auch das des bilderstellers). dieses bild ist ein gutes bild außerhalb der gewohnheiten, nicht mehr und nicht weniger und ich sehe dann die plakatwände auf den bahnhöfen, mit irgendwelchen lapidaren botschaften einer werbeagentur. das stört mich dann. die geschönt geordnete version von einsiedlerkrebs verstärkt diesen eindruck noch.
  • Der Jürgen 29. Juni 2011, 22:50

    ich finde es nicht schlecht, hätte aber mehr verdichtet. die einbeziehung von weniger menschen und geringerer fläche hätte die intention des bildes, ruhepunkt in der hektik, m. e. wirkungsvoller transportiert.
  • I arkadas I 29. Juni 2011, 22:26

    ich mag musik. ich mag die kopfhörer.. ich mag das wuschige.. die angedeutenen linien.. die farben passen auch.... das überstrahlte auch.. hmm.
    ich mag immer noch nicht .. bilder zu analysieren. aber das bild hat es geschafft. das ich es doch mach..
    .. könnt ja tatsächlich nen gutes bild sein.. ;)...
    .. aber was ist schon ein gutes bild...
    .. ;)
    .lg
  • AnnaCaravela 29. Juni 2011, 22:26

    Ich finde das Bild hat eine super Aussage. Der Mann meditiert mitten im Berufsverkehr. Er entspannt und zeigt den Leuten: schaut mal Leute, es geht auch entspannt. Man muss sich keinen Stress machen! Der weiße Hintergrund macht das Bild noch ruhiger und es siehtso aus, wie wenn hinter ihm nichts mehr wäre, aber die Leute merken das gar nicht. Es stört nicht dass er nicht in der Mitte ist.
  • Clara Hase 29. Juni 2011, 20:34

    PS - da die Menschenmenge irgendwie auch diagonal durchs Bild läuft, auch nur Beine zu sehen sind, sind halbe Menschen nach rechts oder links fortlaufend doch nicht schlimm
  • Clara Hase 29. Juni 2011, 20:32

    könnte direkt Werbung sein: wenn das alltagsrauschen an ihnen vorbeiziehen soll - hören sie doch mal wieder musik

    insofern finde ich das bild auch gut
    s-w ja, evtl ja - nur dann verschwinden die geistmenschen evtl noch mehr. für meinen geschmack hätten sie auch in der bewegung noch etwas mehr kontur haben können, auch wenn sie nicht erkennbar sein sollen. grad so dazwischen

    Das viele nicht-farbenweiss spricht mich nicht so an - ich hätte gerne schmenhaft auch hintergrund mitgehabt.
    denn wie häufig kommt es auch tatsächlich vor, das mensch sich mit seinen kopfhörern aus der menge herauszieht - nicht da ist und das mitten in der stadt, der bahn oder wie hier auch im getümmel der menschen.
    Inszenierung? Ja gelungen.
    mit restwünschen - halbe personen sind wirklich nicht so ganz optimal - aber insgesamt ein interessantes foto


  • jbw 29. Juni 2011, 18:24

    Innehalten und wenigstens dem Kopfhörer lauschen, dies ist hier schon gut gelungen;selbst wenn es etwas aufgesetzt wirkt.
    Sehr gut gefallen mir diese, sich schon fast auflösenden, 'Bewegungs-Hektiker',besonders rechts die Frau.
    Die überschneidende Person stört mich etwas,wie das schon erwähnte Kabel.
  • akphotographie 29. Juni 2011, 18:01

    Klasse Umsetzung des Bildtitels.
    Eventuell hätte ich die Überlagerung der innehaltenden Person mit dem Fußgänger vermieden. Ich denke, dann hätte es noch mehr Ausdruckskraft gehabt.
    Trotzdem ist es gut gelungen - Kompliment.

    LG
  • mario magersuppe 29. Juni 2011, 15:33

    Mir gefällt das Bild soweit gut. Was ich mag ist zb der Hohe weisanteil und das die Personen sich Halb darin auflösen, so das für mich das "Umgebung vergessen" gut Rüber kommt.

    Das Kopfhörerkabel sieht wirklich etwas Komisch aus, aber der Player IST an der seite, und das Kabel Läuft von da über die Gürtelmitte zum Rechten Ohr (sein Linkes) und verliert sich in der dunklen Farbe des Shirts

    Das er so Frontal steht bewirkt bei mir das Gefühl das er "reinkopiert" wurde und ich habe das gefühl das er einen anderen Winkel zum Rest hat.
  • Crystalline 29. Juni 2011, 15:27

    Mir ist eine mögliche Inszenierung unwichtig.
    Das Bild wirkt auf mich genau so, wie es dem Titel nach gewollt ist. Der Innehaltende (fast) im Mittelpunkt des Bildes, was ich gut finde. Gern hätte er auch noch etwas weiter aus der Bildmitte heraus rutschen dürfen. Die, die in Bewegung sind, umgeben den Ruhepol auf bewegungsunscharfe Art. Der Hintergrund erlischt bald im Nichts. Für mich ein Klasse Bild. Mit einem Wunsch meinerseits: Eine Reduzierung auf Schwarz/Weiß hätte nach meinem Dafürhalten die Bildaussage noch verstärkt.
    Cry:)
  • Agora Bilddiskussion intensiv 29. Juni 2011, 14:46


    Martin John schreibt:
    Das Foto ist für mich ein gutes Beispiel für inszenierte Fotografie unter Einbeziehung der vor Ort vorgefundenen Gegebenheiten und "Statisten".

    Einerseits eine klar erkennbare und sauber herausgearbeitete Grundidee: Das Innehalten, visualisiert durch den, einzig klar erkennbaren Menschen im Bildmittelpunkt, umgeben vom, durch Bewegungsunschärfe verschwommenen, hektischen Gewusel. Dicke Pluspunkte für die augenscheinlich vorhandene Idee (auch wenn dies nicht das erste Foto dieser Art ist).

    Kommen wir zum Negativen: mir ist die Pose zu eindeutig inszeniert. Die geschlossenen Augen, die Hände am Kopfhörer, die frontale Ausrichtung zum Betrachter … das sieht alles sehr gewollt, geplant - und damit nicht mehr wie ein zufälliger Schnappschuss aus, sondern eher nach "Stell dich mal dahin und mach dies und das". Mit anderen Worten: zu schön um wahr zu sein.
    Gleichzeitig frage ich mich, warum dem Menschen das Kopfhörerkabel anscheinend ursprungslos mitten aus dem Schritt wächst - normalerweise hängen Mp3-Player o.ä. doch eher seitlich am Gürtel. Das sind Kleinigkeiten, aber gerade wenn denn schon erkennbar heruminszeniert wird, man also alle Möglichkeiten hat, auf das Zentralmotiv einzuwirken, sollte man als Fotograf auf solche Dinge achten.

    Im Ganzen dennoch ein deutlich überdurchschnittliches Bild.