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Axel Lauer


Free Mitglied, Berlin

Indien 1

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Kommentare 17

  • Christoph Lauber 9. November 2004, 20:26

    axel, es ging, nach meinem verständnis, auch mehr um die art und weise, wie man sich als fotograf mit seiner umwelt auseinandersetzt.
  • La Imagen 8. November 2004, 22:05

    Nach soviel Kontroverse: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten der Fotografie (wie auch anderer - künstlicherischer - Ausdrucksmittel), und eines ist es eben, die Welt so zu zeigen wie sie ist, und ich findes es gut. Gruß ... Dietmar
  • Axel Lauer 7. November 2004, 22:53

    schön diese kontroverse!!
    aber um dieser ganzen unseligen altbekannten diskussion mal ein ende zu setzen-hier sind also ein paar "Hintergrundinfos".
    ort: Indien / Varanasi / Hauptbahnhof
    zur situation: sie saß in einer öffentlich einsehbaren und zugänglichen ecke des bahnsteigs, und zwar wie ihr sie auf dem bild seht.
    ich näherte mich ihr offen und gab ihr gestisch(zeigen der kamera (50mm-kein fernrohr-aber das kann man auf dem bild auch sehen) und fotografiergeste) zu verstehen das ich sie fotografieren möchte.
    sie gab zwar kein explizites zeichen der zustimmung, blickte aber während zweier fotos unverwandt in die kamera und gab kein zeichen des missfallens von sich.

    und jetzt noch etwas zur allgemeinbildung:
    wer immer sich ein wenig mit der kultur indiens beschäftigt( und das geht auch vom heimischen fernsehsessel aus) weiss folgendes:
    1tens: eine inderin (oder sagen wir besser eine gläubige hindi) würde lieber verhungern als sich nackt oder halbnackt in der öffentlichkeit zu zeigen.
    welchen schluss lässt das zu? sie ist nackt aus politischem protest? indische aussteigerin? psyschische erkrankung?

    2tens "Spendenarie"
    in indien herrscht das kastensystem.
    innerhalb dieses systems ist die unterste sprosse die kaste der "unberührbaren".
    aber es gibt noch etwas schlimmeres: nämlich UNS(dich und mich und tante erna.....)- die ausserhalb des kastensystems geborenen ungläubigen.
    kein gläubiger hindu nimmt essen aus der hand eines ungläubigen entgegen weil es als verunreinigt gilt.
    als ich versucht habe ihr etwas essen durch einen einheimischen bringen zu lassen wollte niemand kontakt zu ihr aufnehmen mit den worten "bad woman,crazy woman" etc.
    indien ist entgegen der hier herrschenden klischees gnadenlos.
    letztenendes hab ich ihr geld dagelassen.

    so jetzt habt ihr viel erfahren.
    abschliessende frage: ist das bild jetzt besser oder schlechter? EINDEUTIG NEIN!
    gruss axel
  • Christoph Lauber 7. November 2004, 22:20

    nachtrag:
    ein blick in axel's profil wirkt wunder
    :)
  • Christoph Lauber 7. November 2004, 20:36

    marko, es geht hier ja nicht um die sofortige übernahme von materiellen fürsorgepflichten, sondern um den direkten respekt für personen (in diesem fall sowieso schon unterprivilegiert, um's mal sehr neutral zu sagen).
    und zu Deinem zweiten absatz: es geht auch sehr konkret um den ganz offensichtlichen unterschied zwischen uns und Axel: er war da, Du und ich nicht. er kann sagen wer und wo das ist, Du und ich nicht, usw...

    zuhause kann jeder sagen 'ich behandle alle so, wie ich mir das auch für mich wünsche' - das ist aber wertlos. wertvoll ist nur die tat. und von verständnis allein ist auch noch keiner gesund und satt geworden.

    (bitte jetzt keine 'meine spendenliste ist länger als Deine'-diskussionen, das führt zu nichts. bitte auch diesen satz nicht krumm nehmen...)

    so, nun endlich mal zum bild:
    ich find's so-so: es gehört irgendwo in die oberen 5% der FC, aber es fehlt was. Axel hat sich vermutlich in der situation selbst mühe gegeben (er ist hin und hat sich zu erkennen gegeben und all das), aber was auch immer genau mit dieser frau ist: man sieht es nicht. ihre umgebung, ihr tag, was auch immer, all das bleibt der fantasie oder den begleitenden texten überlassen...

    :)
  • Maxx Müller 7. November 2004, 19:50

    *montag das ganze lesen will*
  • Mark. Mueller.. 7. November 2004, 1:53

    ich muss mich doch stark wundern, da wird dem Fotografen ins Gewissen geredet, er solle doch für das Wohl der Person sorgen. Klar, einfach im warmen Wohnzimmer zu sitzen und ferne Nachrichten über Elend und Tod zu sehen ist besser. Vielleicht hat der Fotograf sogar geholfen, vielleicht hat die Frau das aber auch gar nicht nötig vielleicht aber auch nicht gewollt.
    Aber egal, die Frage, die sich auftut ist doch die: Warum hilft der normale Mensch im Wohnzimmer in einem Industrieland nicht? Was macht diesen Reisenden, der sich vielleicht nett mit der Dame unterhalten hat, ihr Menschlichkeit und Verständnis schenkte mehr zum einem verpflichteten Spender als mich, oder dem, der ihm vorwirft nicht geholfen zu haben???
  • Dirk Hofmann 6. November 2004, 22:49

  • Matthias Schultheis 6. November 2004, 14:31

    @Dieter: ich habe es schon richtig verstanden und bin weit davon entfernt mir diesen Schuh anzuziehen aber mich nerven diese pauschalen "ihr"-Aussagen ein wenig (vor allem wenn sie so aggressiv daher kommen), selbst wenn es auf 99% zutreffen würde.
    Gruß
    Matthias
  • Matthias Schultheis 6. November 2004, 13:55

    @Dieter: kannst Du differenzieren oder ist es immer Deine Art alle über einen Kamm zu scheren?
    Gestehst Du mir zu, daß ich über das Foto hinaus Interesse an der abgebildeten Person und an den Umständen habe und ich sehr wohl sehen kann und keine Anleitung als Vorlage dafür brauche?
    Gruß
    Matthias
  • Christoph Lauber 6. November 2004, 10:57

    nix, der gessler kommentiert quasi alles.
    obwohl, faul isser geworden in letzter zeit.
  • Christoph Lauber 6. November 2004, 10:42

    bei den nackten ist auch ein anderes publikum, dieter.
    jetzt hoffe ich eigentlich nur, daß fritz nochmal auftaucht, aber das kann dauern, aller wahrscheinlichkeit nach.

    sein zweiter satz ist doch super. das hat nichts mit mitteleuropäischer alltagsfilterung zu tun, eher mit einer abscheu vor vermutetem elends-tourismus. durchaus gängig sowas.
    psychotisch oder hungernd sieht man auch nicht, wenn man nicht noch ein bißchen was mehr erführe.

    (ich kommentier das hier nur, wertfrei)
  • Thomas Solecki² 6. November 2004, 2:04

    Mann Mann.
    !!!
  • Matthias Schultheis 5. November 2004, 23:11

    @Axel: sicher steckt sehr viel in diesem Bild aber ohne Hintergrundinfo ist sie wohl mehr hungernd als psychotisch und das dürfte wohl schon einen kleinen Unterschied machen und steckt eben nicht im Bild, es sei denn Du behauptest, daß man ihr ansieht, daß sie Psychotikerin ist. Diese Info verleiht dem Foto zwar weder mehr noch weniger Ausdrucksstärke aber sie ist in meinen Augen (besonders in diesem Fall) sehr wichtig.
    Gruß
    Matthias
  • Axel Lauer 5. November 2004, 22:57

    @mathias: was willst du denn wissen? ausserdem sollte alles im bild stecken-falls nicht ist es entweder ein schlechtes bild oder der betrachter kann nicht sehen.
    der hinweis "lith" war für leute gedacht die korn, kontrast,blackdots etc für mängel halten und nicht für ein legitimes mittel künstlerischen ausdrucks.
    grüsse axel

    @fritz: warum denn gleich so bissig? darf man nur die lebensumstände zeigen in denen man selber lebt?
    dann sähe die fotowelt aber noch trauriger (voller katzen und blümchenfotos) aus als ohnehin schon.
    ausserdem ist sie weniger hungernd als psychotisch!
    wohnst du denn in einer bescheidenen kate und fotografierst mit einer lochkamera aus schuhkarton?
    grüsse axel

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