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Was ist neu?

Stefan Schraml


Free Mitglied, ca. Linz

Kommentare 13

  • Hans Kirchmeyr 14. November 2001, 23:48

    Hallo Stefan

    Ich bin tief beeindruckt wie du das Erlebte hier geschildert hast.

    Was für mich in der Folge der Ereignisse auch immer wieder interessant zu beobachten war, ist, dass wir alle untereinander eigentlich nie so viel darüber gesprochen haben. Vor Ort ohnehin praktisch überhaupt nicht. Aber auch später haben wir die Erlebnisse der anderen aus unserer Reisegruppe eigentlich viel mehr aus Interviews und Berichten gegenüber Dritten mitbekommen.

    Danke noch mal für diese Einblicke - auch für die vorangegangene äußerst nachvollziehbare und ehrliche Darlegung deiner Motivation zum Bild.

    lg Hans
  • Robert Bauer 11. November 2001, 23:55

    Lieber Stefan! Ich danke dir für diese ausführliche Schilderung. Es ist tatsächlich eine atemberaubende story behind this picture. Ich glaube, du wirst sie dein Leben lang in Erinnerung behalten. - Mehr möchte ich jetzt auch nicht mehr anmerken. Ich denke mal, wir setzen hier einen Punkt. Der Rest ist Schweigen, zumindest was mich anbelangt. Viele Grüße - Robert
  • Stefan Schraml 11. November 2001, 23:17

    Die Story zum Bild:

    Es war der wohl (meteorologisch) schönste Morgen während unseres Aufenthaltes in NY. Meine Frau und ich wollten zuerst den NYer Brokern in der Wall-Street bei der Arbeit zuschauen und danach auf Motivsuche durch die Stadt ziehen. Also stellten wir uns kurz vor 9 Uhr morgens des 11. Sept. in der Schlange vor der Börse, nur einige Blocks vom WTC entfernt, an. Kurz bevor wir das Gebäude betreten konnten, sahen wir am Himmel über uns eine Unmenge an Zettlen durch die Luft fliegen. Wir dachten eine eine megamässige Flugzettel-Werbeaktion und amüsierten uns über die Marketing-Methoden der Amis. Erst später stellte sich heraus, dass diese 'Zettel' Dokumente aus den Büros im WTC waren, deren Fenster durch den Crash geborsten waren.
    In der Börse: warten auf den Lift, mit Guide in den ersten Stock, Lifttür öffnet sich. Da hörten wir eine Dame lautstark befehlen: "Get all out here!" - Alle raus. Also wieder runter, raus aus dem Lift, auf die Straße (diesmal die andere Seite des Gebäudes). Auf der Straße lagen die Dokumente und Stücke von angesengter Dämmwolle herum. Jetzt erfuhren wir, dass ein Jet das WTC gerammt hat. Wir können das nicht glauben, halten es eher für ein sprachliches Missverständnis. Also machen wir uns auf den Weg.
    Zwei Ecken weiter habe wir das erste Mal Sicht auf den Südturm (im Bild der Rechte) des WTC. Wir sind fassungslos. Es ist schier unglaublich. Noch sind wir der Meinung, dass es 'nur' diesen Turm erwischt hat, halten es für einen Unfall. Durch Gespräche mit Passanten erfahren wir allerlei 'G'schichtln'. Zum Beispiel hören wir von 2 Menschen, die um 9 Uhr mit ihrer Arbeit im WTC beginnen hätten sollen, aber ausgerechnet an dem Tag zu spät kamen. Und wir erfuhren, dass auch der zweite Turm angegriffen wurde. Ebenfalls ein Passagierflugzeug. Die Unfall-Version wird plötzlich unwahrscheinlich. Terror? Wer?
    Den Tränen nahe (ehrlich) aber trotzdem neugierig, was wirklich los ist versuchen wir auf direktere Sicht (nicht unbedingt näher ran) zu gehen.
    Die Straßen waren menschenleer, außer jene, von denen man etwas sehen konnte, das Gebiet (fast) abgeriegelt. An der Ecke, wo wir in die Straße einbogen, von der ich dieses Bild gemacht habe, sahen wir eine abgebrochene Straßenlaterne und daneben das Bug(?)rad eines der Flugzeuge. Wir war ca. 2 bis 3 Blocks vom Unglücksort entfernt.

    "GO GO GO" schrie einer der Cops, die das Gebiet absperrten. Wir bekamen echt Angst und rannten um unser Leben. Allerdings ohne Grund, wie wir kurz darauf feststellten. Das war da einzige Mal, dass ich echte 'Scheißangst', ich will fast 'Panik' sagen, hatte. Sonst war’s 'nur' Angst, und vor allem Aufregung. Der Cop hatte volle Arbeit geleistet.

    Einige Meter weiter ist dann (unter anderem) dieses Bild entstanden. Wir standen also da, mitten auf der Straße, südlich des WTC, hinter uns quasi nur der Hudson-River. Wir blicken voll Entsetzen auf das brennende und rauchende Gebäude. Die Aussichtsplattform am Dach des Südturms, auf der wir 2(!) Tage zuvor gestanden sind, war durch den Rauch nicht mehr zu sehen. Man steht da und weiß nicht wie und was. Man kann irgendwie auch keinen klaren Gedanken fassen. Man hat die Kamera in der Hand und drückt ab, fast in der Hoffnung, dass es den Menschen was bringen könnte. 50.000 Leute sollen in 'normalen' Zeiten im WTC pro Turm gearbeitet haben. Die Menschen im 'oberen' Drittel des Gebäudes hatten kaum eine Chance, aus eigener Kraft ins Frei zu gelangen.
    Man versucht sich vorzustellen, was sich da drinnen wohl abspielen mag. Man kann es nicht. Auf Erfahrung (als FM) weiß ich, dass das schlimme an einem Brand oft nicht das Feuer, sondern der Rauch ist. Aber DIE werden das wohl berücksichtigt haben, wir sind ja schließlich in NY, NY, USA! Und man vermisst Rettungsversuche von außen (von innen konnte kaum etwas gerettet werden). Ein einsamer Hubschrauber kreist in weiter Entfernung, das war’s dann auch schon. Keine Löschbrücke, keine Plattformen um die Menschen zu retten (ach die werden doch noch rausgekommen sein, hofft man).
    Wie gesagt, man steht da, glotzt und versteht die Welt nicht mehr.
    Bei jedem neuen Stock, der vom Feuer 'übernommen' wurde, flogen zig Papierzettel durch die Luft. Meine Frau fragte mich, ob mir die unterschiedliche Fallgeschwindigkeit der Objekte auffiele, und was da wohl runter kommen würde. Für Papier oder Dämmwolle zu schwer, für Beton zu leicht. Ich schaute angestrengt, was sie wohl meinen könnte, da höre ich hinter mir mit einem Ton der Hoffnungslosigkeit und Resignation: "An other one is jumping." Da entdeckte auch ich an diesem 'Objekt' mit der 'unpassenden' Fallgeschwindigkeit Kopf, Hände und Füße - ich habe noch nie zuvor einen Menschen fallen gesehen. Sicherheitshalber informierte ich meine Frau erst am Abend über diese 'Objekte'. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die Firefighters Möglichkeiten zur Rettung der Menschen gefunden hätten, etwa in Form eines riesigen, etwa zwei- oder drei Stockwerke hohen 'Airbags' am Boden des Gebäudes.
    Erst danach hat sich herausgestellt, dass alle Hoffnung vergebens war. Ich war fast zornig darüber, dass man Menschen in Gebäude lässt, die man kaum im Griff hat. Ich will nicht sagen, dass ‚kleinere’ Unfälle nicht bewältigbar gewesen wären, aber Katastrophen eben dieser Art waren nicht unwahrscheinlich, Flugverkehr gab es in der Gegend genügend.

    Irgendwann kam meiner Frau der Gedanke, dass die Gebäude einstürzen könnten. Ich hielt das im ersten Augenblick als ‚Unfug’. Die Gebäude sind solide gebaut, Stahl schmilzt erst bei 1200 Grad, oder so. Aber was wenn doch Terror? Was wenn die Maschinen mit allerlei Brennbarem oder gar Explosiven beladen waren. Naja, möglich wär’s schon – wenn auch unwahrscheinlich. Ich habe versucht mir vorzustellen, wie so ein ‚Einsturz’ wohl ‚ablaufen könnte, um uns rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Ich bin davon ausgegangen, dass die Teile oberhalb des ‚Lochs’ abbrechen und herunterfallen könnten, am Boden zerbersten und spitze Trümmer über die Straßen schlittern. Also sicherheitshalber schön langsam zurück und an den Straßenrand. Ich glaubte es zu diesem Zeitpunkt noch nicht an einen Einsturz.

    Wir waren etwa 700 Meter vom Gebäude entfernt, immer noch auf dieser Straße. Ich wollte gerade den Film wechseln und hatte zu diesem Zweck die Kamera offen, als ich meine Frau irgendwie was von Einsturz schreien hörte. Ich habe keine Ahnung mehr wie sich das alles anhörte, mir fehlt quasi ebenso wie euch der Ton zum Bild. Die ersten Sekunden standen wir wie angewurzelt da, im aufkeimenden Bewusstsein, dass das Schlimmste doch noch nicht vorüber sei. Dann sahen wir eine Menschenmenge auf uns zulaufen, gefolgt von einer Riesenwolke. Auch wir liefen, allerdings nicht sehr weit da ca. 500 Meter hinter uns Manhattan zu Ende war. Keine Möglichkeit zu entkommen. Ich habe mich hauptsächlich vor der panischen Menschenmasse gefürchtet, weniger vor der Wolke. Als wir am Geländer zum Meer standen und die Leute auf uns zu rasen sahen, haben ich und einige andere nur mehr ‚Stop – Stop- Stop’ geschrieen. Einige sind bereits über das Geländer auf die Felsen der Uferböschung gesprungen, andere haben sich hinter irgendeinem Denkmal auf den Boden geworfen. Aber die Schreie haben Wirkung gezeigt. Der Menschenstrom hat sich dirigieren lassen. Fast unvorstellbar. Und Gott-sei-Dank keine wirkliche Panik.
    (Die Wolke war, wie ich später Fernsehbildern entnommen habe, ca. 40 – bis 50 Stockwerke hoch.)
    Mangels anderer Alternativen sind die Leute dann zum Stehen gekommen, die Wolke hat uns eingeholt, es gab keinen Ausweg. Nur mit einem Taschentuch vor Mund und Nase habe wir also dagestanden und den ärgsten Staub abgewartet. Irgendwann hat sich der Menschenstrom in Bewegung gesetzt. Jeder langsam vor sich hin trottend sind wir am Fluss entlang an der Südspitze Richtung Osten gezogen. Am Himmel war durch die Staubwolke endlich wieder Sonne auszumachen, weiße und schwarze Flocken sind gefallen, die Schuhe bis fast zum Knöchel in Staub, Asche und Asbest. Wie im Winter, im NUKLEAREN Winter. Unwirklich, trostlos und kalt, trotz der mindestens 20 Grad.
    Die Fähre nach Staten Island war die einzige Möglichkeit zu entkommen. U-Bahn und Busse oder Taxis haben den Betrieb eingestellt. Viele, sehr viele Menschen haben auf die vermeintliche Freiheit tapfer und geduldig gewartet. Aus irgendeinem Grund haben wir es dann aber doch vorgezogen, die Fähre nicht zu benützen sondern zu versuchen, zu Fuß in den Nordteil der Insel zu gelangen. Einige 100 Meter haben wir plötzlich einen Bus gesehen, wir wollten ihn erreichen. Erst am zweiten Blick ist mir sein schwarzes Heck aufgefallen. Das war der Grund vorerst keinen Bus zu nehmen (wäre auch der einzige gewesen). Wir waren aber bei einem Hotel mit klimatisierter Lobby. Die Rettung. Nichts wie rein. Kaum drinnen, endlich das Taschentuch weg. Man hat und gleich Wasser gebracht.

    So sind wir gesessen und haben auf die Straße geschaut. Wir wussten nicht, ob bereits beide Türme eingestürzt sind- ob es also ‚vorbei’ ist – oder ob wir noch etwas zu Befürchten hatten. Ich borgte mir ein Handy aus, um meine Eltern anzurufen, es gab kein Durchkommen. In diesem Moment ist nämlich der Nordturm (über den ein Großteil der Telefonverbindungen lief) ebenfalls eingestürzt. Es wurde finster. Richtig finster. Ein äußerst ungutes Gefühl bekamen wir in der Magengegend. Es ist uns aber nichts mehr passiert.

    Als sich der Staub etwas gelichtet hat, haben wir den Fußmarsch zum etwa 10 km entfernten Hotel angetreten. Um ca. 18 Uhr sind wir dort angekommen. Die Stadt war bestens organisiert. Auf den Hauptstraßen wurden Fahrstreifen für die Einsatzfahrzeuge freigehalten. Der Rest nur Stau. Die meisten waren zu Fuß unterwegs, da es mit den Bussen kein Vorwärtskommen gab. Aber alle waren nett und freundlich. An dieser Stelle ein großes Lob den Einsatzkräften (jenen die das Glück hatten, nicht vor Ort sein zu müssen. Für die finde ich keine Worte – sie haben Ihr Leben riskiert, und manche es leider auch verloren – als sie anderen helfen wollten) und den New Yorker Bürgen für ihre Großartigkeit und Hilfsbereitschaft.

    Endlich im Hotel freuten wir uns, dass den anderen unserer Gruppe (Hans war ebenfalls dabei) nichts zugestoßen ist. Wir waren ursprünglich in der Annahme, dass einige so Früh noch nicht auf den Beinen waren, von den anderen kannten wir die Ziele, keines davon war das WTC. Auch hier haben wir uns getäuscht, einige waren ebenfalls nahe dran.

    Da Attentat ist für mich nach wie vor unbegreiflich. Ich hoffe, so etwas wiederholt sich nicht wieder.

    lg
    Stefan
  • Stefan Schraml 11. November 2001, 21:29

    Hi,

    @Robert:

    Vielen Dank für deine Anmerkung. So, oder so ähnlich habe ich mir die Diskussion vorgestellt.

    @all:
    Ständig taucht die Frage nach der Motivation hinter dem Bild (sowohl vor Ort als auch beim Upload) auf. Um ehrlich zu sein, ich sie nicht klar definieren. Es ist mir auch selbst nicht ganz klar, was ich damit will. Eines allerdings weiss ich gewiss: Ich will niemand mit dem Bild verletzen. Provokation und Sensation sind mir ebenfalls zu 'negativ' in diesem Zusammenhang, auch wenn sie die Richtung treffen. Vielleicht kann ichs so umschreiben:
    1.) Ich will primär diskutieren, nicht provozieren. Da ich die Member der FC im Allgemeinen für vernünftige Leute halte, ist die FC meiner Meinung nach auch der geeignet Platz dazu.
    2.) Ich bin neugierig, nicht sensationsgeil.
    3.) Ich habe mir beim Entstehen dieses Bildes gedacht: Du kannst den Menschen hier nicht helfen. Das einzige was du machen kannst, ist zu versuchen, das Geschehene nicht vergessen zu lassen, und auch gegen 'Verzerrung der Wirklichkeit' anzutreten (
  • Robert Bauer 10. November 2001, 23:18

    Lieber Stefan: Zunächst einmal ziehe ich meinen Hut - für deinen Mut, dieses pic öffentlich auszustellen. Das Bild ist ohne Zweifel eine Provokation und als solche von dir auch auch gewollt. Dass du damit nicht nur Begeisterung ernten würdest, war sicherlich absehbar und wurde von dir billigend in Kauf genommen. Du wolltest dazu Meinungen hören - sie sind postwendend eingetroffen. Nun darfst du dich damit auseinandersetzen. Lass mich aber zum Schluss noch folgende - sachliche - Anmerkung hinzufügen:
    1) Selbstverständlich ist dein pic ein sensationelles Bild. Und selbstverständlich gehören solche Sensationen fotografisch dokumentiert. Welche Moral sollte es dir verbieten, auf den Auslöser zu drücken. Ich kann sie hier nicht erkennen. Reportagefotografen haben schlechterdings die Aufgabe, genau solche Bilder zu machen. Sie gehen anschließend um die Welt. Die Welt kann sich dann ein "Bild" davon machen, was passiert ist. Dein Bild hat somit die gleiche Rechtfertigung wie die Fernsehaufnahmen, die wir uns am 11.9.2001 und danach ein paar dutzend Mal hintereinander angeschaut haben, um trotzdem nicht zu begreifen, was da tatsächlich geschehen war. Ja, wir waren begierig, alles ganz genau zu erfahren. Jedes Bild, jede zusätzlich Information dazu haben wir aufgesogen. Es liegt nun einmal in der Natur des Menschen, hinzuschauen und nicht wegzusehen.
    2) Von einer Bilddokumentation auf die politische Gesinnung des Bild-Fotografen zu schließen, ist blanker Unsinn. Diesbezügliche Diskussionen ebenfalls und hier schon gar nicht!
    3) Die Frage, die mich interessiert, ist vielmehr eine ganz andere, und dazu hättest du lieber Stefan schon etwas Erhellendes unter dein pic schreiben sollen. Mich interessiert nämlich das, was wir nicht im Bild sehen können: die Befindlichkeit des Fotografen im Moment der Aufnahme und im Abstand von 2 Monaten danach. Oder wie man im Neudeutschen sagt: I would like to hear the story behind this picture! ... von einem, der mitten dabei war und unter Umständen um sein Leben gerannt ist? Wenn du ein solches Bild hochlädst, musst du auch etwas dazu erzählen können, und zwar von NY und nicht von Afghanistan!
    Viele Grüße von einem, der über Fotos diskutiert - Robert

  • Stefan Schraml 9. November 2001, 23:08

    ;-)

    Kontra-Meinungen sind durchaus ok, so lange sie so geschrieben werden, dass der Autor sich nicht hinter einem Pseudonym verstecken muss. %-)=

    lg
    Stefan
  • Hans Kirchmeyr 9. November 2001, 22:19

    Hi noch mal

    Es ist weniger die Frage, ob das Bild zu weit geht. Es geht eher darum, dass manche der Betrachter die Motivation, mit der du das Bild veröffentlichst für sich interpretieren und ev. moralisch in Frage stellen werden - und ob du damit leben kannst :-)

    lg Hans
  • Stefan Schraml 9. November 2001, 21:49

    @Hans:
    Mir gehts auch noch so ähnlich. Oft ertappe ich mich, wie ich die Blider beäuge, so als könnte ich es immer noch nicht fassen. Und eigentlich ist ja auch unfassbar.

    Bzgl W, ich habe mit sowas gerechnet. Bist du auch der Meinung, dass das Bild hier zu weit geht? Ich gehe davon aus, dass es im Kontext passt. Das Doppelbild, auch hier in der FC, auf dem in einem Teil das WTC heraus montiert wurde, fand ich auf den ersten Blick geschmacklos, da ich es zuvor in einer halblustigen Mail als Bilderrätsel bekommen habe. Im Kontext, mit der Erklärung des Senders, ist es aber ok. Im Gegensatz dazu zeigt dieses Bild die nackten Tatsachen, deshalb will ich wissen, ob es nicht doch zu weit geht.

    lg
    Stefan

    PS: Bleib drauf...
  • Hans Kirchmeyr 9. November 2001, 21:37

    Hallo Stefan

    Wenn ich diese Bilder seh' wird mir immer noch anders - und zwar körperlich. Vermutlich denk' ich einfach zu viel, jedenfalls kommt sofort wieder alles hoch... Find's selber irgendwie total übertrieben - bin ja kein Vietnam-Veteran oder so, aber es wird dennoch wohl noch 'ne Weile dauern, bis ich solche Bilder halbwegs emotionslos sehen kann.

    Witzigerweise hat's mir weniger ausgemacht als ich mir deine Papierabzüge durchsah, da wusste ich was kommt - aber hier in der FC hat's mich wieder mal kalt erwischt.

    Hans

    @Doubleju
    (Ich muss nix mehr dazu sagen, seh' jetzt beim zwischenzeitigen Reload gerade, dass Stefan schon geantwortet hat)
  • Stefan Schraml 9. November 2001, 21:30

    Hi Leute,

    Vorweg: Falls die Mehrheit (oder zumindest einige dafür sind, dass dieses Bild verschwinden soll, lösche ich es natürlich! Eine schwammige Anmerkung ist aber meiner Meinung nach zu wenig.

    Fast noch mehr als der Anschlag selbst, hat mich die Tatsache erschüttert, dass die einzige Supermacht der Welt, dagegen machtlos ist. Nicht nur den Anschlag zu verhindern, auch die Machtlosigkeit, die Menschen halbwegs effizient zu retten. Meiner Meinung (als ehemaliger Feuerwehrmann und Techniker) nach hätte es einen Notfallplan und Rettungsmöglichkeiten geben müssen. Es hätte ja auch ohne weiteres ein Unfall sein können, Flugverkehr gibt (gab) es dort genug.

    @Gabriela: Ja, (leider)
    @Mike & Kai: War nach der ersten Bemerkung auch ein bisschen perplex, wenigstens hat er sich gerechtfertigt und den blöden Text kommentiert.

    @) Und nun zu dir, Mr President:
    Ich finde deine Einstellung ok, mit deiner ersten Anmerkung hast du aber ziemlich über das Ziel geschossen. Auch deine 'Verkleidung' ist mehr als unpassend. Entweder traust du dich deinen Namen unter deine Texte zu schreiben, oder du schreibst halt nicht - sooo wichtig ist nun auch nicht. Aber die Verwendung deiner Synonyme gemischt mit Sarkasmus kommt mehr als blöd.

    2.): Was gibts am Bild selbst auszusetzen? (Um es mit deinem Sarkasmus zu sagen: Ist doch _nur_ ein Urlaubsfoto)
    3.) Sensationsfotografie: Ehrlich gesagt, könnte ich dir fast zustimmen. Allerdings hat mich nicht mehr (oder weniger) als Neugier zum Ort des Geschehens gehen lassen. Das ist, so glaube ich, ein durchaus legitimes Verhalten. Oder wäre Davonlaufen besser???? (Nochmals: Neugier, nicht Sensationsgeilheit). In Anbetracht der Tatsache, dass ich keine, nicht die geringst Chance hatte, irgendwie zu helfen, stehe ich als mit dem Fotoapperat in der Hand vor dem Unfassbaren. Warum also nicht abdrücken, quasi als beständige Erinnerung an das Schrecken? Falls es etwas gab, dass ich in damals tun konnte, war zu fotografieren. Und vielleicht gegen das Vergessen ankämpfen. Sensationsfotografie ist etwas anderes: zB Helfer aus Bilderwut bei der Arbeit zu behindern.
    Ich kann es auch nicht als Sensationslust empfinden, dieses Bild ca. 2 Monate nach dem Ereignis öffentlich auszustellen. Das hätte ich wohl früher machen müssen, oder?

    4.) Nachrichten und FC: Dir ist wohl der Nachrichtenchannel in der FC entgangen? Auch dass viele Mitglieder der FC Fotos zu Ihren Gedanken in diesem Zusammenhang hier ausstellten? Guter Tipp: Sieh dich mal genauer um.

    5.) Deine erste Bemerkung: Wie schon gesagt, ziemlich geschmackslos (ich wollte fast 'schwachsinnig' schreiben).
    Wenn du deine Meinung kundtun möchtest, dann in geeigneter Form! Verschiedene Meinungen sind ok, sogar erwünscht. Aber, wie gesagt, der Ton macht die Musik.

    6.) Thematik und Krieg:
    6.a): Wo habe ich geschrieben, welche Meinung ich zu den Geschehnissen habe. Lass das Hellsehen, du kannst es nicht.
    6.b): Ich werde mich auch weiter der Kundmachung meiner Meinung zum Krieg verwehren. Nur soviel: Mit ein paar Millionen USD am Konto ist man ein armer Schlucker? Leidet die afganische Bevölkerung unter den Taliban? Wie siehts mit dem Drogenlieferungen aus? Ist Terror besser als Krieg? Besonders dann, wenn einem unverhofft während der Arbeit an eines schönen Tages eine Boing 767 um die Ohren fliegt? Oder haben es sich die Menschen des WTC verdient? Ist es nicht einfacher, sich auf einen Krieg (auch als Zivilbevölkerung) einzustellen, als auf einen feigen Anschlag? Fragen über Fragen... (Und falls du es nicht kapiert hast: hier steht nirgends, dass ich den Krieg ok, oder gar toll finde - allerdings auch nicht das Gegenteil).

    Ich hoffe, Mr President, du liesst den Text bis hierher.

    lg
    Stefan
  • Kai Hertweck 9. November 2001, 9:10

    Das Foto an sich ist soweit ok. Als Mitglied einer Feuerwehr muss ich aber sagen, dass deine (W. Busch) Anmerkung denkbar unpassend ist!
  • Mike Wefers 8. November 2001, 22:44

    @w.: Spitzenmäßig! Das Post Scriptum kann man auch unter eine passendere Bemerkung setzen...ich fnde sie jedenfalls nicht besonders witzig...
  • Gabriela Ürlings 8. November 2001, 22:20

    Hast Du das selber aufgenommen ??? G.G.