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K.-H.Schulz


Pro Mitglied, Göppingen

Impressions of Kloster Obermarchtal - Archiv

Die Silhouette der barocken Abteikirche, die am Rande einer Weißjuraplatte oberhalb der Donau liegt, beherrscht heute den Blick auf den Ort Obermarchtal. In dieser markanten Lage hatten um 775/779 Familienmitglieder der Alaholfinger ein dem hl. Petrus geweihtes Kloster errichtet, das sie dem Kloster St. Gallen übertrugen. Offenbar bedrängten Verwandte das Kloster, so dass sich das monastische Leben nicht entfalten konnte und vor 805 wieder erlosch. Ende des 10. Jh. verfügte Herzog Hermann II. von Schwaben über Burg und Pfarrkirche in Marchtal. Der Konradiner Hermann II. richtete vor 993 zusammen mit seiner Frau Gerberga in der Burg (Flurbezeichnung: Steinenburg) ein den Aposteln Petrus und Paulus geweihtes Stift für sieben weltliche Kanoniker ein. Um die Stiftskirche herum entstanden eine Kirche und Kapellen (Pfarrkirche B. V. Mariae, Michaelskapelle, Oratorium Johannes des Täufers). Nach dem Vorbild der Konradiner Hausstifte an der Lahn sollte wahrscheinlich ein Hausstift aufgebaut werden. Nach dem Tode Heinrichs II. verlor Marchtal an Bedeutung und die Ausstattung des Stiftes gelangte auf dem Erbweg in die Hand weltlicher Personen (im 12. Jh.: Bertha von Kellmünz bzw. Elisabeth von Bregenz [3 Präbenden], Herzog Konrad von Schwaben [1], Kaiser Friedrich I. [1], Salome von Emerkingen [1], Ranzo von Neufra [1]). Vor dem großen Burgbezirk hatte sich wahrscheinlich schon im 11. Jh. eine kleine Siedlung gebildet. Auf der anderen Seite des Marchbaches entstand eine neue Burg im Stil des 11. Jh. (Flurbezeichnung: Alteburg). Einige weltliche Kanoniker werden im 12. Jh. genannt, über das Leben im Stift gibt es keine Quellen.

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