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Impressionen aus Colmar - Archiv

Impressionen aus Colmar - Archiv

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K.-H.Schulz


Pro Mitglied, Göppingen

Impressionen aus Colmar - Archiv

Colmar wurde als Königsgut unter dem Namen Columbarium (Taubenhaus) im Jahr 823 erstmals urkundlich erwähnt. Anfang des 13. Jahrhunderts – wahrscheinlich nach 1214 – wurde der Ort Colmar auf Veranlassung des Landvogts Albinus Wölfel (oder Wölfelin) mit einer Ringmauer umgeben, die 1220 fertiggestellt war. 1226 wurde Colmar durch eine Urkunde des römisch-deutschen Kaisers Friedrich II. zur Stadt erhoben und wurde Freie Reichsstadt.
Der Rat der Stadt übergab 1360 die Macht an die Berufskorporationen. Im 14. Jahrhundert trat Colmar dem Zehnstädtebund bei. Seit 1564 bestand in Colmar, wie auch in anderen Städten am Oberrhein, eine bekannte Meistersinger-Schule. Josel von Rosheim führte 1548 einen Prozess für die Juden der Stadt Colmar vor dem Reichskammergericht wegen des seiner Ansicht nach unzulässigen Marktverbotes der Stadt für die Juden.
Schwendi-Brunnen von Frédéric-Auguste Bartholdi, errichtet 1898 zu Ehren von Lazarus von Schwendi
Am 15. Mai 1575 wurde in Colmar der erste reformierte Gottesdienst abgehalten, in der Franziskanerkirche, heute Église protestante Saint-Matthieu.[5] Trotz der geographischen Nähe zu wichtigen Zentren der protestantischen Bewegung wie Straßburg, Basel und Schlettstadt hatten die Colmarer Protestanten erst nach einem halben Jahrhundert zähen Ringens die Genehmigung ihrer liturgischen Bräuche durch die Stadtverwaltung durchsetzen können.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde Colmar 1632 von schwedischen Truppen belagert und eingenommen.
Truppen des französischen Königs Ludwigs XIV. besetzten Colmar im Jahr 1673. Mit dem Frieden von Nimwegen 1679 wurde Colmar Frankreich zugeschlagen und Sitz der Allgewaltigen Ratsversammlung der Provinz Elsass. Colmar bekam 1791 den Sitz der Verwaltung des Departements Haut-Rhin. Im 19. Jahrhundert besaß Colmar eine leistungsfähige Textilindustrie.

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