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Die Chantal


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Kommentare 5

  • Die Chantal 23. Mai 2005, 16:21

    @Detmar
    Vielen Dank für deine sehr ausführlichen und lehrreichen Anmerkungen!
    Muss aber doch noch mal was dazu schreiben: leicht zu übersehen war dieser Kerl wirklich nicht, das lag zu einem an der relativen Größe und dem wirklich knalligen Orange. Dadurch bin ich ja erst aufmerksam geworden!
  • Detmar K. 22. Mai 2005, 23:38

    @ Katrin: Die Art wird gen Norden hin seltener, wird dann teils vom seltenen Spiegelfleck-Dickkopffalter abgelöst. Palaemon besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräume von nass (zB. offene Stellen wie Schneisen und Wege in nassfeuchten Wälder, Moorgebiete) über mäßig feucht (z.B. Wiesen mit angrenzenden Hecken) bis hin zu ganz ganz trocken (Trockenänge an Waldrändern). Hauptsache in der Nähe von Gehölzen.

    Dieser "kleine Knirps" wird öfters übersehen, einmal wegen seiner geringen Größe, zum anderen weil er oft gerade mal ein paar Meter in oder knapp über der Krautschicht umherfliegt.

    Es gibt aber noch einen dritten, praktischen Grund weshalb er nicht auffällt: Außerhalb des Waldes kommt palaemon nur in direkter Nähe von Waldrand- oder Heckenstrukturen mit (und das ist wichtig) direkt anschließenden Wiesen vor. Wege am Waldrand grenzen leider meistens direkt an den Waldsaum ohne einen natürlichen Übergang von Bäume-Sträucher-Wiesen zuzulassen. Genau auf diese Wege spazieren wir braven Zweibeiner die ganze Zeit. Wer palaemon also sichten will muss sich auch mal trauen abseits der Wege entlang der Wald- und Heckenränder zu spazieren (auch wenn der Bauer das vielleicht nicht so gerne sieht ;-). Nur zu "fett" dürfen die Wiesen nicht sein.

    Die natürliche Biotopstruktur findet sich dagegen oft im Wald: breite Waldwege werden oft von grasigen und kräuterreichen Wegränder gesäumt, erst dann schließt die Strauch- und Baumschicht an. Für palaemon also sehr interessant. Alternativ mal auf feuchtnassen Schlagfluren bzw. Windwurfflächen gehen, oder grasige Forstwege die kaum genutzt werden.
  • Katrin MeGa 22. Mai 2005, 21:22

    Bei uns habe ich noch nie so einen Schmetterling gesehen - sieht gut aus! Interessante Anmerkungen hast Du da ja gekriegt - toll, immer diese Experten.
    LG Katrin
  • Karl-Heinz Willenborg 22. Mai 2005, 20:43

    Der Gelbwürfelige Dickkopffalter scheint ja im Moment vielerorts unterwegs zu sein, bei uns auch. Dein Bild gefällt mir.
    SG K-H
  • Detmar K. 22. Mai 2005, 19:17

    Fast! Gelbwürfeliger Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon), um genau zu sein!. Das mit dem "Würfel" ist immer etwas verwirrend (für mich zumindestens): es gibt nämlich noch die Gruppe der Würfel-Dickkopffalter. Die besteht aus zwei Gattungen: einmal die verschiedenen Pyrgus Arten, die teils schwer auseinanderzuhalten sind (häufigste Art ist der Kleine Würfel-Dickkopffalter, Pyrgus malvae). Als zweite die Gattung Spialia mit nur einer Art (der Rote Würfel-Dickkopffalter, Spialia sertorius).

    Und zu allem Überdruß gibt es dann noch einen Falter, der nennt sich Schlüsselblumen-Würfelfalter oder auch Frühlings-Würfelfalter (Hamearis lucina), bei der Art handelt es sich nicht um einen Dickkopffalter. Das mit den deutschen Namen ist leider immer ein Geeiere, da diese nicht wissenschaftlich festgelegt sind (für obengenannte Falter gibt es noch verschiedene weitere deutsche Namen...)

    Schade dass die linke Forderflügelspitze nicht scharf ist, die linken Flügeln dürfen hingegen ruhig unscharf sein. Ist aber eine schwierige Perspektive.

    SG, D e t m a r