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Was ist neu?

Agora Bilddiskussion intensiv


Community Manager , Berlin

Ich habe meinen Weg vor Augen

Spielregeln der Sektion Agora - Bilddiskussion intensiv findet Ihr hier: http://www.fotocommunity.de/info/Agora_-_Bilddiskussion_intensiv




Wichtig:

Hier werden unkonstruktive und/oder verletzende Anmerkungen gelöscht. Wir bitten darum die Diskussion aufs Bild zu fokussieren und persönliche Streitigkeiten, genauso wie irgendwelche Vermutungen über den Bildautor, aus der Diskussion herauszulassen.

1. Das Foto darf noch nicht auf der fotocommunity veröffentlicht worden sein
2. Der Fotograf bleibt bis zum Schluss anonym und darf sich erst in einem Schlusskommentar äußern, den er an uns ( Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net ) vorher sendet.
3. Bitte teile uns direkt mit, ob Du als Fotograf ( UserID) nach der Diskussion genannt werden möchtest.
4. Schreibe 2-3 Sätze zur Entstehung des Fotos

Kommentare 40

    Die Diskussion für dieses Foto ist deaktiviert.

  • Agora Bilddiskussion intensiv 25. Oktober 2012, 11:49

    Hier geht es weiter:

    -lennART- schreibt:

    Ich bedanke mich für die interessante Diskussion.
    Es gab viele verschiedene Meinungen, wobei meinem Empfindens auch einige gute dabei waren.

    Die Diskussion half mir auf meinem Weg weiter :) Ein paar der Verbesserungsvorschläge kann ich zukünftig bei meinen Bildern beachten und anwenden.

    Ich wollte eigentlich keinen langweiligen Blick darstellen, eher einen auf den Weg konzentrierenden Blick. Das rechte, leicht geschlossene Auge sollte ein fokussieren auf meinen Weg darstellen.

    Eigentlich habe ich diese Arbeit für Kunst (10. Klasse) gemacht. Die Aufgabe war: sich öfters in ein Bild zu schneiden und dabei mit seinem Ich in Verbindung zu treten, sodass aus dem Bild eine tiefere Bedeutung entspringen kann (wie im Surrealismus am Beispiel Magritte). Am Freitag gebe ich es meinem Lehrer ab und hoffe auf eine gute Benotung :)
    Ein paar der Verbesserungsvorschläge habe ich schon auf dem Bild angewandt :)

    PS: Ich fände es toll, wenn ich demnächst viele weiterbringende und hilfreiche Kommentare auf meinem Profil erhalte :)
  • sue29 25. Oktober 2012, 1:38

    Ich habe das Foto angeklickt, weil es mich auf den ersten Blick direkt angesprochen hat und ich neugierig gewoden bin. Die Idee ist auf jeden Fall toll!
  • Wolf Schroedax 24. Oktober 2012, 23:53

    Es geht hier nicht um die IDEE sondern um das KONZEPT einer Fotoshoparbeit, denke ich. Das Konzept, oder die Struktur (z.B. der Lebensweg) muss erst noch mit Ideen gefüllt werden... und mit Gefühlen
    Im übrigen stimme ich Rüdiger H. (15:33) in der Präzisierung der Begriffe zu.
    Nur :: Der Bildautor meinte mit Unterbewußtsein
    natürlich sowas wie Überich; im Bild dargestellt durch das große im Hintergrund dämmernde Augenpaar.

    @Art ist ::: the middle of may be und may be not ...
    ( Denk nur nicht, es ginge uns schlecht ...)

  • Walter L.S. 24. Oktober 2012, 22:53

    Hallo Unbekannterweise,
    dieses Bild, das Motiv (nicht Bildmotiv) "ich habe ein Ziel vor Augen" ist eigentlich genug, Diese lange suggestive Beschreibung des Photographen/in hindert den Leser die Möglichkeit eigene Phantasie zu entwickeln, hat man die lange Beschreibung gelesen dann ist der Zauber den ein Bild haben kann leider verflüchtigt.Es ist als würde ich ein Buch lesen , aber die letzten 2-3 Seiten zuerst. Kritik über Technik ist möglich aber bei solchen Bildern die keine Nurfotos sind bringt es kaum was da es fast ausschließlich um die Idee geht
    Gruß
  • Art ist 24. Oktober 2012, 22:40

    ...,bla , bla , bla,....Klasse,Kreativ...
    und wie es mir gefällt !!!!!!!!!!!!!!
    Nichts desto Trotz,lasst es euch allen gut gehen !
    Edgar
  • Karl-Dieter Frost 24. Oktober 2012, 19:17

    Ich sehe das Bild in der Vorschau - es spricht mich an und macht mich neugierig, es zu öffnen. Ich sehe einen jungen Menschen, der konzentriert in die Zukunft blickt und sich auf ein Ziel fokussiert. Mag sein, dass der Bildtitel mich als Betrachter beeinflusst - aber warum nicht? In den meisten Fällen benutzen wir den doch alle, um eine bestimmte Wirkung zu verstärken oder gar erst zu erreichen?

    Für mich ist der Titel stimmig. Der junge Mann steuert geradlinig auf ein nur ihm bekanntes Ziel zu. Die Straßenmarkierung verstärkt diese Zielstrebigkeit. Sein Schritt ist manchmal gelassen selbstbewusst und manchmal eilend, so als könne er das Ziel nicht schnell genug erreichen. Sollte er Umwege planen? Wozu?! Er weiß was er kann und was ihn erwartet!

    Ich weiß nicht, ob ich die Selbstbeobachtung (das hintergründige Augenpaar) ohne dann doch den Begleittext zu lesen, so gedeutet hätte, wie es sich der Bildautor vorgegeben hat - egal, für mich ist es ein interessanter Versuch den Gedanken bildlich mit einzubringen, dass die eigenen Vorstellungen einem Umfeld entspringen, das einen geformt hat und das einen auch ein Stück weit auf seinem Weg begleiten wird.

    Dass hier sowohl von Überfrachtung als auch von fehlenden Elementen und von anderen gestalterischen Ansätzen gesprochen wurde, liegt natürlich in der (gewünschten und meist hilfreichen) unterschiedlichen Sichtweise der Betrachter. Dass der Bildautor hier zu viel von seiner beabsichtigten Intuition schriftlich preisgegeben hat, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ich denke, das gehört auch zu Agora?? Man hat doch die Wahl, das Bild zunächst allein auf sich wirken zu lassen! Und junge Menschen, die sich derart bewusst a) mit ihrem Leben und b) mit einer fotografischen Aufgabe auseinandersetzen, machen mir Freude!

    KD
  • Anne G. 24. Oktober 2012, 17:08

    den ausführungen von janne jahny kann ich mir wort für wort anschließen. ich danke also zunächst janne, dass sie mir ( ungewollt ) die mühe erspart hat, meine gedanken so ausführlich in worte zu fassen. um dennoch etwas auszuführen : mir fehlen bei dieser nahezu geometrisch konstruierten umsetzung einer idee das kunstvolle, das lebendige und auch verspielte....was dann als wirkung beim betrachter ein GEFÜHL auslösen würde. alles was bei dieser arbeit hier bei mir ausgelöst wurde, sind gedanken . . . . die würde ich mir im prinzip lieber bei einem essay über das thema machen. - positiv finde ich den weg, den der fotograf hier geht : er hat sich gedanken gemacht, sich viel mühe bei der umsetzung des themas gegeben und genug mut aufgebracht, sich hier der kritik zu stellen. dass dieses engagement bleibt, würde ich dem bildschaffenden wünschen. alles gute, anne
  • Wolf Schroedax 24. Oktober 2012, 10:32

    @Gebrauchsanweisung ::: Der kleine bleiche Dino hat längst verstanden, warum die bildlich Kommunizierenden soviel Worte glauben machen zu müssen. Sie müssen das Ding verkaufen, und bekanntlich gibt es
    die Gebrauchsanweisung kostenlos dazu. Das frei gestaltete Bild wirbt für sich selbst, und die Biografie der/des Autorin/Autors ist die Dreingabe. Die Kuratierenden hülfen nach Kräften ... War das je anders ?

    Der Autor hier folgt diesem Schema (noch?) vollkommen. Er wirbt für das, was er am besten zu kennen glaubt, nämlich für sich und seinen Weg. Eigentlich will er wahrscheinlich nur wissen, ob er handwerklich gut ist und nicht, ob die Gedankenschritte sich so (einfach !) in ein Bild umsetzen lassen. Ich meine, handwerklich offenbar ja, inhaltlich nee, die Symbolik (z.B. Auge-Seele) funktioniert nicht mehr.

    Die Diskussion zeigt ihm nun aber, dass seine Sache sehr verschieden ankommt. Die einen klopfen ihm auf die Schulter, andere rümpfen die Nase. Es regnet gute Ratschläge in Form von Ansprüchen und wiedersprüchlichen Regeln und Gesetzen der Komunikation auf ihn herab, Worthülsen zuhauf. Wichtig dürfte sein, dazu eine Einstellung zu finden. Schließlich sind die Diskutanden hier auch auf Werbetour - für sich natürlich !
  • Peter Golombek 24. Oktober 2012, 8:46

    Die Idee ist gut, jedoch bei der Umsetzung fehlen dir wichtige Gedankenschritte. Insbesondere bei einem Titel "...Weg vor Augen" kommt die psychologische Wirkung zu kurz. Wenn ich den Bild betrachte, so scheint mir "Dein Weg" recht langweilig. Der Gesichtsausdruck ist leer. Die Körperhaltung auf dem vorderen "Ich" sieht aus als würdest du 2 Eimer Kohlen tragen. Ist "Dein Weg", den Du vor deinen Augen hast wirklich so traurig, fad' und schwer? Keine Zuversicht?
    Wichtig ist, meiner Meinung nach, dass man sich bei einem solchen Projekt insbesondere auf die Wirkung konzentriert. Die Fotografie und das Computer-Composing sind nebensächlich, denn das scheinst du zu beherrschen.
  • Peter Odefey 24. Oktober 2012, 8:42

    interessant wie hier über das Bild diskutiert wird.
    die meisten gehen die Beurteilung des bildes von der Seite an was den Macher dazu motivierte und was seine Intention gewesen sein mag.

    Ich betrachte lediglich das Ergebnis und meine Kritik kann sich auch nur darauf beziehen.
    Was den Ersteller des bildes bewegte oder motivierte ist meiner ansicht nach egal.

    Nach klassischer Kommunkationslehre sag ich da mal: Der Sender ist dafür was beim Empfänger ankommt.
    Das gilt meiner Ansicht nach auch für Bildsprache.
    Und ohne evtentuelle Absichten des Macher des Bildes zu kennen.
    Dieses Bild ist in meinen augen eine Art Layout, ungeschliffen und für mich noch frei von einer transportierten Aussage.
    Es ist für mich visuell ganz einfach nicht aussagekräftig genug.
    Da sollte noch etwas mehr Schliff und Pepp rein.
    Grüße
    Peter
  • Piroska Baetz 24. Oktober 2012, 8:35

    ein nettes Idee finde ich immer gut, egal woher und von wen kommt es, und nachwuchs Talent ihre Arbeit immer gerne sehe in an.
    lg. piri
  • Jürgen W2 24. Oktober 2012, 1:04

    Ich finde das Bemühen um eine "Bildaussage", eine Botschaft, Message, oder so, sehr positiv.

    Aber eine der wichtigsten Regeln heißt: "Keep it simple".

    Dagegen verstößt der Fotograf / die Fotografin deutlich.

    Und gegen eine andere Regel: der Weg, den ich VOR Augen habe, ist nicht der, den man sehen kann, wenn man mir in die Augen blickt. Die Message dieses Bildes ist eher: so einen langen Weg habe ich schon hinter mir. Da passt es gut, dass der junge Mann auch etwas müde wirkt.
  • Sindbad48 24. Oktober 2012, 0:56

    ... ich finde die Idee des jungen Mannes als solche gut .Er hat sich Gedanken gemacht um das , was er hier präsentiert und `ne Menge Arbeit investiert, in das, was hier zur Diskussion steht, alle Achtung gebührt ihm dafür !
    Handwerklich betrachtet, ist an der Montage kaum etwas auszusetzen, sauber herausgearbeite Ebenen.
    Was mich stört, ist der Anspruch, den der vorangeschaltete Text an den Betrachter erhebt. Es liest sich für mich wie eine Bedienungsanleitung ...
    und genau diese braucht ein gutes Foto nicht.
    Es erwacht nicht durch Eigeninterpretation zum Leben, sondern erst durch das Betrachten selbst und die gelebte Interpretationsfreiheit der potenziellen Betrachter ...
    Müßte ich, ohne die Vorworte des Verfassers interpretieren, ... käme etwas ganz anderes heraus.
    Der Weg ist kein schlechter unter der Berücksichtigung aller vorausgegangenen Anmerkungen. Viel Glück !

  • Dr. Labude 23. Oktober 2012, 18:07

    Danke elevator!

    Mannomann. Wenn ich mir meine kreativen Arbeiten aus meiner Jugend ansehe ... es ist doch total normal, dass man eine Symbolik, die einen bewegt, als junger Mensch gerne "vorne am Bühnenrand" interpretiert. Subtilität ist ja eher was für die reiferen Jahrgänge.

    Klar hätte man das Bild auch ohne Fotoschopperei zu dieser Aussage kriegen können, vielleicht mit einem Weitwinkel in eine Allee bei kleiner Blende reinfotografiert, Scharf bis zum Horizont, oder, dann doch mit etwas Photoshop, etwas weiter hinten noch mal den Protagonisten, der sich rumdreht. Aber das wäre ja ein ganz anderes Bild.

    Ich finde das Gesicht gar nicht traurig. Ich finde, dass es einen entspannt-zuversichtlichen Blick ohne Euphorie trägt - und das passt eigentlich gut zur Bildidee.

    Wenn ich hier rummosern würde, dann vielleicht eher aus visuellen Gründen. Wenn er sich schon GEdanken gemacht hat, wie die Gleise zur Bildidee passen ( gut ! ), dann darf man sie ruhig sehen! also nicht Blende 4, sondern 16. Wer so gut freistellen kann, kann das Protrait auch durch Abdunkeln des Hintergrundes hervorheben. Und die "aus dem Auge fließende" Straße stört irgendwie mein ästhetisches Empfinden. So hat er seinen Weg nicht "vor" Augen, sondern "im Auge".

    Was man außerdem noch versuchen könnte, wenn das Bild in RAW geschossen ist, wäre, die Hintergrundfarbe ins Kalte zu verschieben. Das wäre aus meiner Sicht noch harmonischer. Und dann könnte man in den Augen noch etwas aufhellen und Sättigung erhöhen - huh, noch ein bisschen magischer.
  • Wolfgang Fendt 23. Oktober 2012, 16:45

    Einfach erstaunlich, wie tiefsinnig manche schon in jungen Jahren sein können. Gratuliere! Natürlich gibt es Verbesserungsmöglichkeiten. Aber in deinem Alter übertreffen dich wenige. Der Rest bringt die Reife und Erfahrung. Ein hervorragender Start. Deine Bilder in ein paar Jahren möchte ich sehen.
    Viele Grüße
    Wolfgang
  • schallundrauch73 23. Oktober 2012, 14:56

    Der Autor hat hier versucht alle von ihm beschriebenen Aspekte einzeln und symbolisch unterszubringen. Zu viel, wie ich finde.
    Hätte ich die Vorinfos nicht gelesen, würde ich denken, mir steht eine Figur aus Star-Trek mit Spezialfähigkeiten gegenüber, die mich warnend anschaut und schon mal eine kleine Armee losschickt, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen und diese durchzusetzen...
    Spannend wäre es gewesen, wenn der Autor in seiner Vorrede ein paar Infos zu den Hintergründen weggelassen hätte. Auf diese Weise hätte er (besser) überprüfen können, ob seine Intention bei den Betrachtern ankommt.
    Edit:
    Es ist aber auch schwierig eine so komplexe Fragestellung in ein Bild zu transportieren. Deshalb: dran bleiben!
    Gr. Andreas
  • elevatorjwo 23. Oktober 2012, 14:56

    Da sitzen sie nun zu Gericht, die Dinosaurier der Fotokunst. Urteilen, verurteilen, heucheln Verständnis, klopfen Dir jovial auf die Schulter und verstehen Dich doch nicht.
    Lass Dich nicht entmutigen, solche "unfotografischen" Ideen weiter zu leben. Nach menschlichem Ermessen wirst Du sie und Ihre Kritik überleben.
  • Claude Goergen 23. Oktober 2012, 12:46

    Persönlich mag ich "intellektuelle" Kunst nicht.mich sollte Kunst, wie Fotographie beim Beschauen ansprechen, irgendwelche Emotionen auslösen. Diese Arbeit (bewusst nicht geschrieben Foto) finde ich nach meiner bescheidenen Meinung komplett überladen , ausserdem stört mich die Strasse die ins Auge sticht wodurch die rechte Seite des Bildes schwerer wirkt. Drüber zu diskutieren dass ein Jugendlicher sich Gedanken über seine Vergangeheit, Gegenwart und Zukunft macht ist meines Erachtens ganz schön, hat meiner Meinung nichts mit Fotographie zu tun. Was tut der Betrachter wenn der Fotograf nicht da ist um zu erklären? Daneben möchte ich betonen dass Fotographie Kunst ist, und bei Kunst ist alles erlaubt. Hauptsächlich "auf teufel komm raus" experimentieren. Das ist top.
  • Kommissar-Lohmann 23. Oktober 2012, 11:57

    als mein Gesicht noch so jugendliche Züge aufzuweisen hatte - wäre ich nicht auf diese Idee gekommen!

    wirklich Respekt!!

    allerdings hat diese Montage für mein Empfinden nichts mit Fotografie zu tun... deswegen gibt es von mir aus auch keine Kritik
  • Clara Hase 23. Oktober 2012, 11:52

    Wolf - wir sehen ihn -logisch, denn er hat uns im Auge - die wir ihm im Wege stehen wie du sagst - oder auch sein Motiv/Menschen um ihn herum auf seinem Weg sind (sag ich)
    das leicht fixierende Auge ist schon für den fotografenblick vorgeformt worden...
    bis man 70 Jahre alt ist, ist es wie eingewachsen - wie auch bei Optikern..

    ich sagte ja gleich zu Beginn und es war nicht mein letzter Gedanke - das das Bild in sich unlogisch ist weil man sich selbst nicht sieht - sondern immer nur Vorstellungen entwickelt was man tut, und was man dabei von anderen sieht.
    In der Literatur ist es dann eine Beschreibung wie: Ich siegte, sank hin und starb -

    Das kann man nicht in der Ich-form schreiben - weil es unlogisch ist - ist man nämlich tot - kann man sich nicht mehr von aussen beschreiben.
    Sehr wohl fühlt man wenn man stirbt/lebt aber man sieht sich dann eher innerlich - nie von aussen - denn vor denspiegel stellt man sich dann nicht - auch nicht auf dem Lebensweg.

    Dennoch ist der Grundgedanke des ICHS - wo will ich hin, was kann mir begegnen, welchen Weg möchte ich gehen, eine zentrale Frage - selbst im Alter noch.


  • Wolf Schroedax 23. Oktober 2012, 11:41

    Wenn ich das Bildgeschehen nicht wie gestern (22:10 )auf mich als Betrachter sondern auf den Autor beziehe :::::
    Er schaut in sein eigenes Gesicht, kommt sich selbst entgegen. Dabei steht er sich selbst im Weg.
    Auch das läuft auf ein Eingeständnis heraus, ohne das er nicht weiter kommt auf seinem Weg.

    Man beachte, dass seine linke Lidspalte enger ist als die rechte - abschätzig, skeptisch ..?..
    Oha !
  • Erich Schock 23. Oktober 2012, 10:56

    Die Idee gefällt mir, Bild und Aussage miteinander zu einen neuen optischen Kunstwerk zu verschmelzen und damit eine neue Aussage zu machen.
    Dies ist keine alltägliche Bilderkombination, die überall und immer funktioniert. Sie kann leicht zum kitschigen Bilderrätsel werden.
    Doch hier hast die Zusammenstellung gut gemacht, wie ich meine und deine Idee gut umgesetzt. Die Bildaussage gefällt mit. Gruß Erlch Schock
  • Richard R. Liu 23. Oktober 2012, 4:24

    Eine Bemerkung und eine Frage?

    1. Wolf Schroedax hat das erwähnt, was mich an dieser Umsetzung des Themas stört. Alles führt aus dem Bild heraus. Wer sein Motiv ausserhalb des Bildes stellt, riskiert, den Betrachter nicht anzusprechen, oder ihn sogar zu schikanieren.

    2. Ist die Botschaft vielleicht zu "kompliziert"? Ich finde es hilfreich, die Fotografie als eine Sprache zu betrachten. Sie hat ihre Bausteine und Regeln, wie man die Bausteine kombiniert. Am Anfang lernt man die Sprache besser "richtig". Später kann man umso wirkungsvoller gezielt und bewusst gegen die Konventionen verstossen. Wie mit jeder Sprache kann man gewisse Dinge besser mit einem Foto ausdrücken als z.B. mit einer Sinfonie oder mit einer philosophischen Essay. Intuitiv habe ich das Gefühl, man tut als Fotograf gut dran zu erkennen -- und zu anerkennen -- dass fotografische "Sätze" viel "kürzer" und einfacher sein müssen als z.B. deutsche Sätze. Braucht man schon mehrere Sätze, um die Idee eines Bildes zu beschreiben, wird man fast gezwungen, die schwache "Grammatik" der Fotografie durch eine starke Symbolik zu ergänzen, wodurch das Bild überladen und ermüdend wirkt. Vielleicht wäre es besser gewesen, einen Aspekt des Seinenwegvoraugenhabens fotografisch umzusetzen, z.B. wer/was bestimmt den Weg?

    Es ist nicht einfach, ein solches Thema fotografisch zu realisieren und gleichzeitig dem Betrachter jede (Miss)interpretationsfreiheit vorzuenthalten.

    Richard
  • P. Kunze 23. Oktober 2012, 0:30

    So, nun feier ich Premiere in der Bilddiskussion.

    Ich muss sagen, dass ich die Idee durchaus lobenswert und kreativ finde. Keine Frage.
    Allerdings ist es irgendwie too much & zu statisch.
    Meine Vorredner haben schon vieles gesagt, was ich dir auch raten würde.
    Ich möchte dich ermutigen weiter zu machen. Die Ansätze sind gut. Trotzdem ist weniger manchmal mehr.

    Liebe Grüße.
  • Janne Jahny 22. Oktober 2012, 23:41

    Oh je, da ist er, der klassische Fall, der erfordert, den Sinn der Agora mit richtigen Worten zu erfüllen.
    Gut gemeinte Anfänger-Arbeiten dürfen nicht zerrissen werden und sollen dazu dienen, dass der Hersteller etwas lernt.

    Und nun merke ich, wie schwer mir das doch in diesem Fall fällt.
    Das ist mal das Erste: Ich habe technisch nichts auszusetzen: Gute Freistellung, achtsame Farbgestaltung, ambitionierter Versuch, eine Idee umzusetzen.
    Auch mit den Erläuterungen zur Bildidee kann ich einiges anfangen. Solche Gedanken hatte ich zwischen 15 und 20 auch. Später wurde mir allerdings klar, dass das nichts als Konstrukte sind, die unter Anderem dem Selbstbetrug dienen, weil sie sich so sehr schlüssig anhören.
    Und so wirkt dein Werk: Wie eine Konstruktion. Zu gewollt, zu schwer. Zu aufdringlich der Versuch, deine Ideen von dir selbst bildlich darzustellen. Zuviel Symbolik.
    Du benutzt das Formenvokabular des Konstruktivismus, ohne es zu beherrschen.
    Beim Schreiben merke ich, was hier (für mich !!) einfach nicht stimmt. Ein Bild über die Begriffe "Geist", "Seele" (was niemals das Gleiche ist, das nur nebenbei), "Bewusstsein", "Ideale", "Gewissen", "Werte", "Sein", "Entscheidungsfreiheit", "Vorherbestimmung" muss einfach auf der Strecke bleiben, weil kein Betrachter das alles gleichzeitig erfassen kann. Da forderst du einfach zu viele und zu komplexe Denkaufgaben. Das muss scheitern. Es gibt sogar die Meinung, ein Bild müsse ohne Titel wirken. Geschenkt ! Aber es sollte jedenfalls ohne langwierige Erklärung wirken können.

    Kurz: Mir fehlt die Leichtigkeit, die Lebendigkeit, die sofortige Erschliessbarkeit. Bilder wirken, wenn sie im Betrachter emotional etwas auslösen. Sie wirken nicht, wenn erst versucht werden muss, anaytisch nach der Bedeutung zu suchen.

    Noch kürzer: Mir fehlt die Seele.

    Vielleicht kannst du mit meinen Worten etwas anfangen, vielleicht auch nicht. Ich möchte dich in jedem Fall ermutigen, weiter zu experimentieren, denn hier ist wirklich der Weg das Ziel. Mit der Zeit wirst du deinen emotionalen Bezug zu dir selber, zu deinem dreifachen ICH, sicherlich aus anderen Perspektiven sehen und auch darstellen können.

    LG
    Janne

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