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Was ist neu?

Patrick Rehn


Pro Mitglied, Bebra-Lüdersdorf

ICE-Ersatzzug trifft Mops-Ersatzzug

Über die ICE-Misere nach dem Bruch einer Achse eines ICE 3 im Sommer 2008 im Kölner Hauptbahnhof und die daraus für die Baureihen ICE 3 (403 und 406), sowie die elektrischen ICE-T (411 und 415) sich ergebenden Restriktionen habe ich und viele Andere bereits mehrfach geschrieben. Über das Dilemma bei der Zulassung der elektrischen Nahverkehrstriebwagen der Baureihe 440 allerdings noch nicht. :-)

DB Regio Bayern wollte mit den von ALSTOM gelieferten Triebwagen vom Typ CORADIA CONTINENTAL (Baureihe 440, ein Weiterentwicklung des LIREX welche bei den Eisenbahnfreunden schnell den Spitzname Mops oder Mopsgesicht weg hatten) ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2008 ein neuartiges Bedienungskonzept für die Regionalzüge von München Richtung Augsburg und darüber hinaus anbieten: Zugteile Richtung Ulm und Donauwörth sollten bis Augsburg vereinigt fahren, sich dort dann trennen und auf der Rückfahrt wieder dort vereinigen. Doch die Triebwagen bekamen die notwendige Zulassung nicht zeitgerecht, so dass es außer den Personalschulungsfahrten auch zu keinen weiteren Einsätzen kamen. DB Regio Bayern stampfte daher ein Ersatzkonzept aus dem Boden, welches zwischen München und Augsburg im Halbstundentakt verkehrende Doppelstockzüge (5 Wagen, an beiden Enden jeweils eine Lok der Baureihe 111) vorsah. Um dieses Konzept zu fahren erhielten die eigentlich zur Abstellung vorgesehenen Münchner Loks der Baureihe 110 eine weitere Gnadenfrist, während man aus ganz Bayern Loks der Baureihe 111 nach München beorderte und Wagen zusammenzog. So kam es beispielsweise auch über einige Monate zum Einsatz von schwarzen Loks der Baureihe 185 im Nahverkehrsdienst zwischen Frankfurt und Würzburg mit modernisierten Nahverkehrswagen der Bauart n (Silberlinge), während die hier sonst eingesetzten Loks der Baureihen 111 und 146 mit den MODUS-Wagen (ehemals PUMA) und Doppelstockwagen andere Dienste übernahmen.

Was die Ersatzverkehre für nicht zur Verfügung stehende ICE-Triebzüge anging waren die süddeutschen Eisenbahnfreunde uns Nord-Osthessen gegenüber eindeutig im Vorteil: Neben der weiterhin in München von einigen Lokführern betreuten 103 245 kamen auch schwarze und gelb-silberne Loks der Baureihe ES 64 U2 mit teils kunterbunten Zugeinheiten zum Einsatz, welche aber auch mitunter in den regulären IC-Diensten zwischen München und Stuttgart und zuweilen auch Nürnberg mitmischten.

Die obige Aufnahme dokumentiert die Begegnung zwischen RE 10834 von München nach Augsburg mit 111 006-3 an der Spitze und 111 039-4 am Schluß mit der damals noch in gelb-silber lackierten und mit Werbefolien der Bulgarischen Staatsbahnen versehenen ES 64 U2-061 mit dem IC 2093 von Stuttgart nach München.

Zugegeben, es mag schönere Standorte zwischen Augsburg und München geben als die damalige „Baustelle“ bei Hattenhofen. Doch genau dieser Abschnitt, einige hundert Meter lang, war einer der letzten wo die Bauarbeiten zum viergleisigen Abschnitt nicht vollständig begonnen hatten. Eine Langsamfahrstelle für Zugfahrten sowohl Richtung München als auch Richtung Augsburg sorgte dafür, dass selbst bei aufziehender Bewölkung noch scharfe Aufnahmen möglich gewesen wären.

Mittlerweile ist auf der Linie zwischen München und Augsburg wieder „Normalität“ eingekehrt: Die Triebwagen der Baureihe 440 haben die für sie vorgesehenen Dienste mittlerweile übernommen und auch die Ersatzzüge mit ihren interessanten Bespannungen sind (vorerst?) wieder verschwunden. Aufgelockert wird das Triebwageneinerlei von einigen lokbespannten Nahverkehrszügen im Berufsverkehr und etlichen InterCity, welche meist allerdings von Loks der Baureihe 101 traktioniert werden.

Aufnahmedatum: Mittwoch, 22. April 2009 - 12:54 || Aufnahmeort: bei Hattenhofen || Verwendete Kamera: Nikon D80

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Kamera D80
Objektiv AF-S DX Zoom-Nikkor 18-135mm f/3.5-5.6G IF-ED
Blende 5
Belichtungszeit 1/1250
Brennweite 31.0 mm
ISO 250