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Egon Eisenring


Basic Mitglied, Henau

IC443 - Die galaktische Qualle

Zum Objekt:
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Dieses Bild zeigt den bekannten Nebelkomplex IC 443. Er wird auch als Quallen-Nebel oder Jellyfish Nebula bezeichnet, was mit etwas Phantasie durchaus nachvollziehbar ist. Als Tentakel der Qualle kann man sich den unteren Teil des Nebels vorstellen. IC 443 liegt im Sternbild Zwillinge zwischen den beiden hellen Sternen Mµ- und Eta Geminorum.

Der Jellyfish Nebula ist der blasenartige Rest einer Supernova, eines explodierten Sterns. Er liegt etwa 5000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Vor etwa 30.000 Jahren brannte er aus und stiess seine Gashülle in einer gigantischen Explosion ab, während der innere Kern zu einem Neutronenstern zusammensackte. Diese "Sternenleichen" zeichnen sich durch ihre unglaublich hohe Materiedichte aus, da die Gravitationskräfte die Materie in extremis zusammenquetscht. Ein Würfelzucker grosses Stück dieses Neutronensternes würde -in irdischen Massstäben gemessen- ein Gewicht von mehreren Millionen Tonnen aufweisen. Die Astronomen können heute den Neutronenstern im Kern des Nebels nachweisen.

Fototechnische Daten:
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Hier kam der Flattener&Reducer 0.8 von William Optics zum Einsatz. Er war in erster Linie als Brennweitenreduzierer eingesetzt, brachte aber auch eine erwünschte Bildfeldebnung. Die Ränder des Bildes wurden jedoch leicht beschnitten, um die in den Ecken noch auftretende Restkoma zu entfernen.

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Optik: Skywatcher ED 80/600, Brennweite(eff)=480mm ………..…
Kamera: Canon EOS 20D (H-Alpha-mod.)……………………….....
Belichtungen: 17x3 Minuten bei ISO 1600 ………….........................
Nachführung: mit 8-Zoll-Newton Celestron und FK-Okular ……....
Bearbeitung: Stacking mit DSS, Photoshop CS2 ….........................
Ort: Hochkamm (Appenzell) 1100müM / Ostschweiz ………….......
Datum: 31.12.2008, 00:20 bis 02:20 Uhr ……….……….…….....….
Bemerkung: Aussentemparatur bei -12° Celsius..............................
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Hoffe, das Bild gefällt und allen vielen Dank für Feedbacks und Anregungen!

Kommentare 9

  • Christian Rigel 30. Januar 2009, 22:59

    Hallo Egon
    sehr schöne Aufnahme !
    Trotz kurzer Belichtungszeit wird schon einiges sichtbar von diesem doch schwierigen Objekt.
    Betreffend Bearbeitung ist vermutlich ein Mittelweg zwischen Deinem Bild und jenem von Sebastian das Richtige.
    LG Christian
  • Pixelraini 30. Januar 2009, 8:10

    Salü Egon
    Mir gefällt das Bild auch sehr gut. Ich muss unbedingt meine EOS auch modifizieren lassen.
    Wenn du dann noch das Autoguiding hast, wirst du nicht mehr zu bremsen sein. ;-)
    LG Rainer
  • Bernhard F. 29. Januar 2009, 19:14

    hallo egon ,
    erstmal herzlichen glückwunsch zu dieser klasse aufnahme die mir sehr zusagt,
    schön das sebastian auch wieder da ist ;-.))
    finde die bearbeitete variante auch klasse, würde aber wieder eine nuance ich deine richtung gehen, dann wäre es aus meiner sicht perfekt.
    du steigst um, ich würde mich ja schon freuen, wenn ich länger als nur 40 sek belichten könnte. fk okular habe ich aber jetzt brauche ich noch eine gescheites nachführteleskop, das nciht viel wiegt.
    lasse meine monti auch gerade etwas tunen. d.h. fett wechseln und schneckenlager. mal sehen was dann geht.
    vg bernhard
  • Egon Eisenring 28. Januar 2009, 22:26

    Hallo zusammen
    vielen, vielen Dank für die ermunternden Feedbacks!
    Es motiviert mich natürlich, weiterhin auch bei eisigen
    Temparaturen draufzuhalten.

    @Sebastian: Du hast definitiv meine Zustimmung!
    Mehr noch, ich bin echt verblüfft, was du an Tiefe noch
    rausgeholt hast, ohne dass die Sterne ausbrennen und
    der Hintergrund zu hell wird und rauscht. Grosses
    Kompliment, da hast du die Bildbearbeitung voll im
    Griff. Mich würde natürlich brennend interessieren, wie
    du konkret die Gradationskurven bearbeitet hast und
    was genau du mit "maskierter Luminanz" bearbeitest.
    Dies ist ein Prozess, der mir so unbekannt ist.

    Und du hast natürlich recht. Mehr Aufnahmen bei längerer BZ wäre definitiv angebracht gewesen. Dies behalte ich mir aber für die bald anbrechenden Autoguiding-Zeiten vor.

    Gruss aus der Schweiz
    Egon
  • Manfred Lauterbach 28. Januar 2009, 17:44

    Hallo Egon,
    ich kann mich nur anschließen, bei -12° mit dem Auge am Fadenkreuzokular zu kleben ist alleine schon eine Leistung.
    Dann noch so ein schönes Bild zustande bringen finde ich als Fadenkreuzokularguidingleidgenosse Prima ;-))
    Aber zwischen deinem Bild und dem überarbeiteten von Sebastian gibt es ja auch noch ein Mittelmaß, wenn der Hintergrund zu hell erscheinen sollte.
    LG - Manfred
  • Josef Käser 28. Januar 2009, 17:24

    Hallo Egon
    Gefällt mir sehr und ist eine tolle Leistung. Die -12° sind ja nur in Bezug auf das Kamerarauschen von Vorteil:-)

    Die Bearbeitung von Sebastian scheint mir aber durchaus noch vertretbar. Der grosse Gewinn an Nebeldetails macht meiner Meinung den helleren Hintergrund längstens wett.
    LG Sepp
  • Manfred Kretschmer 28. Januar 2009, 14:11

    Hallo Egon
    Sehr schöne Bearbeitung. Bei der Bearbeitung von Sebastian, kommt der Nebel besser zur Geltung, doch leider zieht man damit auch den Hintergrund wieder hoch. Ein Kompromiss aus beiden wäre sicherlich die beste Wahl.
    LG Manni
  • Sebastian Lyschik 28. Januar 2009, 8:42

    Hallo Egon,

    Feedback und Anregungen, gerne. Zuerstmal finde ich das der Jellyfish oder die Qualle ein sehr interessantes aber auch schwieriges Objekt ist. Auch ich hätte gerne schon mal draufgehalten ... als im Dezember endlich mal perfektes Wetter war hatte ich natürlich grade keine Zeit weil ich grade ein Häuschen gekauft habe und schwer am sanieren und renovieren war ... ich hoffe das ich in der nächsten Zeit endlich mal wieder öfter zu unserem tollen Hobby komme.

    Nun aber mal zur Aufnahme: ich finde das du für 480mm Brennweite schon enorm viele Detail herausgeholt hast. Ich würde mir etwas mehr Tiefe wünschen was bei diesem Objekt sicher nicht ganz einfach ist. Vielleicht doch eher (wenn möglich) die Einzelaufnahmen zwischen 8 und 10min bei ISO 800 belichten und dann wieder soviele Aufnahmen wie möglich machen. Ich denke dann kann man die Histogramme noch etwas nach rechts verschieben und gewinnt durchaus noch mehr Informationen in der Tiefe der Aufnahme.
    Ich finde aber das auch deine Aufnahme hier noch Potential hat, ich habe mal versucht noch etwas Tiefe herauszuholen:

    Egons Jellyfish
    Egons Jellyfish
    Sebastian Lyschik


    Dazu habe ich noch etwas mit den Gradiationskurven in PS CS gespielt bei maskierter Luminanz. Zudem habe ich den Hintergrund mit einem Flat geebnet und das eh schon geringe Rauschen habe ich versucht noch etwas zu drücken ...
    ich denke das ganze hat sich doch gelohnt ... einige Details wirken nun etwas sichtbarer wie ich finde ohne das das Rauschen oder das Aufblähen und Ausbrennen der Sterne und Luminanz in hohem Maße zugenommen hätte.

    Ich hoffe das ganze findet deine Zustimmung, mit Sicherheit werde ich dieses Jahr auch mal wieder eigene Bilder gewinnen können an denen ich dann mal wieder rumtüfteln kann.

    LG Sebastian
  • fabrizio 3729 27. Januar 2009, 22:42

    Ciao Egon, super foto ++++++
    un saluto
    Fabrizio