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Andreas14057


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Hypnose??

Mertens-Wasserwaran (Varanus mertensi)
Aquarium Zoo Berlin, September 2011

Mertens-Wasserwarane gehören zu den mittelgroßen Waranen und erreichen eine Länge von bis zu 1,50 m. Sie verbringen die meiste Zeit im Wasser und sind sehr gute Schwimmer. Das Land wird zum Sonnenbaden, zu Paarungskämpfen und zur Eiablage aufgesucht. Sie ernähren sich im wesentlichen von Fischen, Krebstieren und Amphibien, aber auch von Insekten, Spinnen, kleineren Säugetieren und Aas. Wie viele in Australien endemische Tiere (endemische Tiere sind solche, die nur in einer begrenzten Region vorkommen) sind die Wasserwarane durch einen eingeführten Neozoon (Neozoten sind Tiere, die sich in einem Gebiet etabliert haben, in denen sie zuvor nicht einheimisch waren), die Agakröte (Bufo marinus), gefährdet. Diese haben ein sehr starkes Hautgift, die Warane fressen die Kröten und sterben daran. Agakröten wurden in Australien eingeführt um Insektenschädlinge zu bekämpfen, was genauso misslang wie die vielen anderen Versuche der Einbürgerung von fremden Tieren, man denke nur an die Kaninchen.

Warane unterscheiden sich von anderen Echsen u.a. durch meist kleine, einfach gebaute Schuppen, weit hinten liegende Nasenfenster im Schädel und durch ihren Schädelaufbau, der es ihnen ermöglicht auch sehr große Beutetiere oder große Stücke von Beutetieren im Ganzen zu schlucken. Dafür sind sie unfähig zu kauen. Die Zähnen dienen nur zum Halten und Ausreißen von Fleischfetzen. Sie wachsen wie bei Panzerechsen (Krokodilen, Alligatoren und Gaivalen) beständig aus dem hinteren Teil des Kiefers heraus nach (die Zähne laufen dann im Kiefer wie das Blatt einer Motorsäge um). Eine weitere Besonderheit sind die mehrkammerigen Lungen und einen von anderen Echsen abweichenden Aufbau des Herzens. Wie Schlangen haben Warane eine gespaltene Zunge und das sog. Jacobson-Organ am Gaumendach. Die Zunge leitet Geruchspartikel zu diesem Organ über das die Warane Beute auf große Distanzen und auch vergrabene Beute wahrnehmen können. Warane riechen also quasi über den Mund. Schließlich geht man davon aus, dass alle Warane giftig sind und über toxische Proteine in ihrem Speichel verfügen. Viele Arten beißen Beutetiere nur kurz und ziehen sich dann zurück bis diese verendet sind.

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Exif

Kamera Canon EOS 60D
Objektiv Canon EF-S 60mm f/2.8 Macro USM
Blende 3.5
Belichtungszeit 1/160
Brennweite 60.0 mm
ISO ---