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Klaus Basler


Free Mitglied, Eschweiler

Kommentare 10

  • Evelyn Munnes 22. August 2004, 20:09

    sehr schöne Sichtweise und morbide Stimmung!!
    Liebe Grüsse Evelyn
  • Iris R. 22. August 2004, 20:04

    ein klasse bild!
    bin grad nicht imstande, die lange info zu lesen ;)
    aber es ist eine wunderbar düstere stimmung,
    passend zum himmel...

    lg, iris
  • Klaus Basler 22. August 2004, 18:59

    du meinst sicher den abgestorbenen Baumstamm, aber der hat nichts mit dem Brand zu tun. Wo wir gewandert sind war alles grün, wir haben nichts von den Schäden gesehen.
    Gruss Klaus
  • Uwe Karmann 22. August 2004, 17:51

    Hallo Klaus,

    das sind wohl die Auswirkungen vom Brand in der vorletzten Woche, oder?

    Gruß
    uK
  • Nicole Zuber 22. August 2004, 10:45

    Klasse Stimmung! Toller Standpunkt der Kamera.

    LG - Nicole
  • Ralf S. 22. August 2004, 8:04

    @Klaus

    Genau das meinte ich. Wunderbar passende Wettersituation - ich mag es, wenn es dort "unheimlich" düster und nebelig wird.

    Deine Erläuterungen sind natürlich hervorragend informativ, ich müßte unbedingt auch noch mal hin.

    Gruß
    Ralf
  • Joachim K · 21. August 2004, 23:44

    Oh, mann, das ist ja eine ausführliche Erklärung...;-))
    Danke, Klaus !

    Hauptsache, es war nicht der saure Regen. Ich sah gerade Bilder aus Tschechien, dort war es so...

    Eine interressante Landschaft. Leider nicht gleich um die Ecke...;-))

    Gruß, Joachim
  • Klaus Basler 21. August 2004, 23:03

    @Joachim
    hier einige Infos zum Hohen Venn:
    http://www.silk-o-phonics.de/silk52.html
    Der Name und die Landschaft

    Der Name Venn kommt vom lateinischen Wort fania mit der Bedeutung Sumpf, Schmutz, Kot. Das heißt also eigentlich, dass wir 2 Tage durch die Sch... laufen! Aus diesem Wort haben sich in verschiedenen Sprachen Bezeichnungen für Moor entwickelt. Im Deutschen ist es das Wort Venn, im Niederdeutschen spricht man von Fehn, im Französischen heißt es Fagne. Auch das Italienische Wort Fango, was soviel wie Moor bedeutet, hat den gleichen Ursprung (Morgens Fango – abends Tango!).

    Unter dem Namen Hohes Venn versteht man eine Landschaft zwischen den Eckpunkten Monschau, Malmedy, Spa und Eupen sowie Roetgen (Abb. 1 und 2).

    Bild 1: Übersichtskarte zur Lage des Venns im deutsch- belgischen Grenzgebiet

    Bild 2: Venn

    Die Geologen haben für dieses Gebiet zwischen den Ausläufern der Nordeifel und der Ardennen den Begriff "Massiv von Stavelot" geprägt und betrachten es von seiner geologischen Entstehung her als eigenständig. Die Landschaft innerhalb der genannten fünf Eckpunkte bedeckt eine Fläche von knapp 400 Quadratkilometern. Seinen höchsten Punkt erreicht das Hohe Venn mit 694 Metern in der Botrange.

    Die allgemeine Vorstellung, diese Fläche sei ein Hochplateau, das weitgehend von Mooren bedeckt sei, ist nur bedingt richtig. Zunächst einmal enthält die Fläche auch Siedlungsgebiete, Nutzland, Wasserläufe und Stauseen. Das eigentliche Vennland ist nur 12 041 Hektar groß und heute auch keine zusammenhängende Moorfläche mehr. Es ist zum Teil seit jeher mit Wald, besonders Laubwald, bedeckt, oder es ist vor allem seit der sogenannten Preußenzeit, also seit 1816, trockengelegt und weitgehend mit Fichten bepflanzt worden. Der größte Teil des eigentlichen Venns, nämlich rund 7000 Hektar, sind heute Fichtenwald, in dem der einstige Moorboden allerdings oft noch sichtbar wird. 965 Hektar sind von Laubwald bedeckt, und nur rund 4000 Hektar der gesamten Fläche werden heute noch von mehr oder weniger freien Mooren bedeckt.

    Doch auch dieses eigentliche Kernstück des Hohen Venns ist heute kein zusammenhängendes offenes Moorgelände mehr. Die Moorflächen werden auch hier immer wieder durch Wälder, vor allem Fichtenwälder unterbrochen. Die wichtigsten und durch ihre Weite und Einsamkeit immer noch beeindruckendsten Moorflächen sind heute im staatlichen Naturschutzgebiet Hohes Venn zusammengefaßt.

    Die Landschaft des Hohen Venns wird oft mit Lappland oder Schottland zu verglichen. Abgesehen davon, dass das Hohe Venn gegenüber diesen nordischen Landschaften ein Winzling ist, trifft der Vergleich zu. Hier wie dort wurde die Landschaft von der Eiszeit gestaltet. Diese hinterließ ihre unverkennbaren Spuren, wie etwa bei den Pingos. Sowohl das Hohe Venn wie die genannten nordischen Landschaften liegen ganz im atlantischen Klimabereich. Das führt zu ähnlichen Niederschlagsverhältnissen wie auch zu ähnlichen Erscheinungsbildern in der Pflanzenwelt. Tatsächlich gibt es im Hohen Venn Pflanzen, die sonst nur in Schottland oder in Skandinavien zu finden sind.

    Die Entstehung der Hochmoorlandschaft

    Die Moore, die heute noch in der freien Vennlandschaft den eigentlichen, unverwechselbaren Reiz des Hohen Venns ausmachen, sind Hochmoore. Das hat nichts mit der Höhenlage hier im Hohen Venn von durchschnittlich 600 Metern zu tun. Der Name bezieht sich auf Entstehung und Aufbau dieses Moortyps.

    Während ein Flach- oder Niedermoor in der Regel durch Verlandung einer nährstoffreichen Wasserfläche entsteht, wobei die Vegetation von den Seiten her die Wasserfläche einengt und sie schließlich verschwinden läßt, entsteht ein Hochmoor sozusagen von unten her; es wächst allmählich in die Höhe. Dabei ist die prägende Pflanze für die Entstehung des Hochmoors das Torfmoos (Sphagnum).

    Damit ein Hochmoor entstehen kann, müssten verschiedene Faktoren zusammentreffen.

    Der erste Faktor ist der Untergrund. Das Massiv von Stavelot wurde im Laufe der erdgeschichtlichen Entwicklung als ein von Südwesten nach Nordosten ziehender Sattel hochgepresst und überragt dadurch alle jüngeren geologischen Formationen. Sein Untergrund besteht aus den fast völlig kalkfreien Phylliten, das sind schwarze blättrige, verhältnismäßig weiche cambrische Schiefer, die von sehr harten weißen Gangadern, sog. Quarziten durchzogen sind. Diese Schichten sind etwa 500 Millionen Jahre alt.

    Die weichen cambrischen Schiefer haben die Eigenschaft, rasch zu verwittern. Als Verwitterungsprodukt entsteht ein weitgehend wasserundurchlässiger Tonboden, eine der wichtigsten Grundlagen für die Entstehung der Hochmoorlandschaft. Die harten Quarzite haben sich demgegenüber durch die Jahrmillionen gut gehalten und ragen an vielen Stellen als oft markante "Vennwacken", wie man sie mundartlich nennt, aus dem Moorboden heraus.

    Der zweite wichtige Faktor für die Entstehung der Hochmoore ist das Relief der Landschaft. In Steilhängen kann normalerweise kein Hochmoor entstehen. Das Massiv von Stavelot ist eine Hochebene, die keine größeren Neigungen aufweist, über die Niederschlagswasser, das herunterkommt, abfließen könnte.

    Damit wäre man bei der dritten Voraussetzung, den Niederschlägen. Ein Hochmoor kann nur dort entstehen, wo durch Niederschläge ständig mehr Wasser herunterkommt als andererseits abfließen kann.

    Der hohe Niederschlagsreichtum des Hohen Venns erklärt sich dadurch, dass das Massiv von Stavelot den vom Atlantik heranziehenden, feuchtigkeitsgesättigten Luftmassen als erste höhere Erhebung im Wege steht. Die Luftmassen müssen hochsteigen und regenen sich ab. Auf der Botrange, dem höchsten Punkt des Hohen Venns, fallen fast 1600 Millimeter im Jahresmittel (zum Vergleich: Krefeld 930 mm). Dieses Niederschlagswasser sammelt sich in Mulden und Wannen des Bodens. Da es sauer und nährstoffarm ist, werden Pflanzenreste, die in solches Wasser geraten, kaum zersetzt, sondern bleiben weitgehend erhalten und werden auf diese Weise allmählich zu Torf umgewandelt. Allerdings sind nur wenige Pflanzen von der Natur so ausgestattet, daß sie im nährstoffarmen, sauren Wasser existieren können. Das sind vor allem die Torfmoos- und Wollgrasarten.

    Das Torfmoos, das weite Moosteppiche über den mit Wasser gefüllten Tümpeln der Hochfläche bildet, nimmt die wenigen Nährstoffe, die es benötigt, aus dem Niederschlagswasser auf. Es braucht also keine Wurzeln im eigentlichen Sinne. Deshalb kann die Pflanze es sich leisten, unten immer wieder abzusterben, je weiter sie in die Höhe, dem Licht entgegen wächst.

    Dadurch entsteht unter der Erde immer mehr abgestorbene Pflanzenmasse, die im Laufe der Zeit zu Torf wird. Dieses Torfmoos kann auf diese Weise jährlich rund acht Tonnen Trockensubstanz Torf pro Hektat Moorfläche erzeugen. Es wächst jährlich um etwa einen Millimeter in die Höhe. Torfmoos ist - ähnlich wie ein Badeschwamm in der Lage, das 15- bis 30fache seines Trockengewichtes an Wasser aufzunehmen, zu speichern und dann ganz langsam wieder abzugeben. Darin beruht die wasserwirtschaftlich enorm große Bedeutung eines Hochmoors als natürliches Wasserreservoir. Die pH- Werte des Moorwassers im Hohen Venn liegen zwischen 3 und 6,5. (7 ist neutral).; das Wasser ist also z.T. sehr sauer.

    In den weiten Torfmoosteppichen, die in grünen bis rötlichen oder auch weißlichen Farbtönen leuchten, siedeln sich andere Pflanzen an, vor allem Wollgrasarten. Die Reste dieser Pflanzen werden vom stets höher wucherndem Sphagnum überdeckt, eingeschlossen und ebenfalls zu Torf. Im Torf kann man dann durchaus an den vorhandenen Resten noch erkennen, welche Pflanzen einst dort gestanden haben. Anhand dieser abgestorbenen Pflanzenreste, vor allem aber der im Torf eingelagerten Pollen der Pflanzenblüten kann man sehr genau ablesen, dass im Laufe der Zeit immer wieder andere Pflanzen im Hohen Venn heimisch waren. Diese Pflanzen gehörten den verschiedenen Klimabereichen an, woraus sich wiederum ablesen läßt, wie sich das Klima hier oben immer wieder verändert hat.

    Die Pingos (Bild 3)

    An vielen Stellen fallen im Hohen Venn eigenartige Verformungen des Bodens auf. Meist handelt es sich um deutlich erkennbare, kreisrunde bis elliptische Vertiefungen, die von einem oft noch deutlich erkennbaren, über den Boden herausragenden Ring von bewachsenem Erdreich umgeben sind. Während die Vertiefungen selber in der Regel mit Torf oder Torfmoortümpeln gefüllt sind, tragen die ringartigen Wälle eine ganz andere Vegetation, die des trockenen Bodens nämlich.

    Diese von wallartigen Ringen umgebenen Vertiefungen werden heute in der Regel als Pingo bezeichnet. Ihre Größe schwankt zwischen etwa 15 Metern und mehreren hundert Metern im Durchmesser. Manchmal sind sie nur bei genauem Hinsehen erkennbar, weil die Ringe längst abgetragen, erodiert sind und ihre einstige Lage nur noch durch die andersartige Pflanzenwelt erkennbar ist. Manche sehen aber auch heute noch so aus, als sei gerade ein Meteorit oder eine gewaltige Granate eingeschlagen.

    Diese Pingos, die man früher als vorgeschichtliche Weiher bezeichnet hat, haben die Phantasie der Menschen lange angeregt. Theorien über ihre Entstehung, Bedeutung und ihr Alter reichten von Meteoritenkratern über Miniatur- Vulkankrater bis zu künstlich angelegten Weihern, in denen Menschen vor Jahrtausenden auf Pfahlbauten Schutz gefunden hätten.

    In Wirklichkeit verdanken diese Gebilde ihre Entstehung der Eiszeit und sind - davon gehen die Wissenschaftler heute aus - ebenso entstanden wie die ihnen ähnlichen Gebilde, die man allenthalben im subpolaren Gebiet der Nordhalbkugel findet. Die Eskimos im Bereich des Mackenzie- Deltas in Kanada nennen diese Gebilde Pingos, und der Name hat sich auch für die ursprünglich wassergefüllten Vertiefungen im Hohen Venn durchgesetzt.

    Pingos sind Vertiefungen des auf dem felsigen Untergrund ruhenden Bodens. Dadurch unterscheiden sie sich von den anderen Moortümpeln, die sich in den Vertiefungen und Wannen des felsigen Untergrundes gebildet haben. Wichtig ist außerdem, dass sie alle in einer Höhenlage zwischen 500 bis 650 Metern liegen, also in einer Region, die klimatisch rauh ist.

    Während der letzten Eiszeit bildeten sich aus nicht bekannten Gründen über dem wasserundurchlässigen Boden stellenweise Eislinsen, über denen sich der Boden hügelartig aufwölbte. Im Laufe der allmählichen Erwärmung tauten die Eislinsen auf, wobei sich das Eis bekanntlich ausdehnt. Dadurch entfalteten die auftauenden Eislinsen eine regelrechte Sprengwirkung, das auf ihnen ruhende Erdreich wurde hochgedrückt und fiel an den Seiten herab, wodurch die ringwallartigen Ränder entstanden. Nach dem Schmelzen des Eises blieben die Vertiefungen zurück, deren Tiefe grundsätzlich der Tiefe des umgebenden Moorbodens bis zur festen Tonschicht des Untergrundes entspricht. Somit haben die Pingos durch den in ihnen inzwischen entstandenen Torf hindurch eine Tiefe von fünf bis maximal zehn Metern.

    Im Nordskandinavien, Kanada, Alaska und Grönland gibt es heute noch zahlreiche "lebende" Pingos, in denen die Eislinse noch vorhanden ist. Hier kann man die Entstehung, die im Hohen Venn seit 8000 bis 10000 Jahren abgeschlossen ist, noch beobachten.

    Das Klima

    Das Klima im Hohen Venn wird ganz wesentlich durch drei Faktoren bestimmt:

    Von ausschlaggebender Bedeutung ist die extrem nach Westen vorgeschobene Lage des Vennmassivs und seine Höhenlage. Beide zusammen bewirkt, dass die von Westen kommenden feuchten Luftmassen des Atlantiks auf eine Barriere treffen. Sie müssen aufsteigen und regnen sich ab. Das Hohe Venn gehört zu den niederschlagsreichsten Gebieten Mitteleuropas!

    Das zweite prägende Element für das Klima im Hohen Venn sind die verhältnismäßig niedrigen Durchschnittstemperaturen. In den Wintermonaten Dezember bis Februar liegt die monatliche Durchschnittstemperatur normalerweise unter 0 Grad. Die höchste monatliche Durchschnittstemperatur hat der Juli mit 13 bis 14 Grad. Der Jahrestemperaturdurchschnitt im Hohen Venn beträgt nur 6 bis 7 Grad. Die Meteorologen zählen auf der Hochfläche des Hohen Venns statistisch nur 20 reine Sonnentage im Jahr. An durchschnittlich 70 Tagen im Jahr liegt mindestens ein Zentimeter Schnee. Der Juli ist der einzige völlig frostfreie Monat des Jahres.

    Für den Wanderer im Hohen Venn bedeutet das alles natürlich, dass er sich von seiner Kleidung her auf rauhes, unwirtliches Wetter einstellen muß. Aber bekanntlich gibt es ja für den engagierten Chorwanderer kein schlechtes Wetter, sondern allenfalls ungeeignete Kleidung! Und jeder Vennwanderer, der einmal bei Sturm und Regen oder im Nebel stundenlang durch das Hochmoor gelaufen ist und dann am Ende einer solchen Tour die Baraque- Michel erreicht mitten im Venn erreicht, weiß, dass er unvergessliche Stunden erlebt hat. Das Hohe Venn ist mit seinen verbliebenen Moorflächen eine Urlandschaft, die ihr ureigenes Klima hat. Wer das akzeptiert und sich darauf einrichtet, wird das Hohe Venn als eine der eigenwilligsten und schönsten Landschaften Mitteleuropas erleben.
  • Joachim K · 21. August 2004, 22:39

    Schöne, karge Landschaft....
    ...ich kenne mich in der Gegend nicht aus. Ist es ein Hochmoor, oder sind die Bäume etwa durch sauren Regen eingegangen ?

    Gruß, Joachim
  • Frank Mühlberg 21. August 2004, 21:45

    Ein schönes und sicher typisches Bild für die karge Landschaft !
    Frank

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