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Hofapotheke oder Nonnenkloster

Hofapotheke
Der um 1180 gebaute romanische Wohnturm wurde nach einem Brand 1880 stilvoll erneuert (seit 1681 Apotheke).
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DAS NONNENKLOSTER ZU SAALFELD
In unvordenklicher Zeit war das Haus der jetzigen Hofapotheke ein Nonnenkloster, es ist nach dem hohen Schwarm der urälteste, doch schon ganz byzantinische Bau der Stadt, und noch zeigt sich daran manch rätselhaftes Steingebilde.

In selbigem Hause soll es vordessen greulich gespukt haben, es gingen darin, soviel der etwas beschränkte Raum erlaubte, sämtliche Nonnen, Priorinnen und Äbte um und wandelten durch die unterirdischen Gänge, von denen einer nach dem Peterskloster führte, auf dem jetzt das Schloß steht, ein anderer nach dem Barfüßerkloster, ein dritter unter der Saale hinweg nach Altensaalfeld, mit einem Stationspunkt unter der Gehilfenkapelle in einem Brückenpfeiler, ein vierter unter die Sorbenburg, ein fünfter unter das Schlößchen Kitzerstein, und wo sonst noch die Nonnen ihre Gänge hin hatten und ihre Besuche her empfingen.

Wo jetzt das Laboratorium der Hofapotheke, da war ehedem das Refektorium, und in dem Gastzimmer war das Dormitorium der Nonnen. Unter dem Kohlengewölbe öffnete sich eine Falltüre zu einem Unterkeller, die soll hernachmals vermauert worden sein, darinnen setzten die Nonnen dasjenige im stillen bei, was die Welt nicht mit Augen sehen durfte.
Aber von Zeit zu Zeit, hauptsächlich am Tage der unschuldigen Kindlein, ist dasjenige in blutiger und dräuender Gestalt erschienen und hat sich nicht durch aufgeschütteten Kalk, nicht durch die Falltüre und die Kellergewölbetüre bannen lassen. Auch ist im Kloster ein beständiger Hader und Unfriede eifersuchtswegen - gewesen, und sagen die Leute, es wären dieserhalb außen am Hause Hund und Katze als ein Wahrzeichen angebracht worden - doch sind es die Gestalten eines Leuen und eines Bären. -

Endlich ist an einem schönen Morgen das alte Kloster zugewesen und auch zugeblieben - kein Gesicht hat sich mehr darinnen erblicken lassen - und als man endlich öffnete, war das Innere so tot und öde, als habe seit Jahren niemand mehr drinnen gewohnt.

Niemand kann sagen, wo die Nonnen hingekommen sind. Einige meinen, sie seien ihre gewohnten Gänge gegangen und nicht wiedergekommen: andere aber sagen, sie seien verwünscht, müßten ewiglich in diesen Räumen bleiben und so lange spuken, als nur ein Stein des uralten Klosterbaues auf dem andern stehe.
Andere haben diesen Termin minder lang gestellt und sagen, sie haben bloß so lange spuken dürfen, als es Mönche zu Saalfeld gegeben, und diese Zeit sei schon längst vorüber, und wären die spukhaften Nönnlein nun alle erlöst. -

Vor dem Hause lag oder liegt noch ein großer Stein, darauf sitzt in jeder Neumondnacht eine Schleiereule und schlägt mit den Flügeln und tut einen markdurchdringenden Eulenschrei, wie die Tut-Osel.

(Quelle: Ludwig Bechstein, Deutsches Sagenbuch, Leipzig 1853)
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LG Schwarze Perle

Kommentare 36

  • Wilhelm H. 27. Mai 2008, 0:43

    krasses Bild
    Lieben Gruss
    Wilhelm
  • Gabriele Benzler 22. Mai 2008, 17:42

    Tolle und interessante Geschichte und prima die Aufnahme und die Bearbeitung.
    LG Gabi
  • Elisabeth Photography 19. Mai 2008, 13:06

    Wieder eine tolle Arbeit von dir!! Da wird mir gleich ganz mulmig im Bauch wenn ich das so höre und lese!!! Einfach toll die Geschichte und die BEA!!!

    LG Elisabeth
  • HW. 18. Mai 2008, 22:27

    Richtig - immer einen skeptischen Blick auf die Spasskasse haben ;))
    Coole BEA!
  • HP. 18. Mai 2008, 17:45

    Ganz tolle Arbeit.
    Sieht ganz klasse aus.
    lg HP.
  • H.Dachs 18. Mai 2008, 11:31

    Ein wirklich starkes Gebäude und eine tolle Bearbeitung.Klasse gemacht++++++++
    VLG Hans
  • Viktor Hazilov 17. Mai 2008, 23:20

    sehr interessante foto
  • petra hoppe 17. Mai 2008, 23:07

    hallo schwarze perle
    scheint ja ein märchenhafter tag zu sein heute
    ist dir klasse gelungen das bild und die sage dazu ist super
    ich liebe sagen und märchen
    und nun mußt du nur noch in einer vollmondncht warten ob die eule wirklich schreit :o))

    lg petra
  • Ruth Letter 17. Mai 2008, 22:55

    absolut bewundernswert. Ein Riesenkompliment für dich
    Ruth L
  • KSTUDI 17. Mai 2008, 21:41

    Eine sehr schöne Aufnahme und wunderbare Bearbeitung. Die Komposition ist dir Bestens gelungen. Ganz grosse Klasse !!!
    LG von Kersten
  • hk2102 17. Mai 2008, 20:33

    MA....DONNA, ist ja eine irre Idee
    Klasse Bea, weiter so
    LG Heike
  • --Opal-- 17. Mai 2008, 20:30

    Was du für tolle Ideen hast, echt super!
    Ein wunderschön gestaltetes und bearbeitetes Bild, ich bin begeistert!
    lg Opal
  • Art light photography by p.D. 17. Mai 2008, 20:24

    Wieder ein Bild was mir gefällt ! Und es lässt einen länger verweihlen um es sich anzu sehn sehr schön.
    glg.peter
  • Mr. Barrow 17. Mai 2008, 19:56

    Klasse gemacht Deine Kompo!!!
    Bissi Angst vor der Nonne hab ich ja schon.
    Ganz toll erläutert im Text zum Bild.
    Das mag ich bei Dir.

    Schönes W.E. wünscht,
    Michael
  • detlef h 17. Mai 2008, 19:45

    Schöne Arbeit
    Wenn die Sparkassenfahnen nicht wären könnte man denke das Bild ist von damals :-)
    VG Detlef
  • Christel Kessler 17. Mai 2008, 13:33

    Das ist wieder eine tolle Arbeit von Dir! Super gemacht.
    lg christel
  • Karlheinz Smola 17. Mai 2008, 11:59

    Könnte auch im MA aufgenommen worden sein, wenn die Fahnen, Verkehrszeichen und Fahrräder nicht da wären.
    Sehr schön...

    LG Karlheinz
  • Gunter Peter 17. Mai 2008, 11:53

    Sehr feine Bildbearbeitung die gut rüber kommt.
    Aber auch die gesamte Schärfe und die Farben sind Spitze. Super Präsentation und eine Klasse Info.
    LG, Gunter.
  • Anni R. 17. Mai 2008, 9:21

    eine sehr schöne arbeit :-)
  • Chris P.60 plus 17. Mai 2008, 8:57

    Das ist ja mal wieder eine ganz tolle Bearbeitung, gefällt mir und die erklärenden Worte dazu ...toll....
    LG christel
  • Friedhelm Riedel 17. Mai 2008, 7:50

    Gut gemachtes Bild und interessante Geschichte!
    LG Friedhelm
  • Sylvia Schulz 17. Mai 2008, 7:29

    das ist aber eine richtige tolle Nonne, klasse bearbeitet und eine traurige Geschichte obendrein,
    lg Sylvia
  • Heide G. 17. Mai 2008, 7:27

    ein Schauer läuft mir den Rücken hinab. Ich habe sie gesehen, die spukende Gestalt. Sie schwebet über dem Gemäuer, das ist mir nicht geheuer.
    S u p e r !
    Gruss heide
  • E-Punkt 17. Mai 2008, 7:20

    Richtig, richtig gut...
    diese Nonne..ihr Blick
    ihre Haare, die hervorschauen,
    geschminkt scheint sie auch zu sein.
    Sie am Himmel und die Stadtansicht

    erwirken ein famoses Zusammenspiel.

    Gut gemacht, Schwarze Perle !

    LG Elfi
  • Reinhold Ott 17. Mai 2008, 2:17

    Grüß Dich Katharina, einfach super sieht das aus und wie Du die nonne da oben hingezaubert hast, einmalig. auch die arbeit die Du dir mit der wirklich ausführlichen info gemacht hast, respekt. tolle arbeit. viele liebe grüße, reinhold.