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Th. Maess


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Kommentare 8

  • Th. Maess 1. April 2014, 9:35

    Lieber Dieter, ein wunderbares Zitat - herzlichsten Dank dem Proust-Liebhaber!
    Lieben Gruß vom Bruderherz...
  • Dieter Maess 1. April 2014, 9:14

    Dazu nur ein Zitat von Proust: Eine Stunde ist nicht nur eine Stunde; sie ist ein mit Düften, mit Tönen, mit Plänen und Klimaten angefülltes Gefäß. Was wir die Wirklichkeit nenne, ist eine bestimmte Beziehung zwischen Empfindungen und Erinnerungen, die uns gleichzeitig umgeben - eine Beziehung, die bei einer einfachen kinematographischen Wiedergabe verlorengehen würde, da diese sich um so mehr von der Wahrheit entfernt, je mehr sie sich auf sie zu beschränken vorgibt...

  • Thaysen Peter 30. März 2014, 17:24

    Eine Arbeit die durch die S/W-Bearbeitung wirkt.
    l.g.
    p.t.
  • dersiebtesohn 30. März 2014, 14:39

    Es gibt da auch noch einen schönen Satz von Tabucchi. Gerade, wenn wir die Wirklichkeit "einschätzen" können wir uns ja ganz schlecht von uns selbst losmachen. Ich zitiere jetzt aus dem Gedächtnis (in "Wirklichkeit" ist der Satz bestimmt noch viel schöner):

    Es schwer von einer Überzeugung (von der Wirklichkeit?) zu reden, dort wo das Herz einen Anteil hat.


    Gruss
    Willi
  • Th. Maess 30. März 2014, 14:33

    @Willi, es ist tatsächlich eine Frage, ob das, was wir wahrnehmen, nur eine Wirklichkeit unter vielen ist (wie es ja die Wissenschaft und/oder Philosophie betonen) und welche dieser Wirklichkeiten durch das Objektiv sichtbar wird. Es gibt da zweifellos Differenzen zwischen uns und der "technischen" Wahrnehmung. Ich muss immer an das Höhlengleichnis von Platon in diesem Zusammenhang denken. Eine andere Frage ist dann die nach der Bedeutung, die ich der Wirklichkeit zumesse. Dazu gibt es eine interessante Auseinandersetzung zwischen Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller, die in einem kleinen Briefwechsel dokumentiert ist (nachzulesen in Rüdiger Safranski “Goethe & Schiller – Geschichte einer Freundschaft“, Seiten 198f.). Goethe betont darin, dass jedes Objekt ein Symbol eines geschichtlichen Augenblicks sei. Er spielte dabei auf den Anblick eines in den Napoleonischen Kriegen zerstörten Hauses seiner Vaterstadt Frankfurt an. Schiller nahm das auf und entgegnete, dass diese Symbolik nur derjenige bemerkt, der diese Bedeutungsfülle auch wahrnehmen kann. Der Bedeutungsreichtum eines Objekts wird erst dann wahrgenommen, wenn das Subjekt, also der Mensch, eine Bedeutungsfülle in sich selbst hat: „aber zuletzt kommt es auf das Gemüt an, ob ihm ein Gegenstand etwas bedeuten soll, und so deucht mir das Gehaltreiche mehr im Subjekt als im Objekt zu liegen“. Hat der Mensch diese Bedeutungsfülle, so wird ihm jede „Straße, Brücke, jedes Schiff, ein Pflug“ etwas mitzuteilen haben.
    Was heißt das für eine Fotografie? Erst wenn der Fotograf selber die „Bedeutungsfülle“ eines Gegenstandes erfasst, sich selbst dazu in Beziehung setzt, dann erst entsteht das Bild in ihm und überträgt sich auf den technischen Apparat. Darin liegt eine feine Unterscheidung zu einem Gegenstand, der aus sich heraus bedeutend sein kann, aber zu dem ich selbst keine Beziehung habe. Vermutlich wird dann aus dem Bild eher eine Ansichtskarte als ein eigenes Foto.
  • dersiebtesohn 30. März 2014, 12:08

    Wenn das Konkrete in den Hintergrund tritt, wird eine neue Wirklichkeit geschaffen. Aber auch diese Wirklichkeit wird mit ihrer Unbeständigkeit nur darauf hinweisen, dass die Wirklichkeiten keinen Bestandsschutz genießen. Das Foto ist nur ein weiterer Beleg des Versuchs den versch. Wirklichkeiten eine Gültigkeit zuzuweisen. Alles was gezeigt werden kann entspricht einer Wirklichkeit, oder ist zumindest eine Ableitung aus der Wirklichkeit heraus. Unermeidbar aber ist es, dass der Zeigende zum Teil seines Wirklichkeitsmosaiks wird, wenn er das er es mit dem Zeigen ernst meint.
    Gruss
    Willi
  • Claudy B. 30. März 2014, 10:55

    eine wunderbar fotogene Nebelstimmung...
    hast du noch mehr gemacht?
    lG und einen recht schönen Sonntag!
    C.
  • susarti 30. März 2014, 10:30

    sieht nicht sehr nach Frühling aus, aber eine tolle Aufnahme.
    VG susarti

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Kamera NIKON D700
Objektiv 50.0 mm f/1.4
Blende 1.4
Belichtungszeit 1/8000
Brennweite 50.0 mm
ISO 200