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WOLLE H


Pro Mitglied, Bochum

Heimkehrer Dankeskirche

Gestern am Tag des offenen Denkmals war ich unterwegs.
Erstes Ziel war die Heimkehrer Dankeskirche in Bochum Weitmar.
Einzelaufnahme
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Seit 2009 ist sie Filialkirche der Gemeinde St. Franziskus in Bochum-Weitmar im Bistum Essen. Seit 2005 steht die Kirche unter Denkmalschutz. Im Kulturhauptstadtjahr Ruhr war die Kirche 2010 eine von 52 sogenannten „spirituellen Kulturtankstellen“ im Bistum Essen.
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August Halbe, fünf Jahre kriegsgefangener Priester im Ural, ließ aus Dank für die Rettung aus der Lagerhaft die Heimkehrer-Dankeskirche in Bochum-Weitmar errichten.

Der Plan zum Bau der Dankeskirche wurde 1955 der Öffentlichkeit vorgestellt. Unterstützt durch den 1956 gegründeten Kirchbauverein konnten zwei Jahre später 20 Heimkehrer den ersten Spatenstich vollziehen. Am 12. Dezember 1959 weihte Bischof Franz Hengsbach die Kirche. Sie trägt den Namen „Heilige Familie“ und erinnert an die Heimkehr der Familie Jesu aus Ägypten.

Im Jahr 2009 konnte die Kirche ihren 50. Weihetag feiern. In einem Grußwort des Apostolischen Nuntius in Deutschland schrieb Nuntius Erzbischof Jean-Claude Périsset der Gemeinde: „Mit dem Dank an Gott, der in der ‘Heimkehrer-Dankeskirche’ seinen Ausdruck findet, verbindet sich … das dankbare Gedenken an Pfarrer August Halbe und alle, die seinerzeit zur Umsetzung des Projektes beigetragen haben, aber auch an die, die sich dem Vermächtnis verpflichtet wissen, das mit dieser Kirche verbunden ist.“
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Die hohe und weite Halle ist mit einem flachen Satteldach gedeckt. Die dreiteilige Fassade bildet zwar eine dreischiffigen Raum ab, der Innenraum besteht aber nur aus einer hohen Halle, der ein kurzes, siebenjochiges, mit Pfeilern gestütztes Seitenschiff angegliedert ist. Die beiden ungegliederten Seitenteile der Fassade flankieren den durch kräftige, schlanke Betonstützen gegliederten Mitteltrakt, in dem sich über drei Portalen drei hochrechteckige, durch quadratische Sprossengliederung ornamental wirkende Fenster öffnen.

Der helle schlichte Innenraum wird außerdem beleuchtet durch den hoch liegenden Fries farbiger Fenster an den beiden Längsseiten der Kirche und ein weiteres Glasfenster in Chorhöhe, das die gesamte Höhe des Raumes und fast ein Viertel seiner Länge einnimmt. Die Ikonographie der Fenster variiert das Thema Krieg und Gefangenschaft.

Der Kirchbau soll architektonisch an eine Lagerbaracke erinnern. Die architektonische Konzeption, die Krypta und das Bildprogramm der Fenster („Kriegsstraße“) stellen eine Gesamtheit dar. Mit dem Fenster „Lobgesang der Jünglinge im Feuerofen“ hat beispielsweise der Maler Wilhelm de Graaf als Kriegsheimkehrer seinen Dank ausgedrückt. Im Seitenbereich der Kirche befindet sich seit 1985 eine farbig gefasste Schutzmantelmadonna eines Grödner Bildschnitzers.
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In der Krypta der Kirche befindet sich ein Museum. Es zeigt Gegenstände, die in den Lagern entstanden sind. Hinzu kommen eindrucksvolle Gemälde und Zeichnungen aus dem Alltagsleben der Lagerinsassen, unter anderem eine Kopie der Stalingradmadonna als gestickter Wandbehang. 1967 wurden Tafeln mit den Namen zahlreicher Kriegsgefangenenlager in Ost und West an den Wänden der Krypta angebracht.
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Quelle: WIKIPEDIA

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