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Pro Mitglied, München

::. Heilig-Geist-Kirche .::


Die katholische Pfarrkirche Heilig Geist gehört zu den ältesten erhaltenen Kirchengebäuden Münchens.

Gegen Ende des 13. Jahrhunderts gab es in Deutschland kaum eine nennenswerte Stadt,
welche nicht ein hl. Geist-Spital besaß. Es bestanden damals schon über
300 solcher Häuser, welche im Laufe des genannten Jahrhunderts unter Anrufung
und unter dem Titel des hl. Geistes gegründet waren. Die fast gleichzeitige
Gründung all dieser Häuser, mit welchen stets auch eine Kirche verbunden
war, weist auf einen gemeinsamen Ursprung in Rom. Wie viele andere Päpste
hatte auch Papst Innocenz III. (1198-1216) über seiner weltbewegenden Tätigkeit
die Armen und Kranken nicht vergessen. Er bestätigte den neu gegründeten
Krankenpflege-Orden der Brüder vom Heiligen Geist mit der Regel des hl. Augustinus
und stellte ihn unter seinen besonderen Schutz.
Das Heiliggeist-Spital zu München wurde 1208 von Herzog Ludwig I. dem
Kelheimer im Tal vor dem Talburgtor gestiftet. Der Anlass dazu mag gewesen sein,
was nach 150 Jahren noch eine Urkunde des Bischofs Paul von Freising als Grund
einer Ablassstiftung nennt: Lahme, Blinde und an anderen Krankheiten Leidende,
sowie Pilger, die täglich hier zusammenströmen, aufzunehmen und zu
erquicken. Die nötigen Mittel hierfür flossen aus den Liegenschaften,
auf die bereits die päpstliche Bestätigungsurkunde von 1250 verweist.

In der Folgezeit wirkten frommer Sinn und Wohlstand der Bürger zu-sammen
und wetteiferten mit dem Landadel der Umgebung in der Förderung der neuen
Einrichtung. So wuchs ein weitläufiger Komplex von Gebäuden heran.
An die Heilig Geist-Kirche schlossen sich der Weiber- und der Männerbau
an. Dahinter lagen die Benefiziatenhäuser und in Richtung Fischergaßl
weitere Spitalgebäude. Gegen Süden erstreckte sich das Ökonomie-Anwesen
mit Pferdestall, Schlachtbank, Heuboden und Viehställen, Bierkeller und
Zimmerwerkstatt. Dazu kam der Komplex mit Bäckerei, Küche, Brauerei,
Schäfflerei, Schenkstube, Schmiede und Verwaltung. Das Spital war also
eine kleine Stadt für sich, war Spitalpfarrei mit Friedhof und weiteren
Kapellen. Religiöses und soziales Engagement wirkten auf vorbildliche Weise
zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger zusammen, aber auch zur Verpflegung
von Fremden und Reisenden.

Aufklärung und Säkularisation veränderten die Stadt. Im Spital
führten Raumnot und Modernisierung dazu, dass die Spitalstiftung zu Beginn
des 19. Jahrhunderts in die Mathildenstraße verlegt wurde, ins ehemalige
Kloster der Elisabethinerinnen. Die Spitalpfarrei wurde aufgehoben und 1844
durch das starke Anwachsen der Münchener Bevölkerung als Stadtpfarrei
errichtet.

Kommentare 1

  • xyz 24. August 2013, 12:01

    Eine atemberaubende Perspektive - man muss mehrfach hinschauen, um sich zurecht zu finden...
    Gruß Ulf