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Was ist neu?
hei, du, biste nich ....

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Ursula Elise


Pro Mitglied, Hamburg

hei, du, biste nich ....

In der Bibel heißt es bei Lukas (22):

Die Verleugnung durch Petrus
54 Darauf nahmen sie ihn fest, führten ihn ab und brachten ihn in das Haus des Hohenpriesters. Petrus folgte von weitem. 55 Mitten im Hof hatte man ein Feuer angezündet und Petrus setzte sich zu den Leuten, die dort beieinandersaßen. 56 Eine Magd sah ihn am Feuer sitzen, schaute ihn genau an und sagte: Der war auch mit ihm zusammen. 57 Petrus aber leugnete es und sagte: Frau, ich kenne ihn nicht. 58 Kurz danach sah ihn ein anderer und bemerkte: Du gehörst auch zu ihnen. Petrus aber sagte: Nein, Mensch, ich nicht! 59 Etwa eine Stunde später behauptete wieder einer: Wahrhaftig, der war auch mit ihm zusammen; er ist doch auch ein Galiläer. 60 Petrus aber erwiderte: Mensch, ich weiß nicht, wovon du sprichst. Im gleichen Augenblick, noch während er redete, krähte ein Hahn. 61 Da wandte sich der Herr um und blickte Petrus an. Und Petrus erinnerte sich an das, was der Herr zu ihm gesagt hatte: Ehe heute der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. 62 Und er ging hinaus und weinte bitterlich.

Hier tickt die Magd den Jünger an, irgendwie heimlich, sie guckt weg, er guckt weg...
Eine Szene aus der Passionsdarstellung im Lettner des Naumburger Doms, einem der Meisterwerke des Künstlers, den man nur mit dem Hilfsnamen 'Naumburger Meister' benennen kann; um 1250 (!).

Dieser Verleugner Petrus ist zugleich der, der katholischerweise als erster Papst gilt, weil man bei Matthäus in eine sicher vorhandene Überlieferung reingeschmuggelt hat: Matth. 16, 13-19.

Im anderen Zwickel (über dem Durchgang in den Westchor mit den Stifterfiguren), der ja wenig und in der Form problematischen Raum bietet, hat der Künstler zwei Wächter untergebracht, als Juden erkenntlich an den spitzen Hüten.

Kommentare 2

  • Hans Mentzschel 6. Oktober 2013, 19:11

    Immerhin hat der, der den HErrn dreimal verleugnete, und durch Hahnengesang wieder zur Vernunft kam, das katholische Weltreich gründen geholfen. Eine interessante politische Person zur neutestamentarischen Zeit. Es gibt durchaus Parallelen heute, nicht wahr? Genauso interessant ist der Handwäscher Pontius Pilatus.
    LG und Petri Heil! Hans Me.
  • smokeonthewater 6. Oktober 2013, 0:53

    Eine Darstellung, die Luthers Ideen vorwegnimmt, dass die Bibel für das leseunkundige Volk neben der deurschen Sprache durch allzu menschliche Szenen begreifbar und glaubhaft werden sollte. Deshalb gab es Thesen, dass sich im Lettner protestantische Bestrebungen 200 Jahre vor Luther widerspiegeln, z.B. der Waldenser. Durch diesen für die Gotik untypischen Realismus ist der Lettner zwangsläufig der schönste Lettner überhaupt geworden.

    Immerhin starb Petrus tatsächlich als erster Bischof von Rom zusammen mit seinem Stellvertreter, dem römischen Bürger Paulus, den Märtyrertod. Darin ist sich die Geschichtsschreibung einig, sogar der Kerker oberhalb des Forum Romanum ist belegt, nur das Jahr der Hinrichtung nicht. Nicht belegbar ist, dass der Religionsstifter Jesus in Petrus seinen Nachfolger bestimmte, da die Existenz der Person Jesu selbst nicht belegt ist. Abgesehen davon interpretieren die meisten Evangelien den Apostel Simon als den Felsen (Petrus), auf dem Jesus seine Kirche gebaut hat, nur als Vorbild für das Bischofsamt als solches. Das haben auch die römischen Christen so gesehen. Erst über 200 Jahre nach Petri Tod kam ihnen die Idee, das Papsttum daraus abzuleiten, sozusagen eine Geschäftsidee für eine Nachfolgedynastie der Kirche. Hat sich ja tatsächlich bewährt.

    LG Dieter

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