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Was ist neu?

Richard. H Fischer


Basic Mitglied, Stirling - Süd Australien

Hallo all Ihr lieben Rater.

Ich wußte, daß es für Euch unmöglich war die Lösung zu erraten.
So fange ich also erstmal ganz vorne an.
Seit vielen Jahren ist es Milchfarmern in Australien gesetzlich verboten un-pasteurisierte Milch zu verkaufen. Sie müssen alle an Großhändler verkaufen, welche dann die Milch behandeln. Der Grund für das Gesetz war die Tuberkulosegefahr, welche zu der Zeit auch existierte. Das ist heute nicht mehr der Fall. Es ist jedem zwar erlaubt, die frische Milch von seiner eigen Kuh zu trinken - aber wer hat schon die Möglichkeit. Inzwischen ist ja auch bewiesen, daß frische Milch viel gesünder ist - und das Verlangen danach ist in der Bevölkerung immer größer geworden. So kamen dann einige Farmer auf die Idee, eine Art "Kuhbörse" ins Leben zu rufen. Nun konnten Leute sich "Aktien" kaufen beim Farmer - und wurden sozusagen "Mitbesitzer" von seinen Kühen und konnten sich so frische Milch verschaffen. Das ging auch ein paar Jahre sehr gut - sozusagen australiaweit, bis ein südaustralischer fundamentalistischer neuer Bürohengst dahinterkam und der Sache ein Ende machen wollte. Es gab ein Gerichtsverfahren von einiger Dauer und die "Share Farmer" bekamen (fast) Recht. Der Beamte ging in Berufung und es läuf also weiter.
Nebenher hatten einige kleine Farmer "heimlich" weiter vor der Tür verkauft, erst an Verwandte, dann an Bekannte von den Verwandten und so ging es von Mund zu Mund - und in den Mund - von einer langsam anwachsenden Schaar.
Während des laufenden Gerichtsverfahrens wurden nun auch diese "Heimlichtuer" aufgespürt und mußten befürchten, ihre einzige Einkommensquelle - die Farm - zu verlieren.
Dieser Farmer, den ich auch kenne, versucht nun auf verschiedenen Umwegen dieser Gefahr zu entgehen. Bisher gingen die "Kunden" in ein kleines Häuschen, wo die Milch in 2 1/2 Literflaschen in einem großen Kühlschrank mit Glastür stand - und jeder wußte, wieviel er in die verschlossene Blechdose an der Wand stecken mußte, denn ein Schild daneben zeigte die Preise an.
Er wurde nun vor kurzer Zeit auch aufgespürt und mit Briefen und Drohungen von dem Michoberhaupt in der Regierung bombardiert.
Keinem Farmer ist es verwehrt, sich seiner überflüssigen Milch zu entledigen und sie wegzuschütten und zu vernichten. Das brachte ihn auf die Idee, sich als Agent für ungewollte Milch zur Vernichtung der seinen zu ernennen und seine Kunden helfen ihm nun dabei, denn allein schafft er es nicht. Geld darf er sowieso nicht nehmen - aber die Dose hängt da immer noch an der Wand - wenn auch ohne Preis- und Hinweisschild, - aber jeder erinnert sich ja noch, warum sie dort hängt. Man entschädigt den Farmer sozusagen dafür, daß man ihm helfen muß seine Milch zu vernichten.
Mal sehen wie es weitergeht!

Kommentare 11

  • Kitty te Laak 3. April 2014, 20:29

    Hi Richard, ich wuensche ihm, dass er noch viele gute Einfaelle hat, um dem Buerokratismus ein Schnippchen zu schlagen. Wenn ich dort waere, wuerde ich ihm bestimmt bei der Vernichtung helfen...hmmmmm.
    Gruss Kitty
  • Klaus Degen 2. April 2014, 20:33

    Da höre ich den Amtsschimmel ja bis hier her wiehern....was für eine Geschichte. Da wäre ich nie im Leben drauf gekommen.....

    lg Klaus
  • Trautel R. 2. April 2014, 8:21

    ich wäre nie darauf gekommen, eine mehr als interessante information.
    lg trautel
  • Lichtspielereien 1. April 2014, 18:05

    Genau wie Eberhard schreibt.
    Deshalb bin ich auch nicht weiter gekommen )))
    Da bin ich echt nicht drauf gekommen.
    LG
    verena
  • The Wanderers 1. April 2014, 13:37

    Hi Richard*** kein wunder das die webseite nur eine adresse angibt. Clever idee, hoffe das keiner vergist was in die dose zu stecken.
    Gruss eberhard
  • Bea Buchholz 1. April 2014, 12:29

    Darauf wäre ich nie gekommen, aber deine Erklärung ist sehr informativ und gut.
    Habe soeben meinen Mann in den April geschickt:-))))
    Dir noch einen schönen Tag.
    LG Bea
  • Tobias Möser 1. April 2014, 11:06

    Wie schön es ist, dass von den Bürokraten niemand auf die Idee gekommen ist, ein Gesetz zu schaffen, das verbietet, Gesetze zu umgehen.
    Jedenfalls sehr kreativ von dem Farmer :-)

    Wusstest du, warum die Bananenpreise in der Schweiz kurzfristig ins Bodenlose fallen können?

    Schöne Grüße

    Tobias
  • Bert Kastenholz 1. April 2014, 8:50

    Grüß Dich Richard,
    das ist ja mal 'ne tolle Story. Bisher dachte ich immer, dass es solche Bürokratenhengste nur bei unserer EG in Brüssel gibt - aber wie Du bescheinigst gibt es die auch auf der anderen Seite der Welt.
    Schilda lässt schön grüssen und wir tragen die Sonne mit Eimern ins Rathaus oder die gesunde Milch im Kännchen zum Händler der sie zum pasteurisierten
    Einheitszeug "umfummelt" ... komische Welt.
    CU Bert
  • Richard. H Fischer 1. April 2014, 8:34

    ACHTUNG!!!
    Hier muß ich mal eingreifen. Es handelt sich NICHT um einen Aprilscherz wie vielleicht einige von Euch annehmen.
    Das Datum hat sich zufällig aus meinen neuen Tagesabläufen ergeben.
    Lieben Gruß, Richard
  • Obelix2223 1. April 2014, 7:09

    ich trinke schon lange keine milch mehr, schmeckt mir nicht und schön, dass wir den 1.4. haben
    lg joachim
  • Fred Welke 1. April 2014, 2:35

    Eine hochinteressante, aber ziemlich komplizierte Geschichte. Darauf waere ich nie gekommen. Ich trinke ueberhaupt keine Milch mehr wegen meiner leichten Diabetis. Wuensche dir jedoch einen schoenen
    '1. April' !!!
    vg Fred