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Mareike Bergmann


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Grote Markt in Brügge

Bereits im 11. Jahrhundert war der Platz das Zentrum der Stadt. Er wurde auf einem trockengelegten Sumpfgebiet angelegt und lag 1,20 Meter tiefer als heute.

Als zentraler Platz war der Grand’ Place bzw. der Grote Markt Schauplatz aller großer Versammlungen und ebenso Hinrichtungsstätte.

Am 13. und 14. August 1695 wurde der Platz durch den Beschuss französischer Truppen unter Marschall Villeroy fast völlig zerstört. Nur die Mauern und Türme des Rathauses und des Maison du Roi/Broodhuis standen danach noch, alle anderen Gebäude lagen in Trümmern.

Bis zu seiner Zerstörung 1695 war der Platz eine bunte Mischung der Stile des 15. bis 17. Jahrhunderts, die rasche Neubebauung in den folgenden Jahren gab ihm seine geschlossene barocke Fassadenfront. Eine wichtige Rolle spielte dabei der Stadtrat, der sich alle Entwürfe der neu zu bauenden Häuser vorlegen ließ und mit dem Willen zu einem einheitlichen, repräsentativen Stadtbild Einfluss auf die Pläne nahm.

Die Maße des rechteckigen Platzes betragen 110 Meter in der Länge und 68 Meter in der Breite, nur die Südseite ist etwas schräg versetzt, sodass an der südostlichen Ecke kein rechter Winkel entsteht. Sieben schmale und unregelmäßig angelegte Straßen, die die Fassadenfront nicht zerschneiden, führen von ihm in die Altstadt.

Beherrscht wird der Platz vom Rathaus mit seinem mächtigen Belfried und dem direkt gegenüberliegenden Maison du Roi, die einerseits die städtische, andererseits die königlich-habsburgische Macht verkörperten. Direkt vor dem Maison du Roi/Broodhuis, das auch das königliche Gericht beherbergte, befand sich die Richtstätte.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts stehen die Gebäude des Platzes unter

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