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Was ist neu?

Volkmar Nix


Basic Mitglied, Dillenburg

Große Wollbiene (Anthidium manicatum) - Männchen

Endlich hat es geklappt! Schon seit vier Jahren versuche ich eine zufriedenstellende Aufnahme der Großen Wollbiene zu machen, doch bis jetzt sind alle Bilder unzureichend gewesen. Nur wenige Sekunden sitzt sie an einer Blüte, meist taucht sie tief in sie hinein, so dass sie nicht eindeutig zu erkennen ist.
Doch heute gönnte sie sich ein paar Minuten Pause auf einer verblühten Iris und ich kam endlich zum "Schuss"!
Die Große Wollbiene ist nicht allzu selten. Das Männchen ist mit ca. 14 - 18 mm größer als das Weibchen (ca. 10 - 12 mm) und "patrouilliert" an seinen Reviergrenzen. Kommt ein anderes Männchen, oder auch eine artfremde Biene in die Nähe, wird angegriffen. Dazu besitzt es am vorletzten Hinterleibssegment (Tergiten) jeweils zwei Dornen und am letzten drei. Diese können zu erheblichen Verletzungen z.B. Flügelbruch führen. Die Dornen sind auf meinem Bild noch gerade zu erkennen.
Die Wollbiene ist eine solitäre Art. Sie nistet in vorgefundenen Hohlräumen verschiedener Form und Größe: in Erdlöchern, in Felsspalten, zwischen gelockertem Mauerwerk, in breiten Spalten alter Balken und Pfosten, in Hohlräumen von Löß- und Lehmwänden, in Löchern poröser Schlacken, in verlassenen Nestern von Pelzbienen, z.B. von Anthophora plumipes. Das Nest ist meist ein Haufenbau, selten auch ein Linienbau aus abgeschabten Pflanzenhaaren. Lieferanten von Baumaterial sind verschiedene stark behaarte Pflanzen wie Deutscher Ziest, Woll-Ziest oder auch Lichtnelke.
Jeweils ein Ei legt die weibliche Biene in eine mit Pollen und Nektar gefüllte Brutzelle, die sie in vorgefundenen Erd-, Mauer- und Holzlöchern oder Felsspalten anlegt. Nach der Eiablage verschließt sie die Brutzelle mit Pflanzenwolle. Aus befruchteten Eiern entwickeln sich weibliche und aus unbefruchteten Eiern männliche Tiere.

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Exif

Kamera Canon EOS 50D
Objektiv ---
Blende 8
Belichtungszeit 1/200
Brennweite 100.0 mm
ISO 400

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