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Gröpeln in El Castillo

Gröpeln in El Castillo

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Gröpeln in El Castillo

El Castillo, Nicaragua 1986. Das Motorschiff Gröpeln aus Bremen war war Anfang der 1980er Jahre als Spende an die junge Nicaraguanische Revolution gedacht. Es sollte seinen Dienst auf dem riesigen Nicaragua-See als eine Art Ambulanzschiff aufnehmen. Dort kam es nie an. Auf seinem Weg auf dem Rio San Juan von der Nicaraguanischen Karibikküste nach San Carlos wurde es von einer Rebelleneinheit der "Contra", unter der Führung von Eden Pastora (Commandante Cero") überfallen und auf Grund gesetzt . Die "Contra" wurde seinerzeit hauptsächlich von den USA finanziert. Pastora war angeblich nicht bereit sich von den USA finanzieren zu lassen. Am Rio San Juan wurde jedoch 1986 ein Flugzeug mit Waffen und Ausrüstung abgeschossen, das von einem US-Amerikaner gesteuert wurde. Bei den allgemeinen Wahlen in Nicaragua 2006 errang Comandante Cero als Präsidentschaftskandidat 1 Prozent.
Aber zurück zur Gröpeln:
Die Gröpeln ist eine Fähre aus Bremen, die 1939 in Wischhafen gebaut wurde. 1982 gelangte das Schiff als Spende nach Nicaragua. Das Foto zeigt die Gröpeln von der Festung El Castillo (1672) aus gesehen am linken Bildrand, am Ufer des Rio San Juan liegend. Die Festung El Castillo, die aus spanischer Kolonialzeit stammt, war in den 1980er Jahren militärische Anlage. Da war es nicht ganz einfach eine Erlaubnis für ein paar Fotos zu bekommen.
Wo sich die Gröpeln jetzt befindet ist mir nicht bekannt.


Zu dem Schiff hier eine Anmerkung, die mir "Radiobridge" im November 09 als Bildanmerkung geschrieben hat:

"Das Foto ist ein interessanter Zufallsfund: Ich war seinerzeit dabei, als die "Gröpeln" in Bremen verladen wurde und dann auf Reede vor der Küste von dem aus Bremen kommenden Frachter abgesetzt wurde. Ihr Schicksal in Nicaragua ist Thema des Dokumentarfilms "Die nassen Füsse Nicaraguas". Kameramann Valentin Schwab wurde bei seinem zweiten Dreh von Contras entführt. Mit dem für das Postwesen zuständige Minister Enrique Schmidt hatte ich vereinbart, dass wir für eine Spezialsendung bei Radio Bremen eine Satellitenschaltung zur "Gröpeln" schalten würden, sobald das Schiff den Nicaragua-See erreicht hätte. Enrique Schmidt hatte an der Bremer Uni studiert, er kam bei einem Fronteinsatz ums Leben. Die "Gröpeln" kam wohl nie von der Sandbank herunter. Wenn es mehr Bilder geben sollte, die würden mich interessieren ..."
Anmerkung von mir: Der Film heisst "Die nackten Füsse Nicaraguas".

Hasenfuß
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Markus Bibelriether

Gröpeln II
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Gröpeln IV
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Kommentare 1

  • Dietma 9. Oktober 2012, 11:42

    Tolle Serie ! Sehr Interessante Detail's hast Du da zusammengetragen !! Das Bild ist auch sehr schön ! Obwohl man die Gröpeln erstmal garnicht so schnell erkennt !
    Gruss Dietma