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Brigitte Specht


World Mitglied, Berlin

Grabstätte von "Theodor Storm"

Im Jahre 1880 verließ Storm Husum, um frei von Amt und Bürden seinen Lebensabend in dem anmutigen holsteinischen Dörfchen Hademarschen zu beschließen.
Er baute sich dort ein eigenes Haus und lebte die Jahre, die ihm noch vergönnt waren, nur seinem Schaffen und seiner Häuslichkeit.
Jedes Jahr kam er auf längere Zeit wieder nach Husum.
Der Abschied von der alten Heimat wurde ihm stets aufs Neue schwer und er sprach in den letzten Jahren sogar davon, sich wieder ganz dort niederzulassen.

Aber es kam nicht mehr dazu.
Theodor Storm starb im Juni 1888. Er war schon lange schwer leidend gewesen, aber vom Sterben wollte er nie etwas wissen.
Ihm, der zeitlebens ein Priester des Schönen gewesen, erschien der Tod als etwas Häßliches, Grauenvolles und er sprach oft in bezug auf sein Alter davon, wie schön auch das Abendrot noch sei, wenn die Sonne niedergegangen.

In seiner grauen Stadt am Meer liegt er begraben, auf dem kleinen, lindenbeschatteten alten St. Jürgen Kirchhof.
Die Husumer haben ihren Dichter nicht vergessen und legen ihm noch manchen roten Heidekranz auf die schmucklosen, grauen Steinplatten nieder, welche die Storm'sche Familiengruft decken.

In seinem Testament hatte Storm ausdrücklich verlangt, ohne Geistlichen und ohne Glockenklang begraben zu werden.
Kurz vor seinem Tode hatte er noch einmal darauf hingewiesen, daß er sein letztes Bekenntnis in folgenden Worten seines Gedichtes »Ein Sterbender« niedergelegt habe:



»Auch bleib' der Priester meinem Grabe fern,
Denn nicht geziemt sich's, daß an meinem Sarge
Protest gepredigt werde dem, was ich gewesen,
Indeß ich ruh' im Bann des ew'gen Schweigens.«


" Theodor Storm Museum "
" Theodor Storm Museum "
Brigitte Specht

Kommentare 10

  • Marina Luise 14. Januar 2012, 20:08

    Danke für dieses Foto, Brigitte - ich hab' es noch nie gesehen! Er gehört zu meinen Lieblingsdichtern - und wenn ich diesen herzlos -ewigschweren Block auf ihm sehe - ich könnte heulen!
    Das ist seiner nicht würdig - der Klotz auf ihm - nicht dein Bild! Danke!
  • Trautel R. 13. Januar 2012, 6:47

    eine sehr gute dokumentation in wort und bild.
    lg trautel
  • Rainer Rottländer 12. Januar 2012, 22:07

    Still ruht er, hat er doch Millionen begeistert, eine feine Aufnahme und Doku.
    LG Rainer
  • Anoli 12. Januar 2012, 19:30

    Eine wunderbare Reise, auf die Du uns da mitgenommen hast, Brigitte!
    LG Ilona
  • jule43 12. Januar 2012, 18:55

    Er ist die Berühmtheit des Ortes und ich dnake dir für deine Serie . Spannend und eine gute Idee uns Husum zu zeigen.

    LG Jule
  • pts 12. Januar 2012, 18:17

    Tatsächlich schlicht, einfach und regennass, zumindest am Tage der Fotografie, nichts
    aufmunterndes, alles so grau, wie die Stadt am Meer auch heißt.
    Traurige, letzte Grabstelle eines der großen
    deutschen Dichter, Theodor Storm,
    der Schimmelreiter.
    peter
  • Claudio Micheli 12. Januar 2012, 18:17

    Un piacevole ricordo.
    Ciao
  • Hans-Joachim Maquet 12. Januar 2012, 16:18

    Du hast eine feine Stormsche Serie gemacht und nicht
    nur wie hier sehr gute Fotos eingestellt, sondern
    Deiner Doku auch interessante Info-Texte beigefügt.
    LG Hans-Joachim
  • staufi 12. Januar 2012, 15:04

    Hallo Brigitte, bei uns in Heiligenstadt liegt ein Casimir Storm begraben, soweit ich es herausfinden konnte, muss es ein Neffe von Theodor Storm sein. Also ein Sohn seines Bruders Otto. Was der hier gemacht hat, weiß ich leider nicht. Vielleicht finde ich es noch heraus.
    Viele Grüße
    Erhard
  • Klaus-Günter Albrecht 12. Januar 2012, 14:42

    Angesichts des gezeigten Wetters ist man versucht zu schreiben: ein nasses Grab. Aber das ist es denn doch nicht gewesen, jedenfalls im Sinne des Sprachgebrauchs. Ja, ja. Ob der in der heutigen Zeit dort glücklich gewesen wäre?
    Liebe Grüße Klaus