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Klaus-Peter Beck


World Mitglied, Bergheim

Gleitschleifen

So, das ist nun der letzte Arbeitsgang, nach dem Gießen, bzw. noch vor dem Lackieren..

Das Gleitschleifen ist ein trennendes Verfahren zur Oberflächenbearbeitung von vorrangig metallischen Werkstücken. Die zu bearbeitenden Werkstücke werden zusammen mit Schleifkörpern (sogenannten Chips) und meist einem Zusatzmittel in wässriger Lösung (Compound) als Schüttgut in einen Behälter gegeben. Durch eine oszillierende oder rotierende Bewegung des Arbeitsbehälters entsteht eine Relativbewegung zwischen Werkstück und Schleifkörper, die einen Materialabtrag am Werkstück, insbesondere an dessen Kanten, hervorruft. Das Oberflächenbild der Werkstücke, die Rauhigkeit, der Materialabtrag und die Entgratleistung lassen sich durch die eingesetzten Maschinen und Werkzeuge (Schleifkörper und Compound) nahezu beliebig variieren.

Das Gleitschleifen ist in der DIN 8589 festgehalten und wird dort Gleitspanen genannt, da nicht immer ein Schleifprozess, sondern verfahrensabhängig auch ein Läppen oder Polieren stattfindet. Nach dem Unternehmen Walther Trowal ("Trommel-Walther"), welches das Gleitschleifen zuerst in einer Trommel industriell nutzte, ist das Gleitschleifen auch unter bestimmten rechtlichen Voraussetzungen (Lizenzierung) unter der Marke Trowalisieren bekannt. Durch Gleitschleifen können folgende Bearbeitungsziele erreicht werden:

Entgraten, Kantenverrunden
Glänzen, Glätten, Polieren (auch als Hochglanzverdichten bezeichnet)
Entzundern, Reinigen
Mattieren
Schleifen
Entfetten, Entölen


Große Vibratoren versetzen den gesamten Inhalt in Schwingungen und ermöglichen so auch die Bearbeitung schwerer beziehungsweise großer Werkstücke, die beim Trommel- und Fliehkraftschleifen im Gemenge unten liegen bleiben, sich verhaken oder im Behälter aufstoßen würden. Der Inhalt bewegt sich in einer horizontalen Schraubenform. Das Gleiten geschieht hauptsächlich während der negativen Amplitude aufgrund der unterschiedlichen Massen zwischen Chip und Werkstück. Die Ausführung der Maschinen ist entweder topfförmig für Einmalfüllungen oder schneckenförmig für Durchlaufverfahren.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gleitschleifen

Kommentare 9

  • Pixelfärber 22. Oktober 2014, 13:52

    Anschaulich und grafisch ansprechend fotografiert. Danke für die ausführliche Dokumentation.
  • Rolf Paul Fütterer 21. Oktober 2014, 22:17

    Hallo Klaus-Peter,
    das hat bestimmt mal ein ehemaliger Armee-Offizier erfunden, der war ja sehr erfahren im "Schleifen".
    Doch Spaß bei Seite, diese Technik haben wir uns wohl eher an der Sandküste abgeschaut, dort findet man auch immer wieder entschärfte und geschliffene Glasbruchstücke. Foto und Text bilden wieder eine bildende Einheit.
    Viele Grüße von Rolf
  • werner 1957 21. Oktober 2014, 19:15

    Habe ich noch nie gesehen,gefällt mir sehr gut.
    VG Werner
  • Karin und Axel Beck 21. Oktober 2014, 9:36

    In meiner alten Firma gab es viele solcher Anlagen um Stanzteile zu entgraten... sehr schön, dies mal wieder in dieser Qualität zu sehen.
    LG
    Karin und Axel
  • Wolfgang Linnartz 21. Oktober 2014, 9:30

    So, nun wissen wir das auch. Jedenfalls hast Du im wahrsten Sinne des Wortes Deine Serie "abgerundet" bzw. geglättet.

    Sauber!!

    LG Wolfgang
  • ela 291 21. Oktober 2014, 9:01

    Info und Aufnahme wieder klasse ich finde deine Serie total Interessant

    LG Ela
  • Bernhard Kuhlmann 20. Oktober 2014, 23:11

    Unglaublich, was so alles dazu gehört !
    Gruß Bernd
  • Willbär 20. Oktober 2014, 22:57

    Sehr gute Aufnahme und man kann sich mit Deiner Beschreibung gut vorstellen, was gleich passiert..LG Willbär
  • Vitória Castelo Santos 20. Oktober 2014, 22:30

    Das Gefällt mir GUT !
    LG Vitoria