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GKS 3269a 4° – Jónsbók-Handschrift

Mittelalterliche isländische Handschriften und Wiegendrucke in der Frankfurter Kunsthalle Schirn

Diese Jónsbók, das ab 1281 jahrhundertelang geltende isländische Gesetzbuch, wurde von einem unbekannten Schreiber im 14. Jahrhundert auf 92 Blätter geschrieben. Im 17. Jh. kamen ein Inhaltsverzeichnis und einige Gesetzestexte aus späterer Zeit hinzu. Im Mittelalter wurden juristische und religiöse Schriften am prachtvollsten ausgestattet, darunter auch diese Handschrift. Die wichtigsten Abschnitte sind mit großen bunten Initialen verziert. Die Bilder dienen nicht nur der Zierde, sondern illustrieren die Inhalte der Paragraphen und vermitteln dadurch ein einzigartiges Bild der damaligen Gesellschaft, der Kleidung und des Aussehens der Menschen, ihrer Gestik, ihrer Arbeitsmethoden und Kunstfertigkeiten, sogar ihrer Art, sich zu bewegen und sich zu verhalten. Im Text geht es um die Parlamentsordnung, das Verhältnis zum König, Erbschaftsangelegenheiten, den Umgang mit Streitfragen, Eheschließungen, Besitzverhältnisse von Ehepaaren, den Unterhalt von Armen, die Nutzbarmachung der Ressourcen des Landes, Handel, Schifffahrt, Raub und Gewalt, und um die Macht der Dichtkunst, um nur einiges zu nennen.

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