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Was ist neu?

Heinz Höra


Pro Mitglied, Berlin

Gerade - das Neue Palais

Es war gar nicht so einfach, das immerhin 220 m lange Neue Palais ohne die normalerweise bei Panoramen entstehenden bogenförmigen Verzerrungen hinzubekommen. Da der Betrachtungsabstand auf dieser Seite, der Westseite des Neuen Palais, durch die Communs und jetzige Baustelle auf ca. 140 m begrenzt wird, könnte es minimal unter einem Breitenwinkel von ca. 75° erscheinen. Da aber die Seitenflügel ca. 30 m vorgezogen sind, vergrößert sich der Winkel auf fast 80°. Ich war aber bei meinen Aufnahmen nicht so weit zurückgegangen, so daß das Gebäude vor mir einen Winkel von 110° einnahm - wie mir der Stitcher im nachhinein anzeigte. Dieser Breitenwinkel von 110° ist gerade so das Maximum für einen Stitch mit rectlinearer Projektion. Bei der rectilinearen Projektion werden die äußeren Gebäudeteile, die ja bei der Aufnahme durch die perspektivische Verzeichnung viel kleiner als die mittleren aufgezeichnet werden, schon stark auseinandergezerrt. ABER der Vorteil der rectilinearen Projektion ist, daß waagerechte Geraden gerade bleiben. Dadurch wird das Gebäude in seiner gesamten Breite "gleichhoch" wiedergegeben, der Dachfirst und die Ballustraten sind gerade und auch rechtwinklig zu den an der Fassade aufgebrachten Säulen.

Zum Vergleich habe ich das Panorama auch mit zylindrischer Projektion gestitcht:

Neues Palais in Potsdam-Sanssouci
Neues Palais in Potsdam-Sanssouci
Heinz Höra

Kommentare 6

  • Foto Harry 11. Mai 2009, 21:47

    Hallo Heinz,- finde die Gegenüberstellung mit der zylindrischen Projektion sehr treffend. Fakt ist das das "Mauerbiergerkino" mit der Realität wie sie das menschliche Auge erkennt,nichts gemein hat.Deshalb entscheide ich schon am Motiv ob ein Pano Sinn macht.Das unverzerrte gefällt mit also wesentlich bessser,- auch wenn hier die farbliche Brillianz und Schattendurchzeichnung nicht ganz überzeugen kann.
    VG Harry
  • Matthias-Wagner 10. Mai 2009, 13:41

    Obwohl bei Architekturaufnahmen eher gerade Linien wünschenswert sind, würde ich in diesen Fall die zylindriche der rectlinearen Darstellung vorziehen.
    "Neues Palais in Potsdam-Sanssouci" wirkt auf mich interessanter - dynamischer - räumlicher und erinnert mich an Aufnahmen mit der Noblex.
    Grüße Matthias
  • Ryszard Basta 8. Mai 2009, 17:25

    bewundere Deine Muehe
    keine einfache Aufgabe
  • Klaus Kieslich 7. Mai 2009, 21:54

    Wirkt ja mächtig gewaltig...top Arbeit
    Gruß Klaus
  • J.Swede 7. Mai 2009, 20:35

    Ich mag es.
    lg Jan
  • Heinz Höra 7. Mai 2009, 19:25

    Ein sog. lineares Panorama des Neuen Palais hatte mal Foto Harry aus 3 an "verschiedenen rechtwinkligen Standorten" gemachten Aufnahmen erstellt,
    Das "Neue Palais" im Park Sanssouci.
    Das "Neue Palais" im Park Sanssouci.
    Foto Harry
    weil er meinte, daß bei allen Versuchen von einem zentralen Aufnahmeort das übliche "Mauerbiegekino" herauskommt. Dieses Panorama des Neuen Palais ist auch m. E. gut gelungen - es ist aber eine kleine Unsymmetrie drin, weil er auf der rechten Seite zwei Fensterfronten unterschlagen hat.
    Die "Mauerbiegekinos" finden auch nicht immer meine Zustimmung. Sie entstehen aber nur, wenn man beim Stitchen die zylindrische Projektion benutzt. Wenn man aber die rectilineare Projektion nehmen kann, dann bleiben waagerechte Gerade auch gerade.