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Was ist neu?

Thomas Reitzel


World Mitglied, Fountain, RP

Fünf Uhr fünfundfünfzig

am 16. Juli in Oberwesel, mittleres Rheintal.

Hier war ich in aller Frühe hingefahren, um den ersten IC des Tages abzulichten,
IC 2021, der im Nachtsprung Hamburg mit Frankfurt über das Ruhrgebiet verbindet.

Erstens war ich nämlich der inzwischen irrigen Meinung, daß der Zug ab Koblenz immer noch von einer 181.2 befördert würde;
Zweitens hatte ich eigentlich erwartet, daß um diese Zeit die Sonne doch schon über den Berg gekommen wäre und die Szene vorteilhaft erhellen würde.

Nichts von alledem.

Ursprünglich hatte ich die Stelle zwischen Bett- und Kammerecktunnel ausgewählt, gegenüber der Loreley, aber dort war es noch dunkler.
Also weiter, ein paar Kilometer südlich nach Oberwesel, wieder in der Hoffnung, daß es dort vielleicht doch schon sonnig sei.
Noch nicht, nur oben am Hang liegen die Häuser schon im Licht.

Inzwischen kam der Zug, und ich konnte nur noch schnell den Damm erklimmen, die ISO auf 500 hochdrehen und auslösen.

Eine Zehntelsekunde!
Wohl nur durch den sehr wirksamen Verwacklungsschutz des DX 16-85 zu allem Überfluß scharf!

Bis auf den Zug, versteht sich. Gerade eben erkennt man die 120.

Ein paar blaue Autos fehlen auch nicht. ^^

Das Bild gehört eigentlich in den Channel "misslungen". Aber da ich ja weiß, woran es gelegen hatte, stelle ich es in den Eisenbahnchannel ein,
es soll ja hier Leute geben, die bewegungsunscharf wiedergegebene Züge mögen...

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Kommentare 12

  • Hans-Dieter Illing 25. Juli 2009, 15:53

    Das hat was, wie er da so vorbeirauscht. lg
  • Gerhard Hörhan 18. Juli 2009, 14:48

    Hallo Thomas,

    Für einen Notschuss technisch sehr gut, wenngleich ja für das gedachte Zugsportrait der Zug nicht scharf ist. Aber die Wahl des Fotostandortes: Erste Klasse!

    Was ich dadurch in das Bild hineininterpretiere ist der Gegensatz zu der heutigen schnell lebigen Zeit, hier dargestellt durch den verwischten Zug und dem Unveränderlichen Lauf der Geschichte dargestellt durch die zwei Türme in Oberwesel. Und gerade diese Bildidee mit überlegt umgesetzten Ausführungen mit der besseren Unterstreichung dieses Gedankens und eines engeren Beschnittes des Bildes wäre meiner bescheidenen Meinung nach ein Bild, das ich mir gern an die Wand hängen würde.

    LG
    Gerhard H.
  • Klaus-Peter Schwenker 18. Juli 2009, 6:12

    Schick, sieht nach Geschwindigkeit aus.
    Oder muß die Bahn wieder die Verspätung einholen?
    Warst Du auch in der Eisenbahn-Ausstellung im Kulturhaus Oberwesel, wenn Du schon dahin "rennst"?
    Peter
  • Oliver P. Bayer (2) 17. Juli 2009, 17:51

    Ich finds auch net schlecht.
    Da haste dich aber wirklich früh aus dem Bett gequält, um die Zeit hab ich noch seelenruhig gepennt ;)

    Gruß oli
  • Thomas Reitzel 17. Juli 2009, 12:33

    @KA Mera
    Du hast vielleicht recht, etwas mehr Belichtungszeit, und er wäre nur noch als Lichterband zu sehen gewesen.
    Da ich aber, wie beschrieben, ein ganz anderes Bild machen wollte, hatte ich die Kamera nicht auf einem Stativ und war nur schnell den Bahndamm hochgeklettert.
    Zu dunkel? Es war noch ziemlich dunkel da unten im Tal, und deshalb habe ich die Stimmung genau so wiedergeben wollen.

    Danke für Deine und auch die Auseinandersetzung aller anderen mit diesem Schuß!

    Tom
  • Harry Käufler 17. Juli 2009, 12:07

    Sieht toll aus - ich mags
    LG
    Harry
  • Nico Berte 17. Juli 2009, 11:02

    Jetzt ist es schon fast einen Monat her, dass wir die Sommersonnenwende "feiern" konnten und man mag es vielleicht nicht recht glauben, aber die Tage sind doch schon merklich kürzer geworden. Nichtsdestotrotz ist Dir hier ein Foto "misslungen", das seine künstlerischen Qualitäten nicht versteckt. Immerhin gibt es ja auch den Aspekt der Eisenbahnfotografie, wo Züge in der Nacht oder zur Blauen Stunde in Szene gesetzt werden. Dabei kann man viel falsch machen. Oder aber es gelingt einem ein stimmungsvolles Foto. Da scheint mir bei Deinem Foto hier doch eher das zweite der Fall zu sein.

    500 ISO sind hier vielleicht nicht ausreichend, wenn Du den Zug einfrieren möchtest, aber das wäre hier sowieso auch nicht mit ISO 6400 möglich gewesen (sogar, wenn die D300 da noch ein vergleichsweise gutes Resultat erbracht hätte). Dazu bist Du viel zu nahe am Zug. Aus dieser Position ist es bei vollem Tageslicht schon fast unmöglich bei weniger als 1/640 die Lok ganz scharf zu bekommen. Deshalb finde ich es schon in Ordnung so. KA Mera hat vielleicht Recht: ein klein wenig Bewegungsunschärfe mehr, aber dann hättest Du nicht mehr aus der Hand auslösen können.

    LG Nico
  • Roni Kappel 17. Juli 2009, 9:59

    Hallo Tom!

    Spitzen-Effekt! :-)

    lg,
    Roni
  • Sebastian Terfloth 17. Juli 2009, 0:28

    Sieht man von den blauen Autos ab (XD) ein beeindruckendes Bild mit spannendem Himmel. Die Bewegungsunschärfe machts spannend - ich mag es!

    Viele Grüße,
    Sebastian
  • KA Mera 16. Juli 2009, 23:55

    Thomas, für mich hat das Foto, wenn überhaupt, zwei kleine Schwächen:
    Zum einen könnte es etwas heller sein, sicher nicht viel. Zum zweiten, und das hättest Du erfüllt, wenn Du Forderung 1 mittels einer längeren Verschlusszeit nachgekommen wärst, wünschte ich der Zug wäre noch etwas mehr bewegungs-unschärfer.

    Der Ansatz ist klasse, das Bild auch
  • Klaus Kieslich 16. Juli 2009, 22:42

    In diesen Channel hier gehört es auch voll und ganz hin....durch die Bewegungsunschärfe hast Du Dynamik ins Bild gebracht
    Gruß klaus
  • markus.barth 16. Juli 2009, 22:28

    ich finde, man kann das durchaus mal machen. diese fotos haben ihren eigenen reiz. ich oute mich: mir gfällts.