Diese Website verwendet Cookies, um verschiedene Funktionalitäten bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Zugriffe zu analysieren. Durch die Nutzung dieser Website erklärst Du Dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Weitere Informationen  OK

Werbefreiheit? Jetzt Premium werden!
Was ist neu?

Christian Elsner


Free Mitglied, der Region Hannover

Flammenmeer

BARSINGHAUSEN. Zwei verletzte Feuerwehrleute, ein zerstörter Gebäudekomplex, drei ausgebrannte Geschäfte, rund drei Millionen Euro Schaden – das ist die Bilanz des Großfeuers gestern in Barsinghausen.
„Dabei hätte es noch sehr viel schlimmer kommen können“, sagte ein Ermittler. Am Vormittag sollte eine Tonne Feuerwerkskörper geliefert werden – „nicht auszudenken, was in Barsinghausen passiert wäre“, so der Polizist.
Doch auch so kam es für die Einsatzkräfte und die betroffenen Geschäftsleute knüppeldicke: Um 4.15 Uhr war das Feuer im Jawoll-Markt an der Bunsenstraße im Gewerbegebiet Brunslohe ausgebrochen – vermutlich in einem Lager im hinteren Bereich des Discounters. Schnell fraßen sich die Flammen durchs Dach der Flachbaus, fanden mit auf dem Freigelände gelagertem Humus, Dünger und Rindenmulch eine ideale Nahrung.
Mehr als 240 Feuerwehrleute eilten zum Einsatzort. Sie konnten nicht verhindern, dass sich der Brand auf das in dem 5000 Quadratmeter großen Gebäudekomplex unmittelbar angrenzende Spielzeuggeschäft Top-In und von dort auf das Fitness-Studio BAZ ausbreitete. Gegen fünf Uhr, da waren die Löschversuche schon im vollen Gange, schreckten die Retter zurück: Mit lautem Knall verbrannten im Markt rund 250 Kilo Feuerwerkskörper wie Knallerbsen, Gold- und Silberregen. Eine Rauchwolke zog noch gestern Abend über Barsinghausen.
„Die Dachkonstruktion aus Holz und Teerpappe brennt wie Zunder“, sagte Feuerwehrsprecher Ralf Schumann. Auch Dunkelheit, Kälte, Glatteis und Schneefall hätten die Arbeiten stark behindert. Zwei Feuerwehrleute aus Hohenbostel mussten gerettet werden, als das Feuer mit großer Wucht durch eine Wand gebrochen war. Sie erlitten Rauchgasvergiftungen – einer blieb über Nacht im Krankenhaus.
„Die Ursache ist unklar“, sagte Polizeisprecher Achim Elsner. Die Kripo konnte das Gebäude gestern nicht betreten, immer wieder flackerten Brandnester auf. Experten schließen Brandstiftung nicht aus. Zeugen berichteten, dass sie Alarm gehört hätten – bevor sie Feuer sahen. Dazu Elsner: „Wir wissen nicht, ob es die Brandmeldeanlage oder Einbruchsalarm war.“
Ralf Dorin, Inhaber des Jawoll-Marktes, erfuhr gestern auf Teneriffa von dem Feuer. Bei der Eigentümergesellschaft Bungenberg Immobilien wurde gestern schon der Wiederaufbau geplant: Spatenstich soll Ende März sein.

[Quelle: Neue Presse, Hannover, Autor: Harald Thiel]
(c) HAZ / NP / dpa - Christian Elsner

Canon EOS 20D + BG-E2
EF 24-70/2.8 L USM
Verschlusszeit 1/15 sek
Blende 8
ISO 800
Brennweite 38mm

Kommentare 1

  • Oliver Seitz 28. Dezember 2005, 9:43

    Gott sei dank hat es nicht einen Tag später gebrannt, da wäre auch noch das ganze restliche Feuerwerkssortiment im Markt gewesen.

    Oliver