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Peter Emmert


Free Mitglied, Wülfrath

Flamingo 1

Jetzt auch mit viel Farbe und mehr Schärfe.

Flamingo
Flamingo
Peter Emmert

Die Familie der Flamingos umfaßt 5 Arten. Sie unterscheidet sich stark von ihren vermutlich nächsten Verwandten, den Stelzvögeln und den Entenvögeln, so daß die Zoologen sie in eine gesonderte Ordnung (Phoenicopteriformes) der Vögel stellen.
Mit den Stelzvögeln verbindet die Flamingos das ganze äußerliche Erscheinungsbild mit dem langen Hals (19 Halswirbel!) und den überlangen Beinen. Zwei Arten (Anden-Flamingo, James-Flamingo) haben nur 3 Zehen, bei allen Flamingos aber sind die 3 vorderen Zehen mit Schwimmhäuten verbunden, die kurze 4. Zehe zeigt nach hinten. Weitere anatomische Merkmale erinnern an Störche. Gemeinsamkeiten oder doch Ähnlichkeiten mit Entenvögeln dagegen bilden die Parasitenfauna (Federlinge, z. B. Anaticola oder Anatoecus), die gleichzeitige Mauser aller Schwingen und einige Verhaltensweisen (u. a. gänseartige Rufe).
Einzigartig ist die Art der Nahrungsaufnahme: Flamingos sind völlig an die Nahrungssuche in Lagunen und stark salzhaltigen Seen (auch Gebirgsseen der Anden bis 4000 m Höhe) angepaßt. Flamingos stehen im seichten Wasser und seihen mit ihrem Krummschnabel, der an den Seiten mit Lamellen versehen ist und wie ein Sieb funktioniert, Kleinlebewesen aus.
Es gibt zweierlei Nahrungsspezialisten: Der eigentliche Flamingo und der Chilenische Flamingo leben von kleinen Krebsen, Schnecken, Würmern und Insektenlarven, der Zwerg-, der Kurzschnabel- und der Andenflamingo dagegen fressen Kleinstlebewesen wie Blau- und Grünalgen, Einzellern u. ä.
Bei den 3 Flamingoarten, die sich von Kleinstlebewesen ernähren, ragt der Oberschnabel kielförmig tief zwischen die Äste des Unterkiefers herab, auch bilden die feineren Lamellen ein viel dichteres Sieb als bei den anderen beiden Arten. Durch »Trampeln« mit den Füßen wirbeln Flamingos bisweilen den nährstoffhaltigen Bodenschlamm, der bis zu 91% organische Substanz enthalten kann, auf.
Der eigentliche Flamingo (Phoenicopterus ruber) ist in der hellen Rasse des Rosa Flamingos (Ph.r.roseus) im Süden Spaniens und Frankreichs, in Nord- und Ostafrika, auf den Kapverdischen Inseln sowie in Asien (vom Iran bis nach Afghanistan und Indien) verbreitet. Die zweite Rasse, der Rote Flamingo (Ph.r.ruber), lebt in der Karibik, auf Yucatán, an der Guyana-Küste und auf den Galápagos-Inseln.
Flamingos sind eine recht alte Vogelgruppe, deren Überleben in Freiheit heute durch die fortschreitende Zerstörung ihres Lebensraumes (Beunruhigung durch Lärm, Flugzeuge sowie Trockenlegungen etc.) ernsthaft in Frage gestellt wird.

Aufgenommen im Zoo Wuppertal mit Canon 300D und AF Telezoom 100 - 400mm.

http://www.12see.de/onk42489

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