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Andreas Dickes


Pro Mitglied, Worms

Feenkamine

Mit dem Begriff Feenkamin (türkisch peri bacaları) werden bestimmte Felsformationen in der Türkei bezeichnet, die sich in der zentralanatolischen Provinz Nevşehir in Kappadokien befinden. Feenkamine gibt es unter anderem bei den Ortschaften Göreme, Uçhisar Ürgüp oder Zelve östlich der Stadt Nevşehir im Nationalpark Göreme (türkisch: Göreme Tarihî Millî Parki), der zum UNESCO-Welterbe gehört.

Bei Ausbrüchen der Vulkane Erciyes Dağı im Osten und Hasan Dağı im Südwesten der Region wurden seit dem Zeitalter des Neogens (Jungtertiär) vor gut 20 Millionen Jahren infolge der Eruptionen solche Mengen an Staub, Asche und Gestein ausgespieen, dass weite umliegende Landstriche hierdurch zahlreiche Meter hoch bedeckt wurden. Insbesondere aus den Staub- und Ascheablagerungen bildete sich im Laufe der Jahrmillionen eine Schicht aus dem sehr weichen Tuffstein, die in der Folgezeit bis in die heutigen Tage überwiegend durch Wind- oder Wassererosion wieder abgetragen wurde. An jenen Stellen, wo über der Tuffschicht härteres und somit erosionsbeständigeres Gestein abgelagert wurde, blieb der darunter liegende Tuffstein zumindest teilweise von erosionsbedingten Abtragungen verschont. So haben sich im Laufe der Zeit die heute zumindest in bestimmten Gebieten Kappadokiens das Landschaftsbild prägenden Feenkamine herausgebildet. Diese turmähnlichen Tuffsteinformationen, überwiegend mit einem aufliegenden und schützenden Deckstein versehen, können eine Höhe von 30 Metern und mehr aufweisen und erinnern optisch häufig an Spargelstangen oder an Phallussymbole.

Bereits seit mehreren tausend Jahren wurden sie zum Teil ausgehöhlt und als frühchristliche Kirchen oder zu Wohnzwecken genutzt. Diese Wohnhöhlen besitzen den Vorteil, dass sie einen guten Schutz vor Witterungseinflüssen bieten; in den Sommermonaten wird das Innere vor zu starker Hitzeeinstrahlung geschützt und in den oftmals kalten Wintern verhindert das Tuffgestein eine starke Auskühlung der Wohnbereiche. Bewohnte Feenkamine besitzen kleine, aus dem Gestein gehauene Fensteröffnungen, die mit Teppichen die Wohnräume vor Klimaeinflüssen schützten; auch die Böden der Räume sind überwiegend mit Teppichen ausstaffiert. In der Regel sind sie beheizbar und besitzen einen Herd oder eine Feuerstelle. Die Wohnräume können sich über mehrere Etagen erstrecken, die mit Leitern verbunden sind. Einige Feenkamine sind für Besucher zugänglich und können auch von innen besichtigt werden.

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Kamera Canon EOS 60D
Objektiv Sigma 17-70mm f/2.8-4.5 DC Macro
Blende 8
Belichtungszeit 1/250
Brennweite 36.0 mm
ISO 100