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Fangschreckenkrebs

Fangschreckenkrebs

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Fangschreckenkrebs

Aufnahmeort: Bali
Einige Arten werden bis zu 30 cm groß, wobei die meisten kleiner sind. Der Carapax bedeckt bei Fangschreckenkrebsen nur den hinteren Teil des Kopfes und die ersten 3 Segmente des Thorax. Es handelt sich hauptsächlich um aggressive Einzelgänger, die die meiste Zeit ihres Lebens versteckt zwischen Felsen und Steinen oder in komplizierten Gangsystemen im Sand des Meeresbodens verbringen, wo sie geduldig auf Beute warten. Sie verlassen ihre Behausung normalerweise nur zur Nahrungssuche, oder um in ein neues Versteck umzusiedeln, und sind meist nachtaktiv. Der Großteil der Arten lebt in tropischen und subtropischen Meeren, zum Beispiel vor Florida und Kalifornien, oder um Thailand, aber es gibt auch Arten in kälteren Gebieten.
Squilla mantis ein "Speerer", deutlich sichtbar die mit Spitzen versehenen Fangbeine
Odontodactylus scyllarus ein "Schmetterer", die "Ellbogen" der Fangbeine sind zu Keulen verdickt

Fangschreckenkrebse kommen in einer Vielzahl von Farben vor, von unauffälligen Braun bis zu leuchtenden Neonfarben. Ihre auf Stielen sitzenden Komplexaugen sind extrem hoch entwickelt und können sich unabhängig voneinander bewegen.

Des Weiteren sind die Tiere anscheinend hochintelligent, speziell für einen Vertreter der Crustacea. Sie sind langlebig und verfügen über ein komplexes Verhaltensrepertoire, so benutzen zum Beispiel einige Arten fluoreszierende Muster auf ihrem Körper dazu, mit anderen Individuen zu kommunizieren. Außerdem haben sie ein hochentwickeltes Sozialverhalten, besonders bei Territorialkämpfen. Sie lernen schnell und verfügen über ein gutes Erinnerungsvermögen.

Es wird nach "Schmetterern" und "Speerern" unterschieden. Am lang gestreckten Körper bildet das erste Beinpaar ein mit Bürsten besetztes Putzorgan. Die zweiten Maxillipeden sind gewaltige Keulen, denen die "Schmetterer" ihren Namen verdanken. Die unter dem Körper zusammengefalteten Fangarme haben am Ende harte Verdickungen, mit denen der Krebs seine Opfer erschlagen kann.

Indem sie Teile des Exoskeletts verhaken, spannen die starken Muskeln an und lassen die Fangarme in einer explosionsartigen Bewegung vorschnellen. Der Bunte Fangschreckenkrebs entwickelt dabei eine Geschwindigkeit von 100 m / s und schleudert seine Fangarme dabei 100-mal schneller nach vorne als die Boxhiebe eines Schwergewichtlers - und das im Wasser. Wenn sich die Fangarme durchs Wasser bewegen, erzeugen sie winzige Gasbläschen, die dann jäh implodieren und so das Opfer betäuben. Dieser Effekt ist als Kavitation bekannt. Der Aufprall ist heftig genug um die Schalen oder Panzer von Meerestieren zu zertrümmern und sogar dünnes Glas zu zerschmettern; wovon Experten aus dem Aquariumsbereich öfter berichten.

Die drei folgenden Beinpaare dienen als Fangarme. Sie sind mit Stacheln und Scheren bestückt und können die Beute festhalten oder aufspießen und zum Mund führen. Des Weiteren gibt es noch 3 Paar Schreitbeine (Thorakopoden) und 5 Paar Schwimmbeine, die auffallend blattförmigen Pleopoden.
Quelle: Wikipedia

Kommentare 2

  • wolly-boy 16. September 2010, 16:38

    Hochinteressante Erklärung dieses Wesen.
    Danke!
    VG. Wolfgang
  • Reinhard Arndt 14. September 2010, 18:26

    Herzlich Willkommen in der FC.
    Mit deinem Einstiegsfoto lieferst du uns ja einen nahezu kompletten biologischen Abriss dieses faszinierenden Tieres. Eine Begegnung mit Fangschreckenkrebsen ist in der Tat immer wieder aufregend.
    Du hast den Kopf des Tieres über die Schärfe schön freigestellt. Ich hätte allerdings versucht, weiter nach links zu schwenken, um das Tier vollständig abzubilden. Der Kopf würde dadurch auch nicht so mittig im Bild stehen.
    Ich hoffe, dass von dir noch mehr UW-Aufnahmen kommen.
    VG
    Reinhard