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Etwas Technik bei bestem Licht!

Etwas Technik bei bestem Licht!

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Maschinensetzer


Pro Mitglied, Niederkassel

Etwas Technik bei bestem Licht!

Bei diesem Licht musste ich natürlich noch einige Fotos machen.

Große Lok mit kleiner Aufgabe
Große Lok mit kleiner Aufgabe
Maschinensetzer

Um die Veröffentlichung dieses Bildes zu rechtfertigen, gebe ich ein paar technische Erläuterungen zur Ausrüstung der 50 439. (Fachleute nicht weiterlesen, es wird für sie langweilig)

Vorne oben in der Rauchkammer liegt der Oberflächenvorwärmer, von dem eine Rohrleitung zum ersten Speiseventil führt. Neben dem Schornstein befindet sich das Läutewerk, welches bei später im Krieg liegenden Bauserien analog zur BR 52 wegrationalisiert wurde. Hinter dem Schornstein befindet sich die Turbolichtmaschine. Die Lokomotive hat keinen Speisedom und daher folgen die beiden Speiseventile direkt heizerseitig am Kessel. Das hintere Ventil hat eine Rohrleitung zum Führerhaus, wo sich der Injektor befindet. Elegant wurde die Dampfleitung zum Bläser darum herumgebogen. Dann folgt ein Sand-, der Dampf- und der zweite Sanddom.

Direkt unterhalb des Dampfdomes ist der damit verbundene Dreifachdampfverteiler angebracht. Die drei Regeldrehstangen werden vom Führerhaus betätigt, in dem sich die entsprechenden Handräder befinden. Vorne sind die drei Dampfleitungen am Verteiler angeflanscht. Oben die gut isolierte Leitung zum Turbogenerator, da dieser generell sehr empfindlich gegen Wasser im Dampf ist. Darunter ist direkt die Speisewasserpumpe angeschlossen, deren Wasserdruckleitung nach vorne, hinter dem Einströmrohr geführt, in die Rauchkammer und dann in den Oberflächenvorwärmer mündet. Mit dem unteren Ventil wird der Hilfsbläser betätigt, dessen Dampfleitung ja im eleganten Bogen um die Speiseleitung des Injektors nach vorne in die Rauchkammer geführt ist.

Die 50 439 ist insofern eine Seltenheit, da sie im vorderen Teil des Umlaufs über der ersten Treibachse eine De Limon Spurkranzschmierung eingebaut hat, desgleichen kenne ich nur noch von der 50 2222 (damals ebenfalls eine Gremberger Lok). Deutlich ist der Arbeitshebel, der von der Schwinge angetrieben wird, zu sehen.

Desweiteren ist festzustellen, dass die Zylinderverkleidung unten ziemlich demoliert ist. Die Vorlaufachse hatte wohl neue Bandagen bekommen, dessen festen Sitz man mit dem gelben Strich feststellen wollte. Die Radreifenstärke der sichtbaren Treibachsen ist erstaunlich unterschiedlich, das Triebwerk muss andauernd etwas in sich gegen sich gearbeitet haben! (Siegburg, November 1972)

Kommentare 4

  • Matthias Buettner 2. Mai 2017, 17:24

    Besonders beeindrucken finde ich die Patina, die eben zum ende der Dampflokära gehört. Als Modellbahner eine Fundgrube zum Thema "altern"...
    Danke für´s Zeigen (und Erläutern) und Grüße,
    Matthias
  • Bernd-Peter Köhler 15. Januar 2012, 8:32

    Für Liebhaber von Detail-Bahnfotos "1 A"!
    Für Dampflokfans mit mindestens gutem Halbwissen sehr gut nachvollziehbar, wenn nur nicht dieses ständige hoch- und runterscrollen am Bildschirm zum Lesen und Schauen wäre.
    Munter bleiben, BP
  • Michael PK 15. Januar 2012, 7:52

    Sehr gut erklärt und bei bestem Licht nachvollziehbar
  • Klaus Kieslich 15. Januar 2012, 7:48

    Top Foto und Erlklärung
    Gruß Klaus

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