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Eröffnung (Fotos: Efpe)

Eröffnung (Fotos: Efpe)

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Heiner Schäffer


World Mitglied, Tecklenburg

Eröffnung (Fotos: Efpe)

dank an efpe für die fotos der eröffnung.

Di., 01.10.2013
Ausstellung eröffnet„Fotoherbst“ voller Glanzpunkte

Tecklenburg -
Tecklenburg. Der „Fotoherbst“ weist einige Glanzpunkte auf. Das sind nicht nur historische Aufnahmen, sondern auch sehenswerte aktuelle Motive.
Am Sonntag wurde der „4. Tecklenburger Fotoherbst“ eröffnet. Die Feier war mit rund 100 Gästen glänzend besucht. Bürgermeister Stefan Streit und der stellvertretende Landrat Bernhard Hembrock sprachen Grußworte. Hauptorganisator Heiner Schäffer strahlte: „ Ich glaube, dieser Fotoherbst ist das Beste, was wir jemals gezeigt haben.“

Nicht nur die herausragende Vielfalt der Motive sowie die Aufnahmen des Uhrmachermeisters und Fotografen Friedrich Lammert von Tecklenburg um 1900 machen diesen Fotoherbst zu etwas Besonderem. Es sind auch die hohe fotografische Gestaltungsqualität der Bilder und die Originalität der Themen. Der „Tecklenburger Fotoherbst 2013“ wird dadurch zu einem Kultur- und Kunstereignis, das ganz und gar nicht provinziell daherkommt.

Das Bonbon des Tecklenburger Fotoherbstes finden Besucher im Saal des Kulturhauses, daneben auch bei „Amica Ambiente“. Hochgezwirbelte Bärte und extravagante Damenhüte, Handwerker und Dienstboten, gar der Blick in eine spartanische Badestube – in den Fotos von Friedrich Lammert um 1900 blitzt ein Stück Zeit-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Stadt Tecklenburg auf. Detlef Dowidat hat heutige Stadtansichten daneben gestellt.
Dank gebührt den bei der Eröffnungsfeier anwesenden Erben Friedrich Lammert’s, der Familie Niggenaber, die diese wertvollen Bilddokumente an Wilhelm Kienemann übergab. Heiner Schäffer und Detlef Dowidat, die die drei Kisten Glasplattennegative gesichtet, eingescannt und Abzüge erstellt haben, hoffen auf viele Informationen, die Personen, Geschichte und Geschichten hinter den Bildern erhellen. Geplant ist ein Buchprojekt, auf das man gespannt sein darf.
Die Veränderung der Bildaussage durch den Wechsel der Perspektive, aber vor allem durch den Faktor Zeit steht im Mittelpunkt der „Bildpaare“, die Studierende der Altenakademie Dortmund im Kulturhaus zeigen.
Die surrealen Fotografien Edmund Hoffmann’s im Keller des Kulturhauses zeugen von unbändiger Experimentierfreude, verblüffen, durchkreuzen und reflektieren mit ironischem Augenzwinkern Kitsch, Konsum und soziale Phantasmen.
Zwei tolle Ausstellungen auch im Puppenmuseum: Bio Wippermann und Michael Otto haben experimentiert: mit zerschossenen Glühbirnen, Erdbeeren, Würfeln und Farbstiften, im Wasser versenkt, bis die Effekte stimmten.
„Ich bin nicht derjenige, der stundenlang vorbereitet und plant, bekannte dagegen Frank Peters im Erdgeschoss des Museums. In seinen dennoch durchdachten „Urlaubsimpressionen“ arbeitet er bewusst mit Schärfe und Unschärfe, entdeckt Strukturen und Kontraste im zufälligen Vorbeischlendern.
Rudi Volkmer hat es in den südlichen Teil der Anden verschlagen. Seine beeindruckenden Urlaubsimpressionen sind in der VR-Bank zu sehen. Volkmer hat den Zauber von Licht und Farben der eisigen Gletscher- und Bergwelt Patagoniens eingefangen.
Libelle und Schmetterling, Milan, Turmfalke oder ein Kormoran bei der Jagd – das erwartet den Besucher im Schuhhaus Winkler. Und vor allem viele Aufnahmen des durch seine Farbenpracht bezaubernden Eisvogels. Die detailreichen Aufnahmen sind atemberaubend. Stefan Meier heißt der dahinterstehende geduldige „Jäger mit der Kamera“.
Ein weiterer Zugewinn für den Fotoherbst ist die Beteiligung des Fotoclubs Mettingen. Seine Mitglieder sind ausgeschweift auf der Jagd nach Gebäuden, Objekten und Menschen, an denen der Zahn der Zeit genagt hat. „Zeitreise“ ist die inspirierende Ausstellung überschrieben, zu sehen in der Galerie an der Ibbenbürener Straße.
Nicht zu vergessen sind Heiner Schäffer’s Bilder, die in der Geschäftsstelle der Kreissparkasse ausgestellt sind. Den leidenschaftlichen Hobbyfotografen haben diesmal die Ockerfarben in Rossilion in der Provence fasziniert.
Die Ausstellung ist bis zum 31. Oktober zu sehen.
Text Beate Müller

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