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Erinnerungskultur

Erinnerungskultur

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Hannes Kröger


Pro Mitglied, Landkreis Wolfenbüttel

Erinnerungskultur

Das Bild zeigt zunächst ganz offensichtlich dem Thema Licht und Schatten entsprechend ein mittels einer Lichtquelle angestrahltes Objekt, auf das einen Schatten fällt. Aber gerade die Darstellung des gewählten, zeitlich hoch aktuellen Motiv lässt die symbolische Bedeutung des Bildes in den Vordergrund treten.
Das erst vor wenigen Tagen eingeweihte Mahnmal zur Erinnerung an die letzte Deportation jüdischer Mitbürger aus Eschwege im September 1942 erinnert an ein sehr dunkles, schattiges Kapitel deutscher, hier eben Eschweger (Stadt-) Geschichte. Eine finstere Zeit des Miteinanders in Eschwege, in der eben nicht hingesehen werden wollte. Der helle Schein der Lichtquelle ist in diesem Zusammenhang in zweifacher Hinsicht zu verstehen. Die Deportationen jüdischer Mitbürger fand nicht im geheimen, im verborgenen, also dunkelnden statt, sondern im hellen, bei Tageslicht und für jeden, der es sehen wollte, sichtbar. Das Licht symbolisiert aber auch das heutige Beleuchten des damaligen Handelns; die gewollte und bewusste Auseinandersetzung mit dem historisch zweifelsfrei belegtem und verabscheuungswürdigem Tun. Die Bürgerinnen und Bürger Eschwege, die Gremien der Stadt und viele engagierte Menschen bringen eben "Licht in die Sache".

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Exif

Kamera Canon EOS 50D
Objektiv Canon EF-S 15-85mm f/3.5-5.6 IS USM
Blende 5.6
Belichtungszeit 1/8
Brennweite 85.0 mm
ISO 1600