Diese Website verwendet Cookies, um verschiedene Funktionalitäten bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Zugriffe zu analysieren. Durch die Nutzung dieser Website erklärst Du Dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Weitere Informationen  OK

Was ist neu?
Ephesos - Celsius -Bibliothek - Motiv vom Weltenbummler - Archiv

Ephesos - Celsius -Bibliothek - Motiv vom Weltenbummler - Archiv

K.-H.Schulz


Pro Mitglied, Göppingen

Ephesos - Celsius -Bibliothek - Motiv vom Weltenbummler - Archiv

Die Bibliothek, die erst von Aquilas Erben unter Aufsicht des reichen ephesischen Bürgers Tiberius Claudius Aristion vollendet wurde, beherbergte bis zu 12.000 Bücher in Rollenform. Die späteren Erhaltungskosten des Gebäudes hatte er durch eine geschickte Formulierung im Testament der Nachwelt aufgebürdet. Eine Inschrift mit dem genauen Wortlaut des Testamentes ist vor der Bibliothek angebracht und erhalten.
Die Bibliothek besitzt Außenmaße von etwa 23 m Länge und 17 m Tiefe. Da für das Gebäude im bereits dicht bebauten Stadtzentrum von Ephesos nur begrenzter Platz zur Verfügung stand, bediente man sich bei der Gestaltung der Fassade optischer Tricks wie beispielsweise einer Kurvatur, um sie monumentaler, aber auch eleganter wirken zu lassen. Die Fassade des Gebäudes besitzt zwei Geschosse und ist durch vor- und rückspringende Architektur stark gegliedert. In den vier Nischen des Untergeschosses sind vier weibliche Statuen aufgestellt, welche die Tugenden des Celsus verkörpern (Sophia = „Weisheit“, Arete = „Vortrefflichkeit“, Ennoia = „Urteilskraft“ und Episteme = „Sachverstand“). Über eine Freitreppe mit neun Stufen und Statuenbasen an beiden Seiten gelangt man zum Stylobat, von wo aus man durch drei Türen das Innere betreten kann. Analog zu den drei Türen gibt es im Obergeschoss drei Fensteröffnungen.
Im Gegensatz zur zweistöckigen Fassade war der 16,72 x 10,92 m messende Innenraum dreistöckig gestaltet. Die Buchrollen lagerten in Nischen, die über Galerien zugänglich waren
Wahrscheinlich bei einem Brand in Zusammenhang mit einem Erdbeben im dritten Viertel des dritten Jahrhunderts wurde der Innenraum der Bibliothek zerstört und nicht mehr wiederhergestellt. In der Spätantike diente die Fassade als Schauwand einer monumentalen Brunnenanlage. Das Brunnenbecken wurde von Reliefplatten des sogenannten Partherdenkmals gebildet.

Kommentare 23