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papabaer125


Pro Mitglied

Energiewende

Onshore-Windkraftanlage im Naheland bei Feilbingert,
nachhaltige, umweltfreundliche Energieerzeugung mit Windrädern,
Erneuerbare Energie im Zeichen der Energiewende,

Kommentare 5

  • FBothe 14. September 2014, 17:42

    Erhard, wünschen würde ich mir das auch, was du geschrieben hast.
    Aber wenn man sich mit den Zahlen wirklich mal intensiv beschäftigt, dann merkt man schnell, wo die Grenzen sind. Ohne das EEG wäre der alternative Energiesektor normal gewachsen und hätte ein wirtschaftlich und ökologisch ausgeglichen Energiemix ermöglicht, der auch bezahlbar geblieben wäre.
    Aber durch das unsägliche EEG, das nur die Produktion von Strom fördert, unabhängig davon, ob er gerade gebraucht wird oder nicht, ob schon Versorgungsleitungen gelegt worden sind oder nicht, ist die deutsche Energiewende alles andere als ein Exportschlager. Wenn schon beispielgebend für andere Länder, dann eher als abschreckendes Beispiel, wie man es auf keinen Fall tun sollte.
    Und zur Geschichte mit dem Wasserstoff aus Windstrom: rein qualitativ eine gute Idee. Aber der Gesamtwirkungsgrad aller Energieumwandlungen beträgt dabei um die 25%. Das bedeutet, dass so hergestellter Strom das 4-fache kostet. Das ist bestenfalls als Insellösung machbar, aber nicht in großtechnischem Maßstab.
    Wünschen kann man sich wirklich viel, vorstellen auch, aber - und da bin ich vollkommen deiner Meinung - müssen sich unabhängige und vor allem ideologiefreie Experten mit der Lösung unserer Energieprobleme befassen, und nicht Politiker und von denen bezahlten "Experten", die uns einen Blödsinn einzureden versuchen, der bar jeder technologischen Basis ist.
    Übrigens: Seit Inkrafttreten des EEG hat sich der CO2-Ausstoß in Deutschland erhöht, trotz tausender Windräder, genauer gesagt: genau deswegen!
    VG
    Frank
  • papabaer125 14. September 2014, 13:41

    Hallo Frank,
    es gibt doch längst Installationen von Gezeitenkraftwerken im Gigawatt-Bereich. England plant da was mit über 8 Gigawatt. Ich würde das schon als nennenswert bezeichnen. Natürlich geht das nur da sinnvoll, wo genug Tidenhub vorhanden ist. Vielleicht sollten die schon installierten Windkraftanlagen an der Nordsee, wenn schon nicht angebunden, vor Ort Wasserstoff erzeugen, mit dem man dann Autos mit Brennstoffzellen wirklich sinnvoll elektrisch antreiben kann.
    Zusammen mit Photovoltaik, Flusskraftwerken (gestaut oder auch nicht), Biogas, Biodiesel, Windkraft und natürlich konventionellen Kraftwerken, auf die wir noch lange nicht verzichten können, hätten wir einen Mix, der unserer Wirtschaft nicht nur nicht schaden würde, sondern sie langfristig unempfindlich machen würde gegen Konflikte, wie sie gerade in der Ukraine passieren. Ausserdem haben wir mit erneuerbaren Energien einen Vorsprung in der Welt und damit einen Exportschlager. Wenn wir alle, ohne ideologische Verblendung und kleinstaalichem Denken unabhängigen Experten das Denken überlassen würden, und nicht jeder gleich gegen alles ist (siehe Netzausbau), dann könnten wir unser Energieproblem ökologisch und ökonomisch langfristig lösen.
    Herzliche Grüße
    Erhard
  • FBothe 14. September 2014, 12:52

    Danke für deine Antwort, Erhard.
    Leider ist deine Aussage: "Es gibt etliche Gegenden, wo der Wind verlässlich weht ..." nicht korrekt. Klar, an der Nordseeküste weht er häufiger und stärker als in Bayern oder in der Lausitz. Aber auch an der Nordsee gibt es Tage mit Windstille. Und dann?
    Pumpspeicherwerke sind in der Tat eine relativ günstige Möglichkeit, Strom zwischenzuspeichern; der Verlust liegt bei nur um die 25%, d.h. um so viel wird der Strom dadurch teurer.
    Aber der entscheidende Punkt ist, dass wir mehrere Hunderte solcher Pumpspeicherwerke (der Klasse des vor kurzem in Betrieb gegangenen Kraftwerks Goldisthal in Thüringen, ca. 1 GW Leistung) bräuchten, um den Flatterstrom aus Wind und Sonne soweit zu glättern, dass wir ihn als grundlastfähig bezeichnen und nutzen können.
    Auch Gezeitenkraftwerke haben nicht mal im Ansatz das Vermögen, Strom in nennenswerten Mengen zu liefern.
    Wir kommen auf absehbare Zeit nicht an den konventionellen Kraftwerken vorbei!

    VG
    Frank
  • papabaer125 14. September 2014, 12:35

    Hallo Frank, erstmal danke für deine positive Anmerkung zum Foto.
    Niemand hat behauptet, dass Windkraftwerke als alleiniger Energielieferant dienen können. Aber als sinnvolle Ergänzung im Verbund mit anderen umweltfreundlichen Energieformen sind sie sehr wohl geeignet. Es gibt etliche Gegenden, wo der Wind verlässlich weht, nämlich z.B. an der Nordsee. Ausgerechnet diese Windräder konnten aber bisher nicht an das Netz angebunden werden. Ebenso sind die Gezeiten ein verlässlicher Energielieferant, der aber ebenfalls derzeit nicht genutzt wird. Ausserdem gibt es sehr wohl schon großtechnische Energiespeicher in Form von Pumpspeicherkraftwerken. Ich gebe Dir Recht, dass es an einigen Stellen, vor allem hier in Rheinland-Pfalz, etliche Übertreibungen beim Aufstellen von Windrädern gibt.
    Aber deswegen zum ach so "günstigen" und "sauberen" Atomstrom zurückzukehren wird wohl keiner wollen.
    Herzliche Grüße
    Erhard
  • FBothe 14. September 2014, 11:54

    Gutes Foto.

    Die "Heile-Welt-Verheißungen" der Energiewende sind jedoch nichts weiter als reine Geldverschwendung und Landschaftsverschandelung ohne auch nur den geringsten Nutzen zu haben; im Gegenteil.
    Solange es keine wirtschaftlich realistischen großtechnischen Möglichkeiten gibt, den Strom zu speichern, solange bleiben die konventionellen Kraftwerke in Betrieb, da der Wind nun mal sehr unstetig weht. Wir haben also doppelte Kapazitäten - wer das umweltfreundlich findet, hat sich mit diesen Fakten noch nicht beschäftigt oder ignoriert sie.
    Und das kann verheerende Folgen haben für unsere Volkswirtschaft.

    Siehe dazu z.B. hier: http://www.vernunftkraft.de/statistik/

    Frank

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