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Ingelore Grewe


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ENDSTATION SEHNSUCHT***

„Manches hätte nicht geschehen sollen…“

New Orleans steht heute für eine der größten Klimakatastrophen der westlichen Welt. Doch die Überflutung der Stadt durch den Hurrikane Kathrina war nicht nur ein natürliches, sondern auch gesellschaftliches Desaster. Wie kaum ein Ereignis hat es die Zwei-Klassen-Gesellschaft der USA offenbart: Auf der einen Seite die, die Geld und andere Mittel haben, sich zu helfen, auf der anderen Seite die Schwarzen und der White Trash. Im Milieu der Verlierer spielt auch Tennessee Williams weltberühmtes Stück über die DuBois-Schwestern Blanche und Stella. Während letztere in der Nähe der Straßenbahnendhaltestelle ‚Sehnsucht’ mit Stanley Kowalski in einer heruntergekommenen Behausung lebt und sich von der triebhaften, pulsierenden und zerstörerischen Kraft seiner Liebe mitreissen lässt, kommt mit Blanche ihre ältere Schwester zu Besuch, die sich von den sozialen Wertvorstellungen und Attitüden ihrer besseren Herkunft nicht freimachen kann. Die Absteiger von oben begegnen dem rohen, energischen Aufstiegswilligen von unten in der schwülen, erotisierenden Hitze dieser Stadt. Die konventionellen Formen der Liebe, Ehe und Familie werden von der brutalen Energie der Gier und der Zerstörungswut gesprengt. Blanches letzte Hoffnung auf irgendwie geordnete Verhältnisse ist die Ehe mit dem schüchternen Mitch. Doch als Stanley diese Verbindung kappt, gibt es kein Netz mehr im freien Fall in die Tiefe.

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