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Thomas Heyse


Free Mitglied, Magdeburg

Eisige Stille...

....an der Hubbrücke in Magdeburg.

Längst still gelegt (seit 1998) und von der DB-Netz AG abgeschrieben,
ist das technische Denkmal, Magdeburgs erste Eisenbahnbrücke, eine der ältesten und größten Hubbrücken.

Sie wurde 1846/47 zur Zeit des Bauens der Eisenbahnstrecke Magdeburg-Potsdam auf acht Pfeilern als "normale" Brücke errichtet.
Größere Schiffe erforderten jedoch 1895 den Umbau von der Dreh- zur Hubbrücke.
1934 entstand die heutige Form der Hubbrücke mit einem 90 Meter langen Hubjoch und nur noch zwei Strompfeilern.

Aufgrund der defekten Hubvorrichtung wurde das Bauwerk im Juni 2001 in angehobenen Zustand arretiert und provisorischen Treppen eingebaut (2002) und dient als Fußgängerbrücke zum Rotehornpark.
Nach Einweihung der benachbarten Sternbrücke im Mai 2005 wurden die Treppen entfernt und das Bauwerk gesperrt.

Bis heute gab es zahlreiche Versuche das Bauwerk umzunutzen.
So war im Sommer 2005 kurzzeitig ein Biergarten auf dem nun ständig angehobenen Hubjoch der Brücke eingerichtet worden.

Mit einer lichten Durchfahrtshöhe von 2,26 m im gesenkten und 5,05 m im gehobenen Zustand beim höchsten schiffbaren Wasserstand, hat die Brücke nach heutigen Anforderungen eine zu geringe Durchfahrtshöhe.

Konstruktionsdetails der Hubbrücke (www.wikipedia.de):

Der stählerne Fachwerküberbau der Hubbrücke besitzt beidseitig im Abstand von 5,2 m Hauptträger, die als Halbparabelträger mit gekrümmtem Obergurt ausgebildet sind. In Brückenmitte beträgt die Konstruktionshöhe rund 12,0 m bei einer Stützweite von 90 m. Die Höhe der Hubportale, die auf den Flusspfeilern angeordnet sind und somit in einem Winkel von 62° zum Überbau stehen, beträgt 14,3 m, die Breite 2,1 m. Der Brückenüberbau weist einschließlich Oberbau und Abdeckung eine Gesamtmasse von 450 t auf, die zur Verminderung der Pfeilerlasten nur zur Hälfte durch Gegengewichte ausgeglichen ist. Die vier Betongegengewichte sind an je zwei Gelenkzahnstangen aufgehängt, Spindeln heben und senken den Brückenüberbau mit elektrischem Antrieb innerhalb von fünf Minuten, Handantrieb ist auch möglich.

Casio Exilim EX-Z850
ISO 50
F 4
1/125 s
10.01.2008

Kommentare 2

  • Klaus Degen 1. Februar 2009, 16:45

    Auch hier gibt die tief stehende Sonne ein interessantes Licht- und Schattenspiel an der Hubbrücke. Sehr informativ ist auch Deine Beschreibung....

    lg Klaus
  • Günter Mahrenholz 1. Februar 2009, 16:10

    Zeigst hier ein interessantes Bauwerk, dazu die ausführlichen Informationen. Ein schönes Wechselspiel von Licht und Schatten in den Stahlträgern.

    VG Günter