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Einen feuchten Bauch...

Einen feuchten Bauch...

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Klaus Degen


World Mitglied, Magdeburg

Einen feuchten Bauch...

...bekam die Hubbrücke im alten Handelshafen bei einem Pegelstand von 734 cm (normal etwa 195 cm). 12 cm kamen bis zum Höchststand von 746 cm noch dazu.....mittlerweile hat sich die Elbe wieder "normalisiert".
Das parallel zur Elbe angelegte Hafenbecken wurde durch einen Einfahrtskanal mit der Elbe verbunden. Um die Eisenbahnverbindung zwischen dem alten Hafenbahnhof und den Handelshafenvorland herzustellen, war der Bau einer Brücke über diesen Einfahrtskanal erforderlich. Auf Grund der Unterschiedlichen Wasserstände und weil für das Aufschütten langer Brückenrampen der Platz fehlte, ließ sich die Errichtung einer beweglichen Brücke nicht vermeiden. Man entschied sich für eine hydraulische Hubbrücke.
Unter der Projektleitung der im Maschinenbau versierten Firma C. Hoppe, Berlin, entstand 1893 eine der ersten Hubbrücken Deutschlands.
Durch die Anordnung des Einfahrtskanals ergab sich eine schiefe Positionierung der Widerlager und damit eine lichte Weite der Brücke von 26 Metern, in Richtung der Brückenachse von 27,62 Metern. Die Auflagenweite beträgt 31,57 Meter. Die acht Meter breite Brücke unterteilt sich in 6 Meter eigentliche Fahrbahn und je einen Meter für die beidseitigen Fußwege.
Das Gewicht des zu hebenden Brückenkörpers beträgt max. 130 Tonnen und der Maximalhub 4,65 Meter. Der größte Teil des Gewichtes (120 Tonnen) wird durch vier aus Gußeisen bestehenden Gegengewichten ausgeglichen. Der Antrieb erfolgte hydraulisch. Das dazu erforderliche Druckwasser (60 atm) wurde von einer Zentralstation bereitgestellt, die auch die Hafenkräne bediente.
Weiterhin konnte die Brücke von Hand über zwei Göpelantriebe und zwei Spindeln gehoben und gesenkt werden. Nach einem Ausfall der Hydraulik im Jahre 1934 wurde die Brücke nur noch über den Ersatzantrieb bedient.
!936 wurde die Brücke auf elektrischen Betrieb umgerüstet.
Nach einer Havarie 1977 war die Brücke nicht mehr betriebsfähig.
1980 wurde der Hubteil mit Holzschwellen in ca. zwei Meter Höhe festgelegt und gammelte so vor sich hin. 1990 wurde sie aufwändig restauriert und mit einer Treppe versehen. Diese störte aber die Radfahrer, so das die Brücke Anfang März 2013 wieder abgesenkt wurde. Drei Monate später bekam sie einen feuchten Bauch......

EOS 40D
ISO 100
f 9,0
1/250 s
Sigma 18-250 mm 1:3,5-6,3 DC OS HSM
63 mm (100,8 mm KB)

Kommentare 4

  • Wolfram Schmidt 10. Juli 2013, 23:48

    Da hilft auch kein Hub mehr. Hoffen wir mal, dass es dieses Motiv so nicht jährlich gibt.
    VG Wolfram
  • Ralf Patela 10. Juli 2013, 19:25

    Feuchter Bauch ist gut. Ich würde schon sagen Oberkante Unterlippe.
    Gruß Ralf
  • Willy Brüchle 10. Juli 2013, 9:37

    Interessante Info. Mit Hand hätte ich das Ding nicht kurbeln wollen... MfG, w.b.
  • Karla M.B. 10. Juli 2013, 6:09

    Das ist schon ein hammermäßiger Anblick, den zu sehen hätte ich mal nie gedacht...
    Eine schlimme Situation, aber eine feine Aufnahme.
    LG Karla

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Exif

Kamera Canon EOS 40D
Objektiv Sigma 18-250mm f/3.5-6.3 DC OS HSM
Blende 9
Belichtungszeit 1/250
Brennweite 63.0 mm
ISO 100