Diese Website verwendet Cookies, um verschiedene Funktionalitäten bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Zugriffe zu analysieren. Durch die Nutzung dieser Website erklärst Du Dich damit einverstanden, dass Cookies verwendet werden. Weitere Informationen  OK

Was ist neu?
Ein vielleicht einen Tag alter Frischling im Wildpark Leipzig

Ein vielleicht einen Tag alter Frischling im Wildpark Leipzig

Dr.Thomas Frankenhauser


World Mitglied, 40595 Düsseldorf

Ein vielleicht einen Tag alter Frischling im Wildpark Leipzig

Man hat der Mutter - wie es auch bei den Jägern manchmal üblich ist oder war - zum Herstellen eines Kessels (wie das "Nest" der Wildschweine in der Jägersprache heißt) einen großen Strohballen hingelegt, den die Mutter ausgehöhlt und sich zum "Frischen" der Jungen (Gebärender Wildschweine in der Jägersprache) daraus eine geschützte Höhle gebaut hat.
Das ganze in der Nähe des Gatters für Zuschauer, sodaß auch besonders die Kinder ein interessantes Erlebnis haben. Denn - wer sieht schon einmal eine Sau mit Kleinen aus solcher Nähe?
Mit dabei war ein Überläufer (einjähriges Wildschwein) vom letzten Jahr, das die Mutter wohl unter diesen Gefangenschaftsverhältnissen ausnahmsweise noch in ihrer Umgebung duldete.
Bachen (weibliche Wildschweine) mit Frischlingen sind ansonsten sehr angriffslustig und bedrohen oder beißen nicht selten Wildparkbesucher oder Jäger, insbesondere, wenn sie in die Enge getrieben oder mit ihren Jungen in der Nähe des Kessels oder außerhalb gestört werden.
Nur zwei Junge hatte die vielleicht zweijährige Bache, sonst sind es oft mehr. Die Zahl der Jungen erkennt man auch an den vergrößerten Zitzen ihres Gesäuges, soweit ich weiß.
Interessant war die Art der Alten, das Material unter und hinter sich zu schaufeln, um den Kessel zu formen oder zu erhalten. Immer wieder schob sie das Heu in der Mitte zusammen. Ähnliches habe ich mal bei einem Dachs beobachtet, der auf die gleiche Weise im Herbst Gras für die Auspolsterung seines Baues sammelte und es -zig Meter weit in den Wald schleppte.

31.3.2013

Kommentare 7

  • Nscho-tschi 7 3. April 2013, 21:27

    Eine bezaubernde Aufnahme
    lg Rosi
  • Dr.Thomas Frankenhauser 3. April 2013, 15:25

    @Hugo: Ja, sie ersetzen momentan die Osterhasen. Schon wegen des Wetters . . .
    LGT
  • Hugo von Schreck 3. April 2013, 15:11

    Das ist eindeutig ein Osterschweinchen!
    LG von Hugo
  • liesel47 3. April 2013, 14:47

    Ich gehe diesen Gedanken sofort mit Dir mit, lieber Thomas, denn ich habe die Schweine inzwischen bei mir im Hof und ich habe keine Schlehen angepflanzt. Aber ein Abschuß wird auf Grund der gesetzlichen Lage nicht gestattet, eher ist eine Sau auf der häuslichen Treppe erlaubt.
    Man sollte doch zu vernünftigen Kompromissen kommen und die Jagd in naturgerechte Bahnen lenken, ein anderer Weg ist überhaupt nicht akzeptabel. Ich unterstütze in jedem Falle eine verantwortungsvolle Bejagung dieser Tiere und endlich einmal Wildschweinbraten in bezahlbaren Preisregionen.
    Lieben Dank für Dein Statement; so denke ich auch! Liesel
  • Dr.Thomas Frankenhauser 3. April 2013, 14:28

    @Liesel: In um um Bad Frankenhausen haben Gerdt und ich die größten Wühlflächen gesehen, die man sich vorstellen kann. Hab als Jäger schon manche Wiese wieder geglättet, aber das, was dort zu sehen war, schlägt alle Rekorde. Ich habe so etwas nie gesehen!
    Vor dem Ortsschild bis mitten in die Gärten ist alles, was nicht Beton ist, zerwühlt. Und niedrige Gartenzäune sind für die kräftigen Sauen wohl kein Hindernis.
    Was schließen wir aber jetzt daraus?
    Man könnte die dichten Schlehenbestände um die Stadt vernichten. Damit ist aber keinem gedient, und es leiden wieder andere, viel seltenere Tiere, z.B. Singvögel. Zudem gibt es dann keine Schlehen zum Ernten mehr etc. etc.
    Der Umweltschaden würde unabsehbar, von der Erosion bis zur Lebensraumverarmung.
    Also bleibt doch nur die (von vielen so verhasste) Jagd.
    Ob man es nun volkswirtschaftlich sieht ("Wildbretgewinnung"), Umwelt"technisch" (Biotoperhaltung) oder menschenfreundlich und bürgernah (Erhalt der Gärten und des Umfeldes als lebenswerte Umgebung) - etwas anderes kommt eben, wenn man vernünftig denkt, nicht in Frage. Auch den Maisanbau (Hauptgrund für die Ausbreitung der Wildschweine bis ins bisher von ihnen nicht besiedelte Gebirge) wird man nicht stoppen können. Oder gibt es in der fc jemand, der gern in einer Mischkultur mit der Handsense sein täglich Brot ernten will??? Es müßte ein Kompromiß gefunden werden, der allen dient. und das ist m.E die Jagd - Tierschutz hin und her . . . Natürlich unter für alle Beteiligten (in erster Linie die Natur) "sinnvollen" Bedingungen, z.B. (falls überhaupt möglich) ""ökologischem" Maisanbau, eben nicht in riesigen LPG-Feldern oder amerikanischen, bis zum Horizont reichenden Getreidewüsten (corn belt).
    Solange die Jagd aber immer negativ besetzt ist und verpönt und die Gesetze oder die Bevölkerung ein Jagen im "umfriedeten" oder Stadtbezirk fast unmöglich machen, Jäger, die sich naturgerecht verhalten, die Hochsitze angesägt bekommen, verprügelt und von Treibjagden abgehalten werden, ist wohl kaum eine Änderung zu erwarten. Jagd in der Stadt selbst (Elsternjagd z.B. - ich kannte einen Jäger in Duisburg, der an einer Wasserstelle pro Jahr hunderte (!) von Elstern geschossen hat, was wohl zugunsten der immer seltener in Städten brütenden Singvögel nötig sein dürfte, aber auch das ist umstritten . . .) ist lt. den Mitjägern entsprechend dem oben Gesagten fast unmöglich - und zudem manchmal auch noch gefährlich für die Bewohner. Niemand kommt auf die Idee, einen "vernünftigen" Kompromiß zu suchen. Jäger hier, Naturschutz da, Unkenntnis der Verhältnisse überall. Und zudem noch die Entscheidungsgewalt in einer überbordenden, in Verordnungen und Gesetze verstrickten Bürokratie - meist ohne wirklich interessierte Ressortleiter, denen auch wieder Gehalt, Arbeitszeit, Pensionshöhe u.ä. am wichtigsten sind. Die wenigsten werden Goldammern schon mal in der Natur gesehen, geschweige denn u n t e r scheiden können. Aber e n t scheiden sollen sie . . .
    Ich persönlich würde verantwortungsvolle, vorsichtige Jäger einsetzen, meinetwegen eine (geringe) Abschußprämnie - und die ganze Sache in ein "kulinarisches Erlebnis" in Bad Frankenhausen einbauen. Was spricht gegen "Wildwochen" zur Herbstzeit oder ganzjährig - Konservierungsmöglichkeiten gibt es genug.
    Dazu könnte man in dieser wunderschönen Umgebung das Schutzgebiet als attraktive Möglichkeit des Urlaubs nutzen, den Naturschutz propagieren etc. Allen wäre gedient.
    - - - - Denke ich mir so, bin ja kein Tourismus-Manager und verstehe zuwenig davon. Aber kreativ andenken wird man eine solche Sache doch dürfen, oder?

    LGT
  • liesel47 3. April 2013, 13:46

    Jungtiere unterliegen in diesem Alter alle dem Niedlichkeitsfaktor aber gerade bei Wildschweinen sollte man die zunehmende Vermehrungstendenz nicht außer Acht lassen. Hier in der Gegend haben sie so stark zugenommen, daß überall die Spuren ihres Daseins zu bemerken sind und Anlagen und Parks regelrecht durchwühlt sind. Im vergangenen Herbst wurde ich auf einem Waldweg von einer Bache regelrecht angegriffen und konnte nur durch eine beherzte Flucht ihrer vermeindlichen Verteidigung entkommen. Spätestens in solchen Momenten finde ich Wildschweine nicht mehr niedlich. Lieben Gruß von Liesel
  • Manfred Altgott 3. April 2013, 13:21

    Hallo Thomas,
    Sehen in dem Alter noch so richtig zum "knuddeln" aus,
    Viele Grüße,
    Manfred

Schlagwörter

Informationen

Kategorie Natur
Ordner Säugetiere
Klicks 624
Veröffentlicht
Lizenz

Exif

Kamera Canon EOS 550D
Objektiv Sigma APO Macro 150mm f/2.8 EX DG HSM
Blende 5
Belichtungszeit 1/125
Brennweite 150.0 mm
ISO 400