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Was ist neu?

Jo Kurz


World Mitglied, Marchfeld

ein ungewöhnliches trio

einige zugänge der letzten tage in der eulen- und greifvogelstation hier im marchfeld (v.l.n.r):
wiesenweihe (die einzige überlebende eines im burgenland niedergemähten brutplatzes),
sperber und turmfalke (beide in wien 'aufgesammelt').
die genaueren geschichten lassen sich bei facebook (s. link unten) nachlesen.

was auf einem foto recht nett aussieht, könnte sich aber für jeden einzelnen der drei leicht zu einer tragödie entwickeln: greifvögel, die ohne artgenossen aufwachsen, zeigen in ihrem späteren leben schwere verhaltensstörungen.
gut also, dass es in der station mehrere turmfalkenammenpaare gibt. einem davon, mit annähernd gleichaltrigen jungen, wurde der kleine falke gleich nach dem fototermin untergeschoben. der sperber, der als ältester der drei schon selbstständig futterbrocken aufnimmt, wird in den nächsten tagen mit einem flugbehinderten erwachsenen sperber vergesellschaftet werden. nur für die wiesenweihe, angehörige einer art, die ja in österreich extrem selten brütet, hat sich noch keine lösung gefunden. also bitte daumendrücken, dass es doch noch eine freilandbrut gibt, zu der sie altersmässig dazupasst....

EGS Österreich
http://www.egsoesterreich.org/ http://www.facebook.com/pages/EGS-Verein-Eulen-und-Greifvogelschutz-%C3%96sterreich/187648491277086
P7029050 • 02.07.2011

Kommentare 9

  • Karolina Gasteiger 3. Juli 2011, 11:02

    äh....verzweiflung, natürlich mein ich schreiadler! du hast recht da wurden die zweiten ausgebrüteten jungen, die beim schreiadler auf grund des ausgeprägten kainismus sonst nicht überleben würden von hand in geschwisterprägung aufgezogen. die pflanzen sich auch erfolgreich fort. aber auch die turmfalken, die wir als pfleglinge bekommen und wieder ausgewildert haben, brüten hier erfolgreich.
    was jetzt natürlich nicht heißen soll, dass es anders nicht besser wäre.
    lg karo
  • Jo Kurz 3. Juli 2011, 6:46

    @karo
    jeder greif, der getrennt von artgenossen aufwächst, wird verhaltensgestört! durch vermeidung des sichtkontakts bei handaufzucht verhinderst du bestenfalls, dass der vogel, ist er erst einmal erwachsen, menschen anbalzt, bzw. ihnen gegenüber aggressiv wird (=fremde personen aus seinem 'revier' vertreibt). natürlich könntest du so ein tier auch auswildern. bei entsprechender vorbereitung wird der vogel gut in freiheit überleben, die wahrscheinlichkeit jedoch, dass er ein erfolgreich reproduzierender vertreter seiner art wird, ist nahezu 0. bei menschengeprägten/-vertrauten individuen riskiertst du darüber hinaus auch noch, dass es im freiland zu attacken auf menschen kommt, die zu bösen verletzungen führen könnten.
    die projekte in mecklenburg-vorpommern, ich nehme an du meinst nicht den afrikanischen schreiseeadler, sondern schreiadler (und/oder seeadler?), kenne ich nicht, werde aber danach googeln. vermutlich wurden aber die jungen vögel in gruppen von zumind. 2 tieren der gleichen art aufgezogen - wie das ja bei vielen bestandsstützungsprojekten gehandhabt wird...
  • Karolina Gasteiger 2. Juli 2011, 22:06

    übrigens können auch vögel die vom menschen aufgezogen wurden erfolgreich ausgewildert werden, wie z.b. das auswilderungsprogramm der schreiadler in mecklemburg-vorpommern gezeigt hat. dabei wurden die vögel durch einen vorhang mit einer atrappe gefüttert und hatten später in der natur keinerlei probleme. auch turmfalken sind da in der regel unproblematisch wie wir schon an vielen unserer findlinge sehen konnten, obwohl eine amme der eigenen art natürlich ideal ist.
    schön dass du hier auch auf die problematik der wiesenbrüter hinweist!!
    lg karo
  • J. Und J. Mehwald 2. Juli 2011, 20:26

    Wenn Daumen drücken hilft, dann tun wir das gerne.
    Ansonsten hilft dieser Beitrag ja wirlich!!
  • Hans Pondorfer 2. Juli 2011, 20:06

    Du zeigst auch, dass nicht alles eitel Sonnenschein ist, wenn man diese Flugkuenstler am Himmel beobachten kann.
    Danke fuer dieses Bild und die Information. Ich hoffe die Wiesenweihe findet noch Ersatz-Erzieher.
    LG Herwiga
  • Marianne Th 2. Juli 2011, 19:04

    Da drücke ich die Daumen, daß auch die Wiesenweihe noch eine Chance bekommt. Eine bewegende Doku; dein Text bewegt mich.
    LG marianne th
  • Sir Walter 2. Juli 2011, 18:36

    Ein tolles Foto von diesem seltenen Trio. Danke für die Informationen. Hoffentlich können sie artgerecht aufwachsen.
    LG Walter
  • Veronika A. 2. Juli 2011, 18:07

    Drei Schicksale, die berühren. Gut, dass es Auffangstationen gibt. Hoffentlich ergibt sich für die Wiesenweihe auch noch eine passende Lösung.
    LG Veronika
  • Biggi Evi Seidel 2. Juli 2011, 17:51

    danke für das foto und den bericht!
    ich drücke ganz fest die daumen!

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