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Mad Moiselle


Free Mitglied, geflogen

+ein leises lied

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Es ist ein leises Lied.

Es ist nicht in meinem Ohr, es ist nicht in meinem Kopf.
Es ist überall in der Atmosphäre.
Es verteilt sich in kleine, helle Tropfen die auf mich regnen.
Sie nässen nicht, sie färben mich brennend und dann dunkelrot.

Es ist das Lied, das ich lauter drehen muss, damit ich meine Gedanken nicht mehr hören kann.
Es ist die Schere, die die grauen Schemen zerschneidet die mich wie Spinnweben umnebeln.

Es ist der Schrei, der die am Boden kniende und um Gnade bettelnde Vernunft um den Verstand kreischt.


Es ist die glühende Klinge in meinem Bauch.
Es ist die glühende Klinge, die sich immer tiefer bohrt.
Die Klinge, die sich morgens nach dem Aufwachen traumgeflügelt mit leisem Seufzen neunmal dreht.

Es ist ein lautes Lied, das gegen ein Publikum singt, das sich abwendet und die Ohren zuhält. Ein lautes Lied unter Wasser.

Eine Ansammlung von unendlich vielen Bläschen, die den Weg an die Oberfläche suchen, um dort zu einem ungehörten Ton im Tosen eines furchtbaren Unwetters zu werden.



Es ist ein leises Lied.

Das leise Lied ist die Schwester des alten Professors, der schon lange auf der Straße lebt, weil ihn das System so ankotzt.
Und dem schon lange niemand mehr Beachtung schenkt namens Bedeutung.


Sie ist die Mutter eines kleinen Mädchens mit einem grün und rot gepunkteten Kleid.
Eines Mädchens mit einer kopflosen Puppe unterm Arm und blutig gelaufenen Füßen.
Einem Mädchen, das nicht weinen kann namens Verzweiflung.

Sie ist die Gefährtin des farblosen, hell leuchtenden Schimmers.
Des Schimmers, der genau so allgegenwärtig in der Atmosphäre existiert wie sie.

Des Schimmers, der nur dort leuchten kann, wenn es am Dunkelsten ist.
Des Schimmers, der sich nur denen zeigt, die ihn sehen wollen.
Des Schimmers, der Dir die Hand auf die Schulter legt und lächelt namens Hoffnung.


Sie ist der dritte Zwilling der sie alle eint. Hand in Hand mit ihm…

Ihm, der ihre Allgegenwärtigkeit aussehen lässt wie eine flüchtige Begegnung.
Ihm, der die Farblosigkeit aussehen lässt wie einen Regenbogen.
Ihm, der den Professor aussehen lässt wie einen Gott.
Ihm, der das Mädchen zu einer Sirene erhebt.
Ihm, der mehr Narben hat als der älteste Baum des Universums.
Ihm, den alle kennen und dem keiner traut namens Glaube.

Hand in Hand auf Augenhöhe mit ihr.
Ihr, die in dieselbe Richtung schaut.
Ihr, die das Selbe sieht wie er, weil sie sich alle Sinne teilen.


Mit ihr namens Liebe, die dem scheuen Vogel namens Glück die Hand ausstreckt, damit er landen kann…



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-mich-


und


http://www.youtube.com/watch?v=rQXigiVjiMQ


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-jamin-

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Kamera NIKON D50
Objektiv 18.0-70.0 mm f/3.5-4.5
Blende 5.6
Belichtungszeit 1/60
Brennweite 18.0 mm
ISO 800

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