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Dennis Klefker


World Mitglied, Westerstede

Eala Frya Fresena

Eala Frya Fresena ist ein friesischer/ostfriesischer Wahlspruch und zentraler Ausdruck der Friesischen Freiheit. Er wurde am Upstalsboom, einem mittelalterlichen Versammlungsplatz nahe Aurich, von den versammelten Friesen ausgerufen.

Die erste Erwähnung findet der Upstalsboom in der „Chronik des Klosters Bloemhof“ aus dem Jahre 1216. Abgesandte der Friesen trafen sich bis ins 14. Jahrhundert als Ausdruck der Friesischen Freiheit an dem Ort, um Recht zu sprechen und Beschlüsse zu fassen. Da die Friesen des Mittelalters keine Fürsten kannten, wurde diese Friesische Freiheit mit dem Loswort Eala Frya Fresena bekräftigt, das heute noch das Wappen von Ostfriesland ziert. Die Treffen fanden einmal jährlich am dritten Pfingsttag statt. Die Abgeordneten wurden bereits zu Ostern gewählt und Geschworene genannt. Das erste Treffen soll hier in der Mitte des 12. Jahrhunderts stattgefunden haben, um Streitigkeiten zwischen dem Wangerland und dem Gau Östringen zu schlichten. Urkundlich nachgewiesen sind Treffen am Upstalsboom zwischen 1216–1231 und von 1323–1327. In dieser Zeit entstand auch ein Upstalsboom-Siegel mit 12 cm Durchmesser. 1323 wurden die Upstalsboom-Gesetze beschlossen, die die alten Satzungen der Zeit anpassten. Dieser Bund sollte den Landfrieden unter den einzelnen friesischen Gebieten wahren. Der Landfriedensbund war eine Notgemeinschaft der Friesischen Freiheit, die aber bald zusammenbrach. Die letzte Überlieferung über einen Landtag der Sieben Seelande stammt aus dem Jahr 1327. Die nächste Tagung fand in Groningen statt. Erst im Kampf gegen den Absolutismus erwachte der friesische Freiheitswille erneut, und der Upstalsboom erlangte neue Symbolkraft. 1678 verlieh Kaiser Leopold I. das Upstalsboom-Wappen als Hoheitszeichen. 1833 entstand eine Steinpyramide. Sie wurde von den Ostfriesischen Landständen (heute: Ostfriesische Landschaft) errichtet, um an die Ostfriesen zu erinnern, die in den Schlachten bei Liegnitz 1760 und bei Waterloo 1815 fielen. Georg V. von Hannover prägte 1865 einen Upstalsboom-Taler. Während der Zeit des Nationalsozialismus gab es Pläne, auf dem Gelände eine Thingstätte einzurichten, die an die Zeit erinnern sollte, in der der Platz als „Beratungsplatz und Versammlungsort der friesischen Geschworenen und Deputierten aus allen Gauen von Fly bis zur Weser“ diente. Auf diese Bitte reagierte das Landschaftskollegium sehr zurückhaltend. Das Gelände wurde jedoch für Aufmärsche und Versammlungen zur Verfügung gestellt.

Quelle: Wikipedia

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Exif

Kamera <KENOX S730 / Samsung S730>
Objektiv ---
Blende 2.8
Belichtungszeit 1/45
Brennweite 5.8 mm
ISO 100