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Dugong.....(2)

Dugong in Abu Dabab / Marsa Alam-Ägypten

Dezember 2007'




einmal Rolle seitwärts.....der hat so richtig im Sandboden gebadet !

Jede Woche durchkämmen Hunderte von Tauchern und Schnorchlern die schlammigen Seegraswiesen vor Marsa Alam, um einen Dugong sehen zu können. Der beliebteste Platz ist Marsa Abu Dabab, eine kleine Bucht zirka 40km nördlich von Marsa Alam. Hier findet der Dugong sein Lieblingsessen, das Seegras. Mit seinem großen Maul saugt er die Büschel an und zerkaut dann das nährstoffreiche Gras, wobei es unvermeidlich ist, dass auch einige Weichtiere, Würmer und Krabben dabei sind und die fleischlose Kost bereichern. Alle paar Minuten schwimmt der Dugong graziös, nur mit Hilfe seiner Schwanzflosse an die Oberfläche. Er muss an die Wasseroberfläche, um Luft zu holen, Taucher und Schnorchler sollen ihm daher Platz machen! Dugongs haben an der Kopfoberseite Nasenlöcher, die sich beim Abtauchen dann schließen. Nach einigen tiefen Atemzügen an der frischen Luft kehrt der Dugong zu seinem Grasbeet zurück, um weiter zu fressen.

Erwachsene Dugongs erreichen eine durchschnittliche Länge von 2 bis 3 Metern und wiegen bis zu 400 kg. Im Unterschied zu den anderen Meeressäugetieren wie Delfine oder Wale, hat der Dugong keine Rückenflosse. Die Brustflossen des Dugong entstanden aus Gliedmaßen und dienen verschiedenen Aufgaben: beim Schwimmen als Steuer für dieses enorme Tier, manchmal als Gehhilfe auf dem sandigen Grund und manchmal auch, um damit Futter in sein Maul zu stopfen. Man findet Dugongs meistens alleine oder in Paaren, obwohl in der Vergangenheit auch schon größere Gruppen gesichtet wurden.

Große Sorgen für das Überleben der Dugongs macht ihre Fortpflanzung. Dugongs vermehren sich nur alle drei bis sieben Jahre und gebären jedes Mal nur ein Kalb. Mit so einer geringen Fortpflanzungszahl kann jede Bedrohung des Dugong zum Aussterben führen. Glücklicher Weise gibt es nur wenige natürliche Feinde des Dugong und wenn ihm nichts widerfährt, kann er bis zu 70 Jahre alt werden.

Die größte Gefahr für das Überleben der Dugongs sind die Aktivitäten der Menschen. Weithin wegen seines zarten Fleisches verfolgt und gejagt, oft auch werden Teile des Dugong für medizinische Zwecke und als Aphrodesiak in asiatischen Ländern verwendet. Wenn das Bejagen der Dugongs die hauptsächliche Bedrohung für den Dugong darstellt, so sind die Bestände von Seegras in Küstennähe die andere. Übergroße Nutzung der Küsten und die Nutzung der Gebiete mit Seegras schädigen den kostbaren Lebensraum des Dugong.

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