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Was ist neu?

***Dresdner Christstollen***

Man braucht viele gute Sachen:
1000 g Mehl
80 g Hefe
1/4 l Milch
500 g Butter
150 g Zucker
1 Teelöffel Salz
2 abgeriebene Zitronenschalen
600 g Rosinen
100 g süße Mandeln
140 g Zitronat/Orangeat, fein gewürfelt
4 Gläschen Rum
Butter zum Bestreichen
250 g Zucker mit 5 Päckchen Vanillin gemischt
Puderzucker

Das Rezept:
1. Sämtliche Zutaten eines Stollens müssen am Abend vorher in die warme Küche gebracht werden, damit sie gleichmäßig durchgewärmt werden. Die Früchte und Nüsse sowie Mandeln werden vorbereitet zusammen in eine Schüssel gelegt, und mit Kirschwasser, Rum, Himbeergeist oder Weinbrand getränkt, über Nacht zugedeckt stehen lassen.
2. Am nächsten Tage wird ein normales Hefestück angesetzt wie zu jedem Hefeteig. Die Milch nur lauwarm machen, sie darf nie wärmer als 30° C sein. Etwas Zucker beigeben, damit die Hefe besser treiben kann, mit Mehl bestreuen und zugedeckt gehen lassen, bis das Mehl Risse bekommt.
3. Jetzt erst wird der Teig geknetet; er muß lange bearbeitet werden, bis er sein feucht-glänzendes Aussehen verloren hat; muß sich von der Schüssel lösen, darf nicht mehr kleben, auch nicht an den Händen.
4. Jetzt kommen erst die Gewürze und die eingeweichten Früchte darunter, und zwar nur in den Teil drücken, sonst wird er grau und unansehnlich.
5. Am besten ist es, wenn der Teil in drei Teile geteilt wird und in jedem das entsprechende Quantum Früchte und Gewürze hineingedrückt wird. Dann die drei Teile rasch zusammengeben.
6. Wenn der Teil in dieser Weise fertig ist, etwa 30 Minuten gehen lassen.
7. Nun den Teig zusammenschlagen und Stücke von 500 oder 1000 g abwiegen.
8. Diese Stücke mit wenig Mehl so formen, dass sie eine geschlossene Kugel geben. Sie wird nun länglich geformt. In der Länge wird eine Vertiefung mit dem Rollholz eingedrückt, so dass eine schmale und breite Seite entsteht. Nun wird die breite Seite in die Vertiefung hineingeschlagen.
9. Die so geformten Stollen läßt man auf einem Blech, das mit Pergamentpapier ausgelegt wurde, 20 Minuten gehen.
10. Backzeit auf 500 g Teig bei 230° C ca. 40 Minuten, auf 1000 g ca. 60 Minuten. Die Hitze muß daher so groß sein, weil sonst die Gefahr besteht, dass der Stollen bei dem relativ hohen Fettgehalt speckig wird. Das muß vermieden werden, weil sonst dieses herrliche Festgebäck unschön und schwer verdaulich wird.
11. Infolge der üppigen Zutaten kann der echte „Dresdner Stollen“ nicht so aufgehen wie ein einfacher Teig. Doch hält er sich monatelang, ja, in vielen Familien war und ist es Tradition, die letzten Stücke bis Ostern aufzuheben.
12. Wenn ein Stollen besonders hübsch als Geschenk aufgemacht werden soll, kann er mit dicker Zuckerglasur bestrichen, mit kandierten Früchten aller Art garniert und noch einmal mit Zuckerguß bestrichen werden. Diese Schicht verhindert das Austrocknen und erhöht den feiertäglichen Genuß.

***Die Fotos sind von mir, das Rezept stammt von einem guten Freund (H.D. Braun)***

Hier kommen noch die Anmerkungen des Stollenbäckers (alias HDB):
"Ich backe Stollen jetzt schon seit vielen Jahren. Anfangs habe ich mich streng an das Rezept gehalten. Aber im Laufe der Jahre habe ich das eine oder andere verändert. Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, die Stollenstücke jeweils aus 300 g Teig zu formen. Das ergibt dann viele unterschiedliche Stücke. Die Stollen verschenke ich dann zu Weihnachten.
Manche dieser Stollen ergänze ich noch mit einem Marzipan-Innenleben. Alle Stücke werden schön dekoriert. Ich besorge mir dafür so allerlei Kuchenbackzaubereien, Herzchen, kleine Figuren, Zuckerwerk, Streusel und was ich sonst noch so bei meiner Tour über die Weihnachtsmärkte und durch die Supermärkte finde.
Allerdings ist die Stollenbäckerei auch eine schöne Knochenarbeit. Ich habe es immer so gehalten, dass ich die Zutatenmenge verdoppelt habe, damit alle auch etwas abgekommen. (Und ein, zwei darf ich mir dann ja sicher auch selbst schenken.) Und diese Zutatenmenge will ja auch verarbeitet werden. Aber der Blick auf das fertige Stollenwerk hilft mir über den Muskelkater schon hinweg." HDB
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P.S. Letztes Jahr am Weihnachten hat HDB, Jürgen (mein Mann) und ich ca. 50 Stollen gebacken. Die sind ganz toll gelungen (wie die Fotos zeigen)...Viel Spaß beim Nachbacken!!! Gruß Verocska

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